Insider erhalten Windows 10 Creators Update mit Game Mode

28. Januar 2017 Kategorie: Games, Software & Co, Windows, geschrieben von: André Westphal

Microsoft hat aktuell das Windows 10 Creator Update veröffentlicht. Konkret handelt es sich um den Build 15019 – erstmal noch nicht für die breite Masse, sondern für ausgewählte Windows Insider. In den kommenden Wochen sollen aber nach und nach zumindest alle Insider Zugriff erhalten. Viele der Neuerungen drehen sich um Gaming: Etwa ist nun über die sogenannte „Game Bar“ an PCs mit Windows 10 Beam zum Streamen von Gameplay verfügbar. Auch an der Xbox One steht das Feature zur Verfügung. Microsoft verspricht für Streams via Beam eine Verzögerung von weniger als einer Sekunde.

Microsoft warnt jedoch auch, dass das Update bei einigen beliebten Spielern aktuell Fehler verursacht. Das habe mit dem neuen Game Mode aber nichts zu tun. Neben all dem Gaming-Brimborium erhält Microsoft Edge über das Update die Fähigkeit E-Books vorzulesen. Das Button zur Aktivierung findet sich in der rechten, oberen Ecke des nach Öffnen eines Buches. Soll auch mit EPUB-Dateien klappen, die nicht aus dem offiziellen Store stammen. Neben Englisch wird unter anderem auch Deutsch als Sprache unterstützt.

Zudem hat Microsoft den Emoji in Edge eine dringend benötigte Frischzellenkur verpasst. Das Ergebnis seht ihr oben exemplarisch auf dem Bild. Zudem hat Microsoft nun auch die Neuerungen für verbesserte Privatsphäre implementiert, die Caschy euch schon Anfang Januar vorstellte. Auch werden nun Wi-Fi Captive Portals unterstützt. Das Design für den Login in eurer Microsoft-Konto wurde ebenfalls dem Stil des Creators Update angepasst.

Weiterhin ist noch erwähnenswert, dass die Redmonder den Modus „Blue Light“ jetzt in „Night Light“ umgetauft haben. Zudem könnt ihr euch erstmal eine Vorschau ansehen, bevor ihr die Funktion aktiviert. Des Weiterhin seht ihr bei Downloads auf dem Windows Store im Action Center nun den Download-Fortschritt. Zahlreiche Bugfixes und weitere Veränderungen sind natürlich ebenfalls integriert. Recht erschöpfend erklärt Microsoft alle kleinen und großen Optimierungen in diesem Blog-Beitrag.

Streams über das eingangs erwähnte Beam lassen sich übrigens flott über die Game Bar starten, welche als Standard auf der Tastenkombination Windows-Taste + G ruht. Noch deutlich neugieriger dürften die meisten User aber auf den zuvor angekündigten Game Mode sein.

Jener soll in Spielen sowohl höhere Maximal-Frames pro Sekunde aber auch höhere, durchschnittliche FPS ermöglichen. Die Performance soll also sowohl steigen als auch in Spielen konstanter bleiben. Auch zum Game Mode gelangt ihr über die Game Bar.

Wurde der Game Mode über die Game Bar aktiviert, werden CPU- und GPU-Ressourcen bevorzugt dem laufenden Spiel zugewiesen. Microsoft experimentiert aktuell aber auch damit den Game Mode in einigen Spielen automatisch zu aktivieren.

Noch soll aber nicht jedes Mal mit dem Game Mode laufen. Seid ihr also Windows Insider, probiert es einfach mal aus und sammelt Erfahrungen. Aufrufen lässt sich die Game Bar zur Einstellung der Optionen, auch zum Aufnehmen via Game DVR, aktuell im Fullscreen-Modus unter anderem neuerdings auch in folgenden Titeln, es handelt sich aber nicht um eine vollständige Liste:

Battlefield 3
Call of Duty: Black Ops 2
Call of Duty: Black Ops 2 – Zombies
FIFA 14
FIFA 17
FIFA Manager 14
Grim Dawn
Guild Wars 2
Left 4 Dead 2
MapleStory
Paragon
Payday 2
Rocket League
The Elder Scrolls Online
The Sims 4
Tom Clancy’s Rainbow Six Siege
Warface

In den Systemeinstellungen von Windows 10 findet sich nun ein neuer Unterbereich für Games – markiert durch das Xbox-Logo. Dort sollen dann auch nochmals alle Einstellungen gebündelt werden. Je nach Rückmeldungen durch die Windows Insider möchte man dort auch noch weitere, spielebezogene Einstellungen zusammenfassen.

Denkbar wäre für mich, dass hier z. B. mittelfristig auch Konfigurationen zu Game-Controllern, Gaming-Mäusen und Co. auftauchen könnten. Das Creators Update schaltet auf der Xbox One zudem neue Sprachkommandos für Cortana frei. Zum Beispiel sollt ihr Cortana anweisen können eure nächste Spielesession vorzumerken und euch rechtzeitig daran zu erinnern.

Für Eltern gibt es unter dem Namen „Screen Time“ außerdem bald eine neue Möglichkeit an der Xbox One wie bereits unter Windows 10 für die Kids tägliche, maximale Nutzungszeiten festzulegen. Auch Einschränkungen für den Internetzugriff sind hier möglich.

An PCs gibt es aber auch noch einige zentrale Probleme mit dem neuen Build 15019. Es fängt schon damit an, dass euch der Download-Fortschritt des Updates falsch angezeigt wird. So bleibt der Download vermeintlich bei 0 % oder anderen Zwischenstufen hängen. Laut Microsoft sei das aber nur ein Anzeigefehler und das Update werde weiterhin korrekt heruntergeladen.

Zudem kann es nach Aufspielen des Creators Updates Probleme bei der Verbindung mit eigenen Google-Diensten / -Sites geben. Auch funktionieren in Microsoft Edge vorerst keine Erweiterungen mehr. Der nächste Build soll dieses Problem aber lösen. Die Option, um Apps aus der App Liste in den Kacheln des Startmenüs zu fixieren, versagt nun ebenfalls den Dienst.

Schaut ihr in die Sicherheitseinstellungen und seht dort, dass angeblich einige Einstellungen von eurer Organisation verwaltet werden würden, obwohl ihr in keiner Organisation agiert: Das ist kein Virus, sondern ebenfalls ein Fehler. Es gibt noch weitere Bugs, am besten ihr lest euch bei Problemen einmal die komplette Liste in dem offiziellen Microsoft-Post zum Update durch (siehe Link weiter oben).

Wie bereits erwähnt: Die Neuerungen des Windows 10 Creators Update stehen erst einmal nur Insidern zur Verfügung und erreichen auch hier erst nach und nach alle Teilnehmer, die den Fast Ring verwenden. Reguläre Nutzer müssen abwarten, bis die Testphase abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit wird Microsoft sicherlich auch noch weitere, technische Details zum Game Mode verraten – denn die bisherigen Erklärungen sind immer noch etwas vage. Falls ihr Windows Insider seid: Viel Spaß beim Ausprobieren!


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 1971 Artikel geschrieben.