iTraq: Gegenstands-Tracking ohne GPS und Bluetooth sucht Crowdfunding-Unterstützer

21. Februar 2015 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von:

Schlüsselanhänger, die mit einem Smartphone gekoppelt sind, gibt es mittlerweile zahlreich, auch von größeren Herstellern. Problem der meisten solcher Gadgets: geringe Reichweite und/oder kurze Batterielebensdauer. An dieser Stelle setzt iTraq an, ein Tracking-Device, das weder mit Bluetooth, noch mit GPS-Empfänger ausgestattet ist und trotzdem jederzeit die Position des getrackten Gegenstandes übermitteln kann – weltweit. Durch den Verzicht auf Bluetooth und GPS wird zudem eine Batterielaufzeit von bis zu drei Jahren erreicht.

iTraq hat die Größe einer Kreditkarte, ist aber ungefähr fünfmal so dick, es wird also dennoch schwierig diese im Portemonnaie unterzubringen. Das Gadget kann überall befestigt werden, die Version ohne iTraq-Logo macht es zudem nicht direkt als Tracking-Device identifizierbar. Die eingesetzte Tracking-Technik ist zwar nicht so genau wie mit einem GPS-Empfänger, reicht aber dennoch aus, um zu wissen, wo sich der getrackte Gegenstand befindet.

Das Ganze funktioniert nicht durch schwarze Magie, sondern über das einfache Mittel der Positionsbestimmung durch Mobilfunkmasten. Vorausgesetzt iTraq befindet sich in einem Gebiet mit Mobilfunkversorgung. iTraq ist mit einer SIM-Karte ausgestattet, alle Kosten für die Nutzung sind im Kaufpreis enthalten. Man kann über eine App festlegen, wie oft iTraq die Position übermitteln soll. Danach richtet sich auch, wie lange man iTraq nutzen kann. Lässt man sich die Position einmal am Tag anzeigen, hält die Batterie 3 Jahre, beziehungsweise 1.500 Positionsbestimmungen. Je öfter man die Position abfragt, desto kürzer wird die Lebensspanne.

iTraq

Und was, wenn der Strom zur Neige geht? Auch daran haben die Macher bereits gedacht und wollen einen Recharge-Service einführen. Man bezahlt dann weniger als für einen neuen iTraq und hat wieder 1.500 Ortungen seine Ruhe. Ergibt Sinn, die Kosten für die Benachrichtigungen mittels SIM-Karte müssen ja auch gedeckt werden. Man zahlt also nicht nur für das Gadget, sondern auch für die Nutzung.

Verwendet werden kann iTraq auf verschiedene Weisen. Man kann unter anderem einen Radius festlegen, in dem sich iTraq befinden soll. Verlässt dieser das vorher festgelegte Gebiet, gibt es eine Meldung auf das Smartphone. Apps werden für Android, iOS und Windows Phone erhältlich sein.

Der Preis für ein iTraq liegt bei 49 Dollar. Allerdings kommen für den Versand nach Deutschland noch einmal 25 Dollar hinzu. Hier könnte es sich lohnen, wenn man einen Perk mit mehreren iTraqs wählt und vielleicht mit Freunden teilt. Über die Finanzierung muss sich iTraq indes keine Gedanken mehr machen. Die benötigten 35.000 Dollar sind bereits nach drei Tagen weit überschritten und das Projekt läuft noch 43 Tage. Weitere Details zu iTraq findet Ihr auf der Projektseite bei Indiegogo, wo Ihr bei Interesse auch gleich zuschlagen könnt.

Da es sich hier um ein Crowdfunding-Produkt handelt, muss noch erwähnt werden, dass es keine Garantie für den Erhalt des Produkts gibt. Auch kann es bei solchen Projekten immer zu Verzögerungen kommen. Abgesehen davon bietet Crowdfunding aber eine tolle Möglichkeit, um innovative Produkte zu finanzieren, ohne Unsummen an Kapital zu verbrennen. Und in der Regel gibt es ja auch etwas dafür.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9407 Artikel geschrieben.