iPhone 6 und iOS 8: dünne Hülle, mehr Privatsphäre, öffentliche Verkehrsmittel und AppStore Bans

10. Juni 2014 Kategorie: Apple, Hardware, iOS, Mobile, geschrieben von:

Letzte Woche lud Apple zur WWDC, auf der es vielleicht keine neue Hardware zu sehen gab, die aber trotzdem schön zeigte, in welche Richtung Apple dieses Jahr reisen will. Aber bevor wir zum Software-Teil kommen, erst einmal neue Bilder der vermeintlichen 4,7 Zoll iPhone 6 Hülle, die 9to5Mac aufgetan hat. Diese zeigt nun wirklich nichts, was wir nicht schon vorher gesehen haben. Flach, aus Metall, Standby-Button wandert auf die Seite. Mittlerweile wirklich nichts mehr besonderes, dafür gab es schon zu viele Bilder.

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Das iPhone 6 wird mit iOS 8 kommen, dem neuesten Update von Apples Betriebssystem. Einen Rundgang durch die erste Beta von iOS findet Ihr hier. Interessanter als das, was man sieht, ist ja bekanntlich immer das, was verborgen bleibt. Wie zum Beispiel die Anzeige öffentlicher Verkehrsmittel in Apple Maps. Diverse Zukäufe von Apple im letzten Jahr deuteten bereits darauf hin, ein Screenshot einer Entwickler-Session auf der WWDC soll nun den Beweis liefern. Hier ist im Menü ein Icon zu sehen, das eindeutig als das eines öffentlichen Verkehrsmittels zu interpretieren ist. Ob das Feature bereits mit iOS 8 kommt, oder doch später, ist unklar. Apple verlor auf der Keynote kein Wort zu Apple Maps. AppAdvice spekuliert, dass dieses Feature erst in iOS 8.1 seinen Platz finden könnte.

Apple wird in iOS 8 auch für mehr Privatsphäre sorgen. Bisher ist es normal, dass öffentliche WLAN-Netze die MAC-Adressen von Geräten protokollieren, die versuchen, Verbindung aufzunehmen. Das muss noch nicht einmal eine konkrete Verbindung sein, die Suche nach Netzen reicht hier schon aus. So können beispielsweise Geschäfte relativ genau feststellen, wie sich die Kunden im Laden verhalten, wer wiederholt vor Ort ist, etc. Mit einem neuen iOS-Feature wird dies schwieriger, wie Business Insider berichtet. iOS 8 sendet bei der WLAN-Suche nämlich nur noch Fake-MAC-Adressen. So wird man zwar immer noch als anwesend erkannt, die erhaltenen Daten werden durch den Adressenwechsel jedoch weniger brauchbar. Die Frage ist nur, macht Apple dies aus Privatsphäre-Gründen oder will man Geschäftsinhabern so vielleicht die iBeacon-Technologie schmackhaft machen, die eine noch genauere Ortung von Geräten ermöglicht.

TechCrunch hat ebenfalls etwas über Apple zu berichten. Der AppStore wird unter iOS 8 ebenfalls Änderungen erhalten, das war bereits bekannt. Allerdings beginnt Apple jetzt damit, Apps nicht mehr in den Store zu lassen, die Werbung gegen Währung bieten, um es vereinfacht auszudrücken. Sowohl belohnende Videowerbung, als auch belohnende Social-Shares sind nicht mehr erlaubt. Das bringt nicht nur Entwickler in Bedrängnis, sondern auch die ganzen Werbenetzwerke, die sich darauf spezialisiert haben. Auch hier stellt sich die Frage: Hat Apple etwas Eigenes in der Hinterhand oder will man wirklich nur die Qualität des AppStores weiter steigern?


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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