IDC prophezeit für 2017 wieder mehr Wachstum im Smartphone-Markt

7. März 2017 Kategorie: Android, Apple, Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

2016 war für den Smartphone-Markt ein eher schwaches Jahr: Das sind natürlich Klagen auf hohem Niveau, denn immerhin wurde noch ein Wachstum von 2,5 % erreicht. Trotzdem handelte es sich dabei um das bisher niedrigste Wachstum des Marktes. Schenkt man den Analysten der IDC Glauben, soll 2017 wieder ein etwas stärkeres Jahr werden.

Die IDC kalkuliert jedenfalls für 2017 mit einem Wachstum von 4,2 %. 2018 könnte es dann sogar ein Wachstum von 4,4 % hageln. In Auslieferungsmengen bemessen, wären das 2017 ca. 1,54 Mrd. ausgelieferte Smartphones. Bis 2021 könnte jene Menge auf 1,77 Mrd. Einheiten anwachsen.

Was die Verteilung betrifft, rechnet die IDC hingegen mit keinen großen Schwankungen. 85 % der ausgelieferten Smartphones sollen mit Android bestückt sein. Apple soll nahezu den gesamten Rest mit iOS für sich einnehmen. Was Microsofts Windows 10 Mobile betrifft, so rechnen die Analysten damit, dass das Betriebssystem noch weiter in die Bedeutungslosigkeit abrutschen werde.

Im Bezug auf Android sagt die IDC zwar abnehmendes Wachstum voraus, aber trotzdem dürften die Auslieferungsmengen zumindest noch leicht zu- und nicht abnehmen. Als Triebfedern macht die IDC in diesem Bezug besonders das zunehmende Interesse der Kunden an Augmented und Virtual Reality aus.

Was Apple betrifft, so glaubt die IDC durch die beiden neuen Apple iPhone 7s / 7s Plus aber besonders das in der Gerüchteküche viel diskutierte Jubiläumsmodell – das iPhone 8 mit OLED-Bildschirm und eventuell speziellem Fingerabdruckscanner – an ein ordentliches Wachstum. 2016 musste Apple erstmals sinkende Auslieferungsmengen bei seinen Smartphones hinnehmen.

Laut IDC spüre man auch am Markt insgesamt noch nichts von zunehmenden Smartphone-Lebenszyklen. Stattdessen gebe es andere Trends. Beispielsweise wechseln in Märkten wie China viele Nutzer nun von Einstiegs- zu Premium-Geräten. Speziell der Markt für Phablets, also Smartphones mit großen Bilddiagonalen, werde immer wichtiger. Bis 2021 sollen jährlich ca. 680 Mio. Phabets ausgeliefert werden und für einen immer größeren Teil des Marktes stehen. Das dokumentiert dann auch die obige Grafik. Laut IDC geht der Trend ganz eindeutig immer stärker zu größeren Bildschirm jenseits der 5 oder sogar 5,5 Zoll.

Schlüsselt man die Vorhersagen der IDC nach Betriebssystemen auf, so wird Android sein Wachstum vor allem in Schwellenmärkten wie Osteuropa und bei Preisen zwischen 150 bis 200 US-Dollar pro Gerät erreichen. In Westeuropa und Nordamerika sollen Premium-Geräte weiterhin eine große Rolle spielen. Bis 2021 könnten zudem 91 % der ausgelieferten Android-Smartphones mit Bilddiagonalen von 5 Zoll oder mehr hantieren.

Apple soll mit seinen iPhones weiterhin den Löwenanteil in den USA und Westeuropa absetzen, aber auch China finde vermutlich laut IDC noch verstärkter Gefallen an den Smartphones aus Cupertino. So könnte es 2017 dann eben auch für Apple zu einem Wachstum von 4,9 % gegenüber 2016 kommen.

Und was war da noch… Ach ja, Windows Phone bzw. Windows 10 Mobile. Die Zahl der ausgelieferten Smartphones mit dem Betriebssystem von Microsoft könnte 2017 auf 1,8 Mio. Einheiten fallen – das entspräche gegenüber 2016 einem Absturz um 69,5 %. Aktuell fehlen Microsoft sowohl Partner, welche die Plattform unterstützen, als auch eine eigene, klare Strategie. Sollte Microsoft weiter so verfahren wie bisher, dürfte wohl klar sein, dass Windows 10 Mobile auf lange Sicht keine Zukunft hat.


Anzeige: Der neue Karriereservice von Caschys Blog in Kooperation mit Instaffo. Lass dich von Unternehmen finden. Jetzt kostenfrei anmelden!

Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 2264 Artikel geschrieben.