Instant Payment: Banküberweisungen ab 2018 sekundenschnell möglich, eine Ablösung für Bargeldzahlungen?

9. August 2017 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) teilt aktuell mit, dass es ab November in Europa einen einheitlichen Rechtsrahmen gibt, um Banküberweisungen innerhalb von Sekunden auf einem anderen Konto gutschreiben zu lassen. Diese Echtzeitüberweisungen sind allerdings für die Banken nicht verpflichtend, was wiederum dafür sorgt, dass man erste Anbieter wohl erst im ersten Quartal 2018 sehen wird. Langfristig soll sich diese Methode jedoch europaweit flächendeckend durchsetzen – und auch als Ersatz für Bargeldzahlungen dienen.

Bislang ist es so, dass Banküberweisungen in der Regel am nächsten Werktag gutgeschrieben werden, das ist mit Instant Payment in 10 Sekunden erledigt. Ausgeführt werden die Überweisungen normal via Online-Banking oder Smartphone-App. Als Reaktion der Bankenbranche auf Anbieter wie Paypal wird das Ganze gesehen. Michael Kammer, Hauptgeschäftsführer des BdB, sieht den privaten Autoverkauf als gutes Beispiel für die Anwendung von Instant Payments.

Allerdings sagt er auch, dass die Bezahlung mit Girocard in Deutschland weiterhin die beliebteste Methode zur bargeldlosen Bezahlung ist. Dem halte ich mal entgegen, dass es einfach an großflächigen Alternativen mangelt. Sowohl was Angebot als auch was Akzeptanz angeht. Logisch, dass da Girocards weiterhin beliebt sind und auch kein Wunder, dass sich Bezahlen mit Smartphone oder Kreditkarte hierzulande noch nicht durchgesetzt hat. Es ist ja auch heute noch eine Überraschung, welche Bezahlmethoden ein Geschäft überhaupt anbietet.

Letztendlich wird es dem Kunden egal sein, welches System er nutzt, solange es für ihn vorteilhaft ist. Ob da nun eine Kreditkartenzahlung oder eine Banküberweisung dahinter steckt, sollte nicht die große Rolle spielen. Fraglich ist allerdings, warum Banken so viele Jahre nach Paypal einmal auf den Trichter kommen, dass schnelle Überweisungen den Kunden interessieren könnten.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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