Huawei Mate 9 offiziell vorgestellt: Das steckt drin

3. November 2016 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

huawei_150x150Einen Schritt voraus – das ist der Claim, den sich Huawei ans Revers geheftet hat. Nun hat der Hersteller sein neues Smartphone auf einem Event in der bayrischen Landeshauptstadt München vorgestellt. Es hört auf den Namen Huawei Mate 9. Huawei macht es wieder einmal groß – das lässt Freiraum für kommende kleinere oder Lite-Ausgaben. Das Huawei Mate 9 ist satte 5,9 Zoll groß. Man setzt auf ein IPS-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und einer Pixeldichte von 373 ppi.

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Unter der Haube kommt – sicherlich für viele nicht überraschend – der neue Kirin 960 Octa Core zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eines der ersten SoCs, das neben vier Stromspar-Kernen auf Basis der Architektur ARM Cortex-A53 vier Kerne der neuen Reihe ARM Cortex-A73 einbindet.

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Als GPU dient dabei die Mali G71, welche die erste ARM-GPU auf Basis der neuen Bifrost-Architektur darstellt. Jene soll sowohl die Leistung als auch die Effizienz ankurbeln. Dabei entsteht der Kirin 960 im 16-Nanometer-Verfahren und taktet seine vier Cortex-A73-Kerne mit bis zu 2,4 GHz während die vier A53-Kerne auf bis zu 1,8 GHz kommen.

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Im Vergleich mit dem Kirin 950 soll die Leistung einzelner Kerne um 10 % gestiegen sein. 18 % Steigerung sollen es bei der Multi-CPU-Leistung sein. In GeekBench 4 erreicht der neue Kirin 960 Punktzahlen um die 2.000 Punkte im Single- und 6.400 Punkte im Multi-Core-Bereich. Vor allem die Speicherbandbreite soll dabei anderen SoCs überlegen sein.

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In Sachen Speicher setzt man auf 4 GB LPDDR4-RAM und 64 GB internen UFS 2.1-Speicher. Das dürfte für flotten Datentransfer sorgen. Da aber 64 GB für viele nicht ausreichend ist, gibt es noch die Unterstützung für eine microSD-Karte, sie darf bis zu 2 TB groß sein.

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Will man keine microSD-Karte nutzen, dann nimmt das Gerät eine zweite Nano-SIM auf. Verwalten muss das Ganze Android 7.0 Nougat, welches mit Huaweis Oberfläche EMUI in Version 5.0 ausgeliefert wird. Die wurde nicht nur verschlankt und optimiert, sie nutzt den gebotenen Platz nun auch besser aus.

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Huawei setzt auf einen 4.000 mAh starken Akku, der genug Dampf für 1,5 Tage haben meiner Nutzung haben sollte. Huawei setzt mit eigenem Netzteil auf Huawei Super Charge, wobei man rund 90 Minuten für eine volle Ladung einplanen muss. Da aber Akkus nach oben hin langsamer geladen werden, hat man schon nach ungefähr 50 Minuten satte 3.000 mAh geladen, was für die meisten sicherlich für Stunden Unabhängigkeit von der Steckdose bedeuten dürfte.

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Wie auch beim P9 hat man die Kamera in Zusammenarbeit mit Leica gefertigt. Leica ging 1986 aus der Ernst Leitz Wetzlar GmbH hervor, welche wiederum das Nachfolgeunternehmen des 1849 gegründeten Optischen Instituts ist.

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Die Hauptkamera besteht aus einer 20 Megapixel Monochrom-Cam, die mit der 12 MP starken RGB Cam eine Symbiose eingeht. Huawei und Leica setzen auf einen Hybrid-Autofokus, einen optischen Bildstabilisator, Hybrid-Zoom und 4K-Videoaufnahme, die ja vom Kirin 960 unterstützt wird. Hier möchte man sich in Sachen Qualität und Speicherverbrauch ausgewogen geben und setzt auf die HEVC-Komprimierung. Die Frontkamera ist 8 MP stark und kommt auch mit einem Autofokus daher.

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Was sich in nackten Zahlen natürlich vielleicht langweilig liest, ist dennoch eine spannende Sache. Huawei hat eine ordentliche Kamera-Software, die zwar teilweise aufgrund vieler Funktionen unübersichtlich wirkt, aber schnelle Presets auch für Nicht-Profis bietet. Hier bin ich mal gespannt, was das Mate 9 so kann für mich. Es geht mir persönlich nicht darum, mit welcher Kamera ich mit Profiwissen gute Fotos mache. Ich mag es, wenn ich sehr gute Fotos schon aus der Hüfte schießen kann. Das mochte ich schon beim Huawei P9 sehr.

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Ansonsten mit an Bord des Huawei Mate 9 das „Gängige“ bei Flaggschiffen: Bluetooth 4.2, WiFi nach 802.11 a/b/g/n/ac, NFC und -keine Standardausrüstung bei vielen – Infrarot. Für den Sound sorgen Stereo-Lautsprecher, entsperrt wird natürlich per Fingerabdruckleser. Diesen hat man noch einmal verbessert und natürlich lassen sich auch einige Aktionen mit ihm durchführen. So kann man per Fingertipp entsperren, Anrufe annehmen, Alarme stoppen, den Objektivverschluss bedienen, Fotos in der Galerie durchblättern oder das Benachrichtigungsfeld sichtbar machen. Was schade ist: Huawei setzt auf einen USB Type-C, dieser setzt aber lediglich die USB 2.0-Spezifikationen um. Bedeutet halt, dass die Daten über diese Schnittstelle nicht ganz so flott rüberkommen, wie gedacht.

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Huawei wird mehrere Varianten des Gerätes anbieten, welches bereits Mitte November im Handel sein soll. So wird es das Huawei Mate 9 in Grau und Silber geben, beide jeweils in einer Single- und in einer Dual-SIM-Ausgabe.

Auszug Technische Daten Huawei Mate 9
Display 5,9″ IPS, 1920×1080, 373ppi
Abmessungen und Gewicht 78,9 x 156,9 x 7,9mm, ca. 190 Gramm
Speicher: 64 GB UFS 2.1
Prozessor: Prozessor: Kirin 960 Octa-Core
Arbeitsspeicher 4 GB LPDDR4
Kamera: Hauptkamera: 20 MP Monochrom + 12 MP RGB Leica Dual-Kamera, 8 MP Frontcam
Videoaufnahme: 4K
Sonstiges: BT 4.2, IrDA, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, USB C-Anschluss
Akku 4.000 mAh
Betriebssystem: Android 7.0 mit Emui 5.0
SIM-Karte Nano-SIM (auch als Dual-SIM)
Lieferumfang: Huawei Mate 9, Ladegerät, USB-Kabel, Kopfhörer, Hülle, Schnellstartanleitung

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In einem ersten Ausprobieren machte das Huawei Mate 9 eine gute Figur. Man ist mit 5,9 Zoll natürlich in der Abteilung für Große oder zwei kleine Hände unterwegs, lässt sich meiner Meinung nach aber gut bedienen. Das Anfassgefühl war gut, die Verarbeitung sehr wertig. In einem kurzen Test lief das Betriebssystem auch sehr rund, was bei dieser Leistung unter der Haube aber auch keine Überraschung sein dürfte. Was das Gerät nun kann und wie es sich schlägt – sicherlich auch bald bei uns nachlesbar.

Der Preis des Gerätes wurde mit 699 Euro kommuniziert, sollte sich dahingehend etwas ändern, so bekommt ihr noch ein Update. Außerdem gibt es noch ein Porsche Design Mate 9, dazu in einem gesonderten Beitrag gleich mehr.



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