iPhone 5s Fingerabdruckleser: so wurde er umgangen (und eine kurze Meinung dazu)

25. September 2013 Kategorie: Backup & Security, iOS, Mobile, geschrieben von:

Dass ein Mitglied des Chaos Computer Clubs den Fingerabdruckleser des iPhone 5s umgangen hat, dürfte mittlerweile im hintersten Winkel des Internets angekommen sein. Entglorifiziert ist die Sicherheit, zurück bleibt die Erkenntnis, dass der Fingerabdruckleser im iPhone 5s nicht vor ambitionierten Tüftlern halt macht, sondern lediglich etwas für den faulen Nutzer ist.

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Denn wenn 50 Prozent aller Benutzer im Vorfeld keine Sperre nutzten, nun durch den Fingerabdruckleser aber eine eingerichtet haben, dann ist das schon einmal ein ganz großer Fortschritt. Ich verstehe beide Seiten. Den faulen Nutzer, der seinen Finger zum dutzendfachen Entsperren täglich auf das iPhone 5s legt und natürlich auch den sicherheitsbewussten Anwender, der davon ausgeht, dass seine Fingerabdrücke von Gläsern extrahiert werden, um diese in einen künstlichen Finger umzuwandeln.

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Alternativ kann man auch gerne die Geschichte aus der Kiste holen, dass so ein mittels Fingerabdruck gesichertes Smartphone unter Gewalt sicherlich schneller mit dem Finger entsperrt werden kann, als wenn derjenige mit James Bond-Ambitionen sein Passwort „vergessen hat“.

Lange Rede, kurzer Sinn: entscheide, ob du ein fauler Anwender bist – oder ob du es sicherer magst. Dann ändere aber auch bitte den vierstelligen Pin in eine längere Kombination. Dennoch sollte Apple folgenden Slogan auf der Homepage überdenken: „Halte einfach deinen Finger auf die Hometaste und schon wird dein iPhone entsperrt. Das ist praktisch und extrem sicher“. Extrem sicher ist es nämlich nicht. Eine Info noch: nach fünfmaligen Auflegen eines falschen Fingers muss der Code eingegeben werden. Eben getestet. Aber ich schweife ab.

Es gibt nun ein Video, welches den genauen Vorgang widerspiegelt. Wie ist starbug vorgegangen, um das iPhone 5s zu entriegeln? Die technischen Hintergründe schlüsselten wir bereits auf, das Video gibt einen schönen Einblick in die rund 30-stündige Arbeit, die der Experte auf diesem Gebiet leisten musste.


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Quelle: heise |

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