Jabra Revo: Kopfhörer im Kurztest

24. August 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Ich hatte in der letzten Zeit reichlich Zeit, den Kopfhörer Jabra Revo zu testen. Hiervon gibt es zwei Varianten, einmal die mit Kabel und einmal die Bluetooth-Variante. Ich habe mich für die Kabel-Variante entschieden, ist einfach eine persönliche Vorliebe von mir.

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Nach dem Auspacken ging der Kopfhörer in den Soundloop. Warum? Es mag nach Voodoo klingen, doch es gibt Leute, die sagen, dass man seine Kopfhörer erst einmal einhören muss, bis der finale Klang zu hören ist. Im Bereich der hochwertigen Lautsprecher geben sogar einige Hersteller diesen Ratschlag.

Nun gibt es unterschiedliche Kopfhörer für unterschiedliche Hörtypen, eine generelle Empfehlung fällt daher schwer. Ich persönlich setze auf eine komplette Over Ear-Lösung, kabelgebunden und mit nicht aktiver Geräuschunterdrückung. Die Wahl war einfach – sofern ich im Flugzeug sitze, dann habe ich fast durchgängig Kopfhörer auf.

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Hierbei stellte ich für mich fest, dass On Ear-Lösungen, wie es zum Beispiel der Jabra Revo und andere sind, mir nach langen Stunden auf das Ohr drücken. Das empfinde ich als unangenehm, fast schmerzhaft, weshalb ich für extremlange Hörsitzungen eben Over Ears bevorzuge. Die Hintergrundgeräusche im Flieger haben mich nie gestört, sodass ich eben einen nicht aktiven Kopfhörer habe.

Der Jabra Revo gehört mit seinen 40mm-Lautsprechern aber noch zu den angenehmeren On Ear-Lösungen, weil er wirklich kaum Druck auf den Kopf oder das Ohr ausübt und sehr angenehm zu tragen ist, wohl auch dank der gepolsterten Kopfbügel. In Sachen Design lasse ich einmal die Fotos sprechen, denn über Design lässt sich bekanntlich streiten. Mir persönlich gefällt sowohl das Design, als auch die Verarbeitung mit den verbauten Stahl- und Aluminiumelementen.

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Der Jabra Revo lässt sich zusammenfalten, sodass ein platzsparender Transport möglich ist. Das Entscheidende ist ja sicherlich der Klang und wer Hip Hop oder generell basslastige Musik hört, der ist hier bestens bedient, denn der Jabra Revo bringt eine gewisse Grund-Dumpfheit mit. Wer spitze Ohren hat und zu Musikrichtungen wie Metal und Co tendiert, der wird über diesen Umstand vielleicht nicht ganz so erfreut sein. Da ich persönlich ganz gerne auch mal Nightwish oder Lordi höre, fehlten mir ein paar Nuancen im Normalbetrieb.

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Aber die Dänen von Jabra haben auch an diese Art der Zuhörer gedacht und bringen über eine eigene App Dolby Digital Plus Klangverbesserungen und einen Equalizer mit, hierbei haben allerdings die Spotify-Nutzer das Nachsehen, denn mit diesen Streamingdiensten funktioniert die App nicht. Ansonsten ist auch bei Maximallautstärke das Soundbild noch sehr gut, ein Übersteuern stellte ich nicht fest.

Erwähnenswert ist auch der zweite Anschluss für ein Kabel, hier darf der Hörer sich entscheiden, ob er Links- oder Rechtsträger ist, alternativ kann sich hier ein weiterer Kopfhörer anschließen lassen, damit zwei Personen aus einer Signalquelle Musik hören können.

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Kurzfazit: Satter Sound, sofern die Musikrichtung stimmt. Bass- und Trancefreunde haben ihren Spaß. Absolut wertige Verarbeitung, mit der Jabra auch wirbt (Extremtests: Kabel (bis 15 kg), Knicken (10.000 Mal), Klappen (3.500 Mal), Fall (aus 2 m Höhe)). Der Jabra Revo verfügt über eine einfach zu nutzende Bedienung am Kabel, hier werden allerdings out of the box nur alle Funktionen des iPhones unterstützt, nicht aber die von Android.

Das Kabel überträgt nach meinem Gefühl kaum Reibungsgeräusche auf die Hörer. Für den jetzigen Preis (bei Amazon ab 75 Euro) durchaus ein Kopfhörer, den man in die Auswahl nehmen darf, der Preis ist in einigen Monaten um knapp die Hälfte gefallen.

Technische Daten:

Headsettyp: Schnurgebunden
Hörtyp: Binaural
Übertragungskanäle: Stereo
Polstermaterial: Schaumstoff
Lautstärkeregelung am Kabel (Inlinecontrol)
Tragevariante Überkopf
faltbar
Lautsprecher Durchmesser 40 mm
Lautsprecher Impedanz 32 Ohm
Lautsprecherfrequenz von 20 Hz
Lautsprecherfrequenz bis 20 KHz
Lautsprecherleistung: 30 mW



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Über den Autor: caschy

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