iMac oder MacBook auf Werkszustand setzen

22. Dezember 2012 Kategorie: Apple, Backup & Security, geschrieben von: caschy

Gestern kam ich mal wieder in den Genuss, ein MacBook Air in den Werkszustand setzen zu dürfen. Wie auch bei vielen Ultrabooks gibt es einen Umstand, den man bedenken sollte: es gibt weder USB-Stick, noch DVD-Laufwerk zum recovern. Das Schöne: fast alle Hersteller legen mittlerweile eine Recovery-Partition an.

Lion Recovery

Da ist es egal, ob man Apple, Lenovo oder Acer nimmt: meistens lässt sich die Recovery-Umgebung via Tastatur-Shortcut aufrufen und solltet ihr mal in die Verlegenheit kommen, ein neueres MacBook recovern zu müssen, vielleicht, weil ihr eures verkauft, dann prägt euch CMD + R bei neueren Geräten ein (alte Geräte: beim booten Alt gedrückt halten). CMD + R direkt nach dem Booten gedrückt ruft die Recovery beim Mac auf.

Voraussetzung ist mindestens Lion, es ist egal, ob ihr den Werkszustand beim MacBook, dem MacBook Air oder dem iMac durchführen wollt. Bootet ihr in das Recovery-System, dann könnt ihr dort euren Rechner frisch machen. Kann es dabei Probleme geben? Auf jeden Fall. Habt ihr in der Zwischenzeit ein neues Betriebssystem im App Store gekauft, dann könnt ihr dieses nur installieren, wenn ihr das Gerät wieder mit eurer Apple ID verknüpft.

Screen 1

Merksatz: das System, welches beim Kauf des Macs kommt, ist an das Gerät gebunden, eure Käufe im App Store sind an euch gebunden. Schön doof, ich weiss. Ohne Apple ID-Eingabe ist dann keine Installation möglich – siehe Screenshot. Bei einer Neuinstallation oder einem Plattenwechsel kann dies egal sein, nicht aber beim Verkauf. Ihr könnt natürlich frisch installieren – auch mit eurer Apple ID: sollte der Neubesitzer allerdings mal seine Platte tauschen und die Internet Recovery in Anspruch nehmen wollen, dann kann er Probleme bekommen – schließlich ist kein aktuelles Betriebssystem mit seinem Apple-Konto verknüpft – ergo kein Download möglich.

Deshalb meine Vorgehensweise – muss von euch nicht adaptiert werden: sofern keine CDs zur Neuinstallation vorliegen, oder kein USB-Stick: selber einen anlegen! Auch für das Kaufsystem. Die Dinger kosten gar nichts mehr.  Nun genug des Vorgeplänkels: viele Wege führen nach Rom – mit der Problematik: man muss alle beachten. Denn wie ich oben beschrieb: es macht einen Unterschied, ob ihr ein Gerät mit dem gleichen OS X verkaufen wollt, mit dem es geliefert wurde – oder einem Gerät, welchem ihr in der Zwischenzeit ein Update verpasst habt.

Neu gekaufter Mac, wird mit gleichem System verkauft, wie geliefert.

Zwei Möglichkeiten: Komplett-Recovery via Recovery HD oder Internet, alternativ via USB-Stick. Habt ihr eine schnelle Leitung? Dann könnt ihr notfalls die Internet-Recovery nutzen, alternativ legt euch vor der Neu-Installation einen USB-Stick an. Von diesem könnt ihr auch installieren, geht schneller.

CMD + R drücken und ihr bekommt folgendes Bild zu sehen. Hier kann man sein System aus einem Time Machine Backup wiederherstellen, alternativ OS X neu installieren.

Neuinstall

 

Wer mag, der kann hier noch mit dem Festplattendienstprogramm eventuell vorhandene Partitionen blank machen. Dazu einfach das Programm aufrufen und die erste Partitionen wie gewünscht löschen.

Partlöschen

 

Danach wieder in das Hauptmenü, OS X neu installieren wählen und fertig. OS X wird problemlos und ohne Eingabe einer Apple ID installierbar sein. Solltet ihr aus irgendwelchen Gründen eine schlechte Internetanbindung haben, die Recovery HD auch beschädigt sein, dann empfiehlt sich der Einsatz des USB-Sticks.

USB-Variante: (sollte man eh immer liegen haben) 8 GB Stick besorgen und mit Lion Disk Maker einen Stick anlegen.

Diskmaker

 

Diskmaker2

Methode 1: man hat (vielleicht für andere Macs) das System eh gekauft und will den Stick erstellen: dann besorgt euch die benötigte InstallESD.dmg wie hier beschrieben. Methode 2: Ihr habt nur den einen Mac? Dann müsst ihr diesen Weg gehen.

Bootet ihr den Rechner mit angestecktem Stick, so könnt ihr auch diesen als Installationsmedium auswählen und Mac OS X installieren.

Neu gekaufter Mac, wird mit neuerem System verkauft, als geliefert.

Gleiche Vorgehensweise wie oben, allerdings sollte die Apple ID abgefragt werden. Sollte der neue Besitzer kein neues System haben, dann sieht es schlecht aus. Wie ich erwähnte: Das Betriebssystem ist auf das Gerät bezogen, der Softwarekauf auf euch. Sauerei, aber geht anscheinend nicht anders. Ihr könnt natürlich eure Apple ID bei der Überprüfung eingeben, dann kommt auch das neue System auf den Rechner.

Problem: bei eventueller Neuinstallation kann der Neukäufer nicht so vorgehen wie ihr, da er keine Lizenz erworben hat und die Prüfung also nicht vonstatten gehen wird. Was tun? Bei Freunden und Verwandten würde ich sagen: egal, man macht das so, bei ebay und Co zwingend nur das OS drauf, welches beim Kauf dabei war. Und eben jenes installiert ihr am besten mittels Stick, wie von mir beschrieben. Soll sich der Neukäufer halt für 23.99 Euro das neue System mit seiner ID kaufen, sollte auch kein Beinbruch sein.

Liest sich alles schrecklich kompliziert? Nicht wirklich. Egal ob Mac oder Windows; Vor- und Nachteile gibt es überall, das Einzige was euch stören könnte: dass ihr selber schlecht vorbereitet seid. Deswegen: ruhig mal immer einen USB-Stick in der Ecke liegen haben, der das System bootfähig intus hat, des Weiteren immer schön Backups machen!

Falls ihr beim der Mac-Recovery andere Erfahrungen gemacht habt, dann lasst ruhig hören, ich habe noch einmal für diesen Beitrag alle Schritte nachvollzogen.


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Über den Autor: caschy

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