Ich gestehe: die offizielle Twitter-App ist nutzbar

9. Juli 2014 Kategorie: Android, Mobile, Social Network, geschrieben von: caschy

Was habe ich auf den offiziellen Twitter-Client geschimpft. Fast jedes Mal, wenn ich hier über mobile Clients schrieb. Aber eigentlich schimpfte ich nicht auf den Client, sondern auf die Praktik von Twitter, nicht gerade fair mit den Menschen umzugehen, die den Dienst zu dem machten, was man heute ist.twitter

Externe Entwickler sorgten mit ihren Apps sicherlich auch dafür, dass Menschen Clients ausprobierten –  den Dienst mehr nutzten. Twitter musste viel lernen und viel Know How einkaufen. Dennoch greifen frequente Nutzer oftmals nicht zum offiziellen Client, sondern zu Dritt-Apps. Ich denke, Twitter bereut die anfängliche Offenheit – neidisch schielt man auf Facebook oder Google+ – hier gibt es einfach keine Diskussion mit Dritt-Entwicklern.

Facebook hat seine App, in der Werbung ausgestrahlt wird, hier partizipiert kein anderer. Anders Twitter, externe Clients sehen eben keine Werbung – was für Twitter als Anbieter heißt: weniger Profit. Dennoch muss ich heute schreiben und zugeben: ja, der offizielle Twitter-Client ist nutzbar. Nein, ich fresse hier keine Kreide, noch bin ich auf einmal Fan der App – ich halte sie allerdings mit Feinjustierungen für mich als Alternative nutzbar, auch wenn Funktionen aus anderen Clients fehlen.

Als Fenix nicht funktionierte, griff ich als Fallback einmal zur offiziellen Android-App, hierbei setze ich persönlich derzeit auf die Alpha. Diese installierte ich, da die Benachrichtigungen korrekt auf der Smartwatch visualisiert werden. Bislang tauchte ich nicht wirklich tiefer in die Einstellungen der App ein. Alleine die Ansicht der Spalte Erwähnungen versetzte mich in eine Schreckstarre und löste in mir den Drang aus, das Smartphone zu verbrennen, an die Wand zu werfen oder die App zu beenden.

Doch nach meinem neuerlichen Versuch bin ich ein wenig geläutert. Ein Blick in die Einstellungen hat ergeben, dass man den meisten Nerv ausblenden kann und wahrscheinlich auch sollte. Nun gut, dies sind natürlich persönliche Vorlieben. Im Bereich der Mitteilungen bedeutete dies für mich, dass mich keine Retweets interessieren.

twitter-optionen

Das ist vielleicht schön, wenn der pfiffige Spruch oder der gute Blogpost einen Retweet erlangte, doch in meinem Stream der Mitteilungen möchte ich dies doch nicht haben. Jemand favorisiert meinen Tweet? Interessiert mich nicht, die letzten Sternchen gab es in der Grundschule. Neue Follower? Auch aus, da schaue ich bei Gelegenheit im Web rein. Warnungen? Empfehlungen? Neuigkeiten? Gar „anderes“? Alles ausgeschaltet. Ausschalten tut gut und sorgt dafür, dass ich in meinem Stream mit den Mitteilungen nur das sehe, was ich sehen möchte: Menschen, die mich in ihren Tweets erwähnen, etwas sagen – oder fragen. Kurzum: das geschriebene Wort, die Interaktion.

Die eingeblendete Werbung? Stört mich nicht. Die habe ich bei Facebook, in Gmail und auf etlichen Webseiten. Sicherlich – Funktionen, die man aus anderen Clients kennt, fehlen. Doch was ist dies genau? Das Stummschalten? Zumindest auf Nutzerbasis geht dies bereits, leider nicht auf Wortfilter.

Lange Rede, kurzer Sinn: wer lange keinen Blick in die offizielle Twitter-App warf, der sollte dies mal machen. Selbst wenn es nur eine Fallback-App sein sollte. In 90 Prozent der Fälle dürften Anwender damit halbwegs glücklich werden können.



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Über den Autor: caschy

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