Italiener muss wegen Nutzung von Infrarot-Kontaktlinsen 2 Jahre ins Gefängnis

29. September 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Eine skurrile Geschichte hat sich vor 2 Jahren in Cannes zugetragen, jetzt ist das Urteil gefallen. Ein Italiener (mit dem nicht minder spektakulären Codenamen Parmesan) startete einen vorerst erfolgreichen Betrugsversuch in einem Casino. Eine wichtige Rolle spielen in der Geschichte Infrarot-Kontaktlinsen, die sich der Herr für 2.000 Dollar aus China besorgt hatte. Mindestens ebenso wichtig sind aber korrupte Casino-Angestellte und ein unauffälliger Helfer.

Poker_Karten

Parmesan zinkte Karten. Mit unsichtbarer Tinte. Diese wurden dann von Casino-Angestellten in den normalen Spielbetrieb gebracht und verhalfen Parmesan zu einem Gewinn von 70.000 Dollar beim Pokern. Die Karten waren mit unsichtbarer Tinte markiert, sodass die Markierungen nur mit den speziellen Kontaktlinsen zu sehen waren. Zusammen mit seinem Komplizen am Tisch war es so sehr einfach, größtmögliche Gewinne einzufahren.

Dem Casino fiel der Betrug auch nur deshalb auf, weil Parmesan zweimal eine sehr gute Hand weggeworfen hatte. Durch das Abhören von Telefongesprächen flog die Masche auf und Parmesan wurde bei einem alleinigen Besuch im Casino (Gewinn: 21.000 Euro) festgenommen.

Mit seinen 2 Jahren Gefängnis und 100.000 Euro Geldstrafe ist Parmesan noch relativ gut weggekommen. Seine Komplizen erhielten Haftstrafen in Höhe von 30 Monaten und 3 Jahren, ebenfalls mit einer ordentlichen Geldstrafe. Laut Anwalt des betrogenen Casinos war dies in Europa der erste Fall, der auf so eine Methode zurückgriff.

Und die Moral von der Geschicht´? Technik schützt vor Strafe nicht!


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Quelle: Telegraph |

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