iBeetle auf der Auto Shanghai 2013 vorgestellt

23. April 2013 Kategorie: iOS, Mobile, geschrieben von:

Die Integration von Smartphones und Technik wird für die Hersteller von Automobilen immer wichtiger, denn ein Auto wird – auch wenn viele Leute das immer behaupten – nicht nur aus Überzeugung oder aufgrund einer Marke gekauft. Menschen schauen sich auch an, wie sie ihre häufig genutzte Technik auch im Fahrzeug einsetzen können. Volkswagen versucht es nun einmal im Nachfolger des deutschen Kultautos Käfer, welches nun den speziellen Kunstnamen iBeetle trägt. Hierbei dürfte klar werden, welche Firma besonders gut mit dem iBeetle zusammenarbeitet.

Beetle

Das iPhone wird dabei künftig über eine eigens entwickelte App („Volkswagen Car Net The Beetle“) und eine Dockingstation in die Fahrzeugfunktionen des Beetle und Beetle Cabriolets integriert – es ist die erste Baureihe der Volkswagen Gruppe, in der das iPhone damit zum integrativen Bestandteil wird. Volkswagen wird gleich zwei Wege anbieten, die Schnittstelle zwischen iPhone und Beetle zu erwerben. Erstens: als optionales Ausstattungsfeature. Zweitens: als serienmäßiges Ausstattungsdetail des ebenfalls neu konzipierten iBeetle und iBeetle Cabriolet.

Die iBeetle-Sondermodelle sollen Anfang 2014 auf den Markt kommen. App, Dockingstation und iBeetle feiern ihre Weltpremiere auf der Auto Shanghai 2013, die noch bis zum 29.04.2013 stattfindet. Bereits im Frühherbst 2013 wird es die entsprechende Integration zudem für das iPhone 4/4S im Beetle und Beetle Cabriolet geben.

Die Integration des Ganzen? Die Dockingsstation sitzt mittig, in diese wird das iPhone geklickt. Generell sind alle iPhone-Funktionen im Beetle nutzbar; wer will, kann mit dem iPhone navigieren, natürlich via Freisprecheinrichtung telefonieren oder über den Verstärker und die Boxen der Audioanlage die Musik der Mediathek hören. Soweit nichts Wildes, das kann ich mit fast jedem Gerät erhalten, das Besondere dürfte bislang die App sein.

Wird die App gestartet, kann sie das iPhone mit dem Beetle verbinden („docked“), oder auch nicht („undocked“) – Fahrer oder Beifahrer entscheiden das. Schaltet sich das iPhone über die App und die Dockingstation in das Datennetz des Beetle ein („docked“), geht es los. Die App bietet ein Hauptmenü mit folgenden Funktionen:

  • „Spotify“
  • „Expert“
  • „Trainer“
  • „Reader“
  • „Postcard“
  • „Photo“
  • „Post“
  • „Milestones“

Über „Spotify“ lassen sich zum Beispiel neue Songs, individualisierte Playlists oder Online-Radiosender direkt auf das iPhone und damit in die Soundanlage des Beetle streamen. Wer es möchte, kann seine favorisierte Musik direkt an Freunde posten. Auch können die User im Beetle jederzeit zwischen „Spotify“ und „iTunes“ wechseln.

Im Menüpunkt „Expert“ bietet die App fünf Funktionen, die das iPhone zum erweiterten Bordinstrument des Beetle machen, wie man seitens Volkswagen mitteilt. Hier stehen ein G-Meter (zum Messen der Querbeschleunigung), eine Öl- und Wassertemperatur-Anzeige des Motors, eine Stopp-Uhr und ein Kompass zur Verfügung.

Über den „Trainer“ lassen sich die gefahrenen Zeiten, Distanzen und Verbrauchswerte zwischen zwei Zielen auf verschiedenen Routen miteinander vergleichen. Und auch hier können Tipps über Social Networks wie Twitter und Facebook gepostet werden – etwa welche Strecke zur Uni oder Arbeit schneller zum Ziel führt.

Der (Social) „Reader“ listet die aktuellsten Nachrichten von Social Networks wie Facebook auf. Zudem gibt es hier die praktische Funktion, sich die Nachrichten vom iPhone vorlesen zu lassen.

Eine ebenfalls kommunikative Funktionalität bietet „Postcard“. Per Touchscreen-Befehl sendet die App dabei die aktuelle Position des Beetle mit einem Landkartenmotiv als digitale Postkarte an Freunde. Absenderkennung: „Sent with the Beetle App“.

Ein Foto aus dem Innenraum des Beetle lässt sich mit der Funktion „Photo“ via Kamera des iPhone aufnehmen und an Social Networks verschicken. Einfach aktivieren und den Rest übernimmt die App. Absenderkennung auch hier: „Sent with the Beetle App“.

Im Modus „undocked“ steht der Menüpunkt „Milestones“ zur Verfügung. Hier belohnt die App die User mit virtuellen „Milestone-Stickern“ für den Beetle, wenn bestimmte Aufgaben erledigt worden sind. Die App führt so spielerisch durch das Spektrum der möglichen Anwendungen. Gamification im Auto – wer hätte das mal gedacht?

Soweit die Schnittstelle iPhone zum Beetle, welches eine Dock nebst App ist. Zukünftig freue ich mich auf universelle Docks und auch Apps, die nicht nur auf dem iPhone laufen. Vielleicht hat man ja ein Android-Smartphone. Dennoch: nette Idee, wenn es so funktioniert, wie in der Pressemitteilung angegeben. Und Autos der Zukunft? Die werden so etwas standardmäßig verbaut haben – mit Standardschnittstellen.


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