iOS 11: Backup-Anleitung und Kompatibilitätsliste

19. September 2017 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: caschy

Aller Voraussicht nach wird heute Abend um 19:00 Uhr das Internet heißlaufen. Apple wird auf den roten Knopf drücken und die finale Version von iOS 11 veröffentlichen. Man testete einige Zeit, nicht nur mit Entwicklern, sondern auch in einer öffentlichen Beta. Diese Nutzer haben bereits vor einigen Tagen iOS 11 als Golden Master eingespielt bekommen. Nutzer eines iPod touch, eines iPads und iPhones können zuschlagen und so die Neuerungen nutzen, über die wir hier in mehreren Beiträgen berichtet haben (und mit Veröffentlichung von iOS 11 werden wir auch eine kleine Zusammenfassung veröffentlichen).

Da der Teufel bekanntlich ein Eichhörnchen ist, solltet ihr auf jeden Fall ein Backup eures iPhones, iPod touch oder iPads vor der Aktualisierung auf iOS 11 machen – oder wenn ihr euch das neue iPhone 8 oder das iPhone 8 Plus kauft. Apple bietet dazu zwei Backup-Varianten an, einmal die lokale und die in der Cloud. Wobei man klar sagen muss, dass die großen Differenzen geschmolzen sind, seit Apple einige Neuerungen in iTunes gepflanzt hat.

So werden beispielsweise seit einigen Versionen keine Apps mehr mitgesichert, diese nach Neuinstallation aus dem Internet gezogen. Offensichtlicher wurde diese Neuerung mit der Veröffentlichung von iTunes 12.7 neulich. Ich beschreibe kurz beide Backup-Varinaten, doch bevor ich anfange, schreibe ich erst einmal, mit welchen Systemen iOS 11 überhaupt kompatibel ist. (Siehe auch: iOS 11: Welche Geräte bekommen es und was hat es mit 64-Bit-Apps auf sich?)

iPhone 5s
iPhone SE
iPhone 6
iPhone 6 Plus
iPhone 6s
iPhone 6s Plus
iPhone 7
iPhone 7 Plus
iPhone 8
iPhone 8 Plus
iPhone X
iPad Air
iPad Air 2
iPad
iPad Pro 12.9-Zoll
iPad Pro 9.7-Zoll
iPad Pro 12.9-Zoll (2. Generation)
iPad Pro 10.5-Zoll (2017)
iPad mini mit Retina-Display
iPad mini 3
iPad mini 4
iPod touch 6. Generation

Backup über iTunes

Ihr schließt euer iPhone an den Rechner an und startet iTunes. In der oberen linken Ecke befindet sich euer iPhone (oder eben über die Seitenleiste), welches im besten Falle das Backup schon automatisch ausführt (Alternativ sieht man ja den Button „Backup jetzt erstellen“). Hierbei sind aber einige Dinge zu beachten. Und überlegt euch doch auch mal vorher, ob ihr wenig oder gar nicht genutzte Apps vielleicht nicht löscht. Frühjahrsputz quasi.

Wer die Möglichkeit aktiviert, das Backup zu verschlüsseln, der bekommt auch Passwörter, Aktivitäts- und Health-Daten mitgesichert, diese müssten sonst nach einem eventuellen Einspielen wieder eingegeben werden – allerdings verlangen einige Apps – wie ab und an diverse Google-Apps – die erneute Autorisierung bei einem Aufspielen auf ein neues Gerät.

iTunes

Das Backup ist nicht so groß wie der verbrauchte Speicher auf dem iPhone, Fotos und übertragene Videos bleiben, sofern lokal vorgehalten, ganz normal in iTunes oder der Fotos-App und werden aus diesem Datenbestand gezogen und wieder eingespielt.

Backup über die iCloud

Bei einem iCloud-Backup werden die wichtigsten Daten in Apples Cloud gespeichert. Der Weg ist hierbei ungefähr gleich, statt dem lokalen Backup wählt man hier einfach Apples iCloud aus. Der Vorteil sind automatische Backups, sofern mehrere Bedingungen erfüllt sind.

iTunes

iCloud erstellt automatisch Sicherungen der wichtigsten Daten. Nachdem man die Backup-Funktion auf dem iPhone unter „Einstellungen“ > „iCloud“ > „ Backup“ aktiviert hat, wird sie täglich ausgeführt, solange folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Das Gerät ist per WLAN mit dem Internet verbunden
  • Das Gerät ist an die Stromversorgung angeschlossen
  • Der Bildschirm ist gesperrt

Man kann außerdem jederzeit manuell Backups erstellen, solange das Gerät per WLAN mit dem Internet verbunden ist. Dazu wählt man „Backup jetzt erstellen“ unter „Einstellungen“ > „iCloud“ > „ iCloud-Backup“. Was hierbei gesichert wird? Fotos und Videos, Geräteeinstellungen, App-Daten, Ausrichtung der Ordner und Apps auf dem Bildschirm, SMS, iMessage und MMS, Klingeltöne, Health-Daten, die Homekit-Konfiguration und Visual Voicemail.

Wie weiter oben erwähnt: Apps werden seit iTunes 12.7 nicht mehr lokal gesichert. Das sorgt dafür, dass man die Apps eh aus der Cloud zerren muss. Wer keine Bauchschmerzen mit iCloud-Backups oder dem Speicher in der Cloud hat, der kann eigentlich auch direkt die iCloud nutzen. Durch das App-Nachladen sind die früheren Geschwindigkeitsvorteile an gängigen Internetanschlüssen eh nicht mehr so vorhanden.

iCloud-Backups beinhalten nahezu alle Daten und Einstellungen, die auf dem Gerät gespeichert sind. Folgendes ist in iCloud-Backups nicht enthalten:

* Daten, die bereits in iCloud gespeichert sind, wie Kontakte, Kalender, Notizen, „Mein Fotostream“ und die iCloud-Fotomediathek
* Daten, die in anderen Cloud-Diensten gespeichert sind, wie Gmail und Exchange-Mail
* Apple Pay-Daten und -Einstellungen
* Touch ID-Einstellungen
* iCloud-Musikmediathek und App Store-Inhalte

Welches Backup ihr macht, bleibt euch überlassen. Wer sein iPhone selten anschließt, vielleicht via WLAN schnell wiederherstellen will, der ist mit dem iCloud-Backup gut bedient. Ist halt alles nur eine Sache der Speichergröße, mit den kostenlosen 5 GB wird man wohl nicht hinkommen.

Wiederherstellung eines Backups

Entweder ihr schließt das Gerät an iTunes an und wählt aus, dass ihr ein Backup wieder einspielen wollt, alternativ wird euch die Möglichkeit bei einem neuen Gerät angeboten, ein Backup aus der iCloud oder aus einem bestehenden Backup wieder einzuspielen.

In diesem Sinne – fröhliches Aktualisieren, sofern ihr nicht eh bis zu einem neuen iPhone 8 oder 8 Plus wartet, beziehungsweise erst einmal schaut, ob die Masse an neuen iOS 11-Nutzern Probleme meldet.


Über den Autor: caschy

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