HTC 10 im Test: Ein starkes Flaggschiff als Rettungsanker für HTC?

22. Mai 2016 Kategorie: Android, Hardware, geschrieben von: Pascal Wuttke

HTC 10_1Es ist schon lustig, wie oft der Blitztod von HTC in den vergangenen Jahren durch die Presse getrieben wurde, wie das sprichwörtliche Schwein durchs Dorf. Zu wenig, zu schwach, zu langsam. Dies musste sich das Unternehmen aus Taiwan seit der Veröffentlichung des HTC One M8 immer wieder anhören. Doch als ehemaliger Nutzer eines HTC Desire HD war jedes Gerät danach eine Wohltat. Aber das ist meine persönliche Meinung. Diese hatte ich mir auch beim HTC One M9 gebildet und diese war gemischt.

Das Smartphone bot seinerzeit optisch nahezu keine Unterschiede zum Vorgängermodell, was den meisten schon sauer aufstieß. Unter der Haube wurde das M9 (unser Testbericht) natürlich stärker und auch die Kamera sollte besser werden, doch unterm Strich bereiteten beide Bereiche eher Probleme, welche die Freude an der Nutzung eines ansonsten guten Geräts ziemlich stark nach unten zog.

Doch siehe da, HTC ist noch nicht tot. Mit dem HTC 10 will man vieles verändern. Und da fängt man am besten mit dem Namen an. Vorbei die Ära „One“. Keine M-Typenbezeichnung mehr. Unnötiger Ballast wird abgeworfen und am Ende soll ein Smartphone überbleiben, das die Kunden wieder in Scharen anlockt. Doch reicht das HTC 10 dafür tatsächlich aus? Wir werden sehen.

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DAS STECKT IM HTC 10

– Display: 5,2 Zoll Super LCD 5 Quad HD bei 2.560 x 1.440 Pixeln (564 ppi)
– Prozessor: Qualcomm Snapdragon 820, Quad-Core 64 Bit, bis zu 2,2 GHz
– Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
– Speicher: 32 GB (23 GB verfügbar) – erweiterbar via MicroSD-Karte um bis zu 2 TB)
– Kamera: Rückseite 12 MP (Ultrapixel) mit Laser-Autofokus und TruTone-Blitz, ƒ/1,8, 26-mm-Brennweite / 4K-Videoaufnahme // Front: 5 MP, BSI-Sensor, ƒ/1,8, 1080p-Videoaufnahme
– Betriebssystem: Android 6.0.1 Marshmallow mit HTC Sense 8 UI
– Akku: 3.000 mAh (nicht austauschbar)
– Abmessungen: 145,9 x 71,9 x 9,0 mm, 161 Gramm
– Verbindungstechnologien: 4G LTE (bis 450 Mbit/s), WLAN 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 4.2, NFC, A-GPS, GLONASS, Beidou, DLNA, AirPlay, Miracast, USB-C für Laden und Datenaustausch
– Farben: Silber / Schwarz / Gold


HAPTIK UND OPTIK

Im Gegensatz zum Vorgänger, fallen optische Änderungen beim HTC 10 direkt ins Auge. Allen voran hat man die Rückseite abgeflachte Kanten, die dem Smartphone aus meiner Sicht mehr Grip verleiht, als noch beim HTC One M9. Die Kameraaussparung ist kleiner und rund geworden und direkt unter dem Blitz befindet sich ein neuer Laser-Autofokus, auf den ich später im Kamera-Teil etwas näher eingehe.

Wen die sichtbaren Antennenstreifen beim HTC One M7-M9 störten, wird auch hier leider feststellen müssen, dass diese noch vorhanden sind. Die Seitenbedienknöpfe sind nach wie vor rechts angeordnet und lassen sich dank einer durchgehenden Lautstärke-Wippe und eines gezackten Power-Knopfes nun leichter differenzieren.

Doch am auffälligsten ist die Front des HTC 10. Die beliebten frontseitigen Stereo-Lautpsrecher oben und unten sind verschwunden. Doch keine Angst, HTCs BoomSound-Feature ist nach wie vor mit an Bord, doch auch hierzu später mehr. Anstatt der Lautstärkeleiste unten, besitzt das HTC 10 nun einen Fingerabdruckscanner, der meiner Ansicht nach als „gut“ zu bewerten ist. Er ist schnell und tut, was er soll – nämlich euer Smartphone zusätzlich vor fremden Zugriffen schützen.

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Eine weitere Änderung ist, dass das HTC 10 keine Onscreen-Buttons mehr besitzt, sondern kapazitive Tasten im klassischen Stil. Links neben dem Fingerabdruck-Scanner gibt es einen Zurück-Button, rechts davon einen Menü-Button und der Scanner selbst fungiert als Home-Button. Die Platzierung unter dem Display hat natürlich den großen Vorteil, dass mehr Displayfläche zur Verfügung steht. Doch wirklich gut positioniert erschienen mit die Zurück- und Menü-Buttons nicht. Das variiert sicherlich zwischen verschiedenen Handgrößen und Fingerlängen, aber mit meinen Wurstfingerchen traf ich leider immer neben die Buttons, was mich häufig frustrierte.

Blickt man dem HTC 10 unters Röckchen, so findet man den zweiten Lautsprecher, ein Mikrofon und den neuen USB Typ-C Ladestecker. Der 3,5 mm Kopfhöreranschluss ist hingegen auf die Oberseite des HTC 10 gewandert.

Das Smartphone ist von 5,0 auf 5,2 Zoll in die Höhe gewachsen, was ein merkliches Umgreifen mit den Fingern zur Folge hat. Alles in allem liegt das Gerät aber trotz der Größe sicher in der Hand und ist tatsächlich noch mit etwas Feingefühl einhändig zu bedienen. Nicht nur größer, sondern auch einen ticken schwerer ist das HTC 10 geworden – wenn auch nur um 4 Gramm. Mit einem Gesamtgewicht von 161 Gramm solltet ihr euch allerdings keine Illusionen machen, dass es sich bei diesem Smartphone um ein Leichtgewicht handelt. Doch ich persönlich habe kein Problem mit schwereren Smartphones. Schließlich verleiht die Schwere dem Gerät eine gewisse Wertigkeit. Ein Briefbeschwerer ist es jedenfalls nicht. Fakt ist, das Gerät gefällt mir in der Haptik und der Optik sehr gut und macht mehr her, als sein Vorgänger.


DAS DISPLAY

Display konnte HTC meiner Meinung nach schon immer. Knackig scharf und die Farben lebhaft. So mein Eindruck der Vorgängermodelle des HTC 10. Und auch das neue Flaggschiff soll keine Ausnahme sein. Hat man sich beim HTC One M9 noch gegen den Auflösungswahn jenseits von Full HD gewehrt, so konnte man dem beim HTC 10 nicht mehr wiederstehen. Mit 2.560 x 1.440 Pixeln löst das HTC 10 auf – Quad HD also und das bei einer sagenhaften Pixeldichte von 564 ppi. Ich brauche an dieser Stelle wohl niemandem mehr sagen, dass dieses Display rasiermesserscharf darstellt.

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Im Vorfeld des Release hörte ich von einigen Nutzern, dass das Super LCD 5 Display des HTC 10 einen Gelbstich haben soll. Kann ich so nicht bestätigen. Lediglich kann man die Farbanzeige lebhafter oder normaler einstellen – ersteres hat eine wärmere Farbwiedergabe. Einige könnten dies als Gelbstich auslegen. Leider leidet das HTC 10 erneut an einer leichten Farbverwaschung, sobald man etwas schräger auf das Display schaut. Hier wirken die Farben leicht lila. Ein Punktabzug bei einem ansonsten unheimlich tollen Display.


DER AKKU

Eines der schwierigsten Themen bei einem Smartphone ist die Akkuleistung. Der Akku ist beim HTC 10 von vormals 2.840 mAh auf glatte 3.000 mAh angestiegen. Ein spürbarer Unterschied dürfte also nicht merkbar sein. Dennoch wirkte die Akkulaufzeit in der alltäglichen Nutzung ausreichend, was nicht zuletzt an den Software-Features zur App-Energieeinsparung (Stichwort: Doze) in Android Lollipop gelegen haben könnte. Hier kommen immer so viele Faktoren zusammen, die eure Akkulaufzeit von meiner unterscheiden. App-Installationen und -Nutzung sind hier zu nennen, genauso wie die Display-On-Zeit. Klar ist: Wer sein Smartphone viel nutzt, verbraucht auch entsprechend mehr Saft. An dieser Stelle setze ich die Captain Obvious Maske mal wieder ab.

Der hartgesottene Techie will sich aber nicht auf meine vage Aussage zur Akkuleistung verlassen. Verständlich. Dafür nutzen wir ja seit einiger Zeit bei uns hier im Blog den Akku-Benchmark „PCMark“, der eine Reihe an alltäglichen Nutzungsfaktoren simuliert (Videowiedergabe, Bilder rendern, Surfen im Netz, etc.). Dies juckelt die App von 100% solange durch, bis man bei einer Restlaufzeit von 20% angelangt ist. Die verbleibenden 20% rechnet man sich also mit hochkomplexer Mathematik zusammen. Fantastisch. Das Ganze wird bei einer manuellen Display-Helligkeit von 50% durchgeführt, das WLAN ist dabei genauso scharfgestellt, wie auch die Notifications. Die SIM-Karte wurde hingegen vorher entfernt.

HTC 10 Akkulaufzeit

Nach insgesamt 7 Stunden und 38 Minuten war das HTC 10 auf 20% Restleistung runter und nach 9 Stunden 33 Minuten komplett leergelutscht. Ein sehr guter Wert, der das HTC 10 glatt in unseren bisher getesteten Geräten auf die oberen Plätze hievt – knapp hinter Flaggschiffen wie dem LG G5 (unser Testbericht) oder dem Honor 7 (unser Testbericht). Nur mal als Gedächtnisstütze: Dem HTC One M9 ging nach gerade mal 6 Stunden 37 Minuten die Puste aus.


DIE PERFORMANCE

Die Performance war eines der Fokusthemen beim HTC One M9. Warum? Weil der Snapdragon 810 das Smartphone zum Handwärmer umfunktionierte und die Leistung des Octa-Core-Prozessors bei vielen Nutzern drosselte. Unschöne Sache. Wie sich das HTC 10 schlägt? Nun, die Handwärmer-Funktion ist immer noch vorhanden. Leider.

Drosselung? Schauen wir mal. Ich habe das HTC 10 durch den AnTuTu-Benchmark gehauen und erhielt einen Wert von 127925 Punkten. Ein relativ guter Wert, der das HTC 10 jedoch „nur“ auf den siebten Platz der AnTuTu-Rangfolge hievt – noch hinter das iPhone SE (Platz 5). Der zweite AnTuTu-Durchlauf drosselte das Smartphone schließlich auf insgesamt 119317 Punkte runter. Ein strammer Unterschied, doch es stürzt das HTC 10 nicht von Platz 7 runter.

Bemerkenswert ist zudem, dass HTC mit dem Snapdragon 820 an Bord keinen Octa-Core-Chip mehr beherbergt. Das HTC 10 besitzt nämlich „nur noch“ einen Quad-Core-Prozessor, der mit bis zu 2,2 GHz taktet. Macht sich im Alltagsgebraucht meiner Meinung nach aber nicht im geringsten bemerkbar und dank der 4 GB Arbeitsspeicher läuft der Hobel auch an allen Ecken und Enden flüssig. Dies dürfte auch mit den Software-Optimierungen unter Android 6 in Verbindung mit der neuen Sense 8-UI (hat mit der Netflix-Serie zu tun) zusammenhängen.

Erneut ein Beweis für mich, dass Benchmarks zwar einen Anhaltspunkt bieten, aber keine realistische Alltagssituation abbilden. Fragt man mich nach meiner Meinung zur Performance bei der Nutzung, so kann ich sagen: Toll! Macht Spaß und läuft rund. Da habe ich schlimmeres erlebt.


DIE KAMERA

Die Kamera war eine der größten Achilles-Fersen bei HTC One-Smartphones. Man versuchte der Menge durch den Marketing-Begriff „Ultrapixel“ eine recht schwache Kamera schmackhaft zu machen, was leider nicht wirklich gelingen wollte. Im vergangenen Jahr wurde die Hauptkamera mit 20 Megapixeln aufgewertet, doch das machte den Sensor der Kamera auch nicht sonderlich besser. Gelinde ausgedrückt war die Kamera des HTC One M9 eine mittelschwere Katastrophe mit unausgereifter Software.

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Die Kamera des HTC 10 hingegen wurde hinsichtlich der Megapixel von 20 auf 12 abgespeckt, dafür die Blende von ƒ/2,2 auf ƒ/1,8 vergrößert und die Brennweite um 1,8 mm verkürzt. Ergo: Das Objektiv des HTC 10 ist lichtstärker als das des Vorgängers.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Soweit die Theorie. Wie sieht die Praxis aus? Besser! Die Bilder sind sehr lebhaft und detailreich. Der Autofokus ist zudem ein großer Pluspunkt für das HTC 10, denn das Motiv wird schnell und relativ treffsicher scharfgestellt. Aber wo Licht fällt, da fällt auch Schatten – wortwörtlich. Denn selbst gute Lichtverhältnisse können gelegentlich ein Genickbruch für das HTC 10 sein. Soll heißen, dass die Bilder häufig um einiges dunkler herauskommen, als sie eigentlich sollten. Selbst leichtes Gegenlicht können am Ende ein viel zu dunkles Resultat bedeuten, das selbst der Auto-HDR-Modus nicht ausbügeln kann.

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Doch unterm Strich ist die Kamera für einen alltäglichen Schnappschuss mehr als ausreichend. Und wer die Zeit findet und sich die Mühe machen möchte – das HTC 10 hat auch einen manuellen Modus, der übersichtlich ist und viele Einstellungen bietet. Die Testbilder könnt ihr euch übrigens auch in Originalgröße anschauen.


DIE SOFTWARE UND DIE SACHE MIT DEM BOOMSOUND

HTC und die Sense UI. Der eine liebt die Benutzeroberfläche, doch viele eben nicht. Ich bin kein großer Fan im Allgemeinen von Custom-UIs, weshalb die erste Amtshandlung für mich in der Regel die Installation des Stock-Launchers von Google ist. Sense 8 ist definitiv leichtfüßiger geworden, doch große Unterschiede zu HTC Sense 7 konnte ich keine feststellen. Was positiv ins Gewicht fällt ist, dass relativ wenig Bloatware auf dem HTC 10 vorinstalliert ist.

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Boost+ ist ein RAM-Cleaner, der automatisch im Hintergrund eben den Arbeitsspeicher auf Vordermann halten soll. News Republic ist eine sehr beliebte Nachrichten-App, die an den Hub „Blinkfeed“ gekoppelt ist. Blinkfeed serviert quasi Inhalte wie News und Neuigkeiten aus dem Social Web mundgerecht aufbereitet direkt auf einen der Homescreens. Kann man mögen, muss man aber nicht. Glücklicherweise kann man Blinkfeed deaktivieren, auch wenn etwas umständlich.

HTC Sense bringt aber auch so seine Vorteile mit sich. Ein Beispiel ist die eingebackene Notifcations-Anzeige, die ich in iOS so zu schätzen weiß. Bedeutet, dass eine Zahl an der App anzeigt, ob und wieviele neue Benachrichtigungen vorliegen. Apps, die in der Schnellstartleiste liegen, können als Shortcut vom Lockscreen aus aufgerufen werden – ein weiteres nettes Feature. Ansonsten sind die Sonderfunktionen des HTC 10 abgespeckt worden, was ich persönlich als Vorteil sehe. Der neue Fingerabdruck-Scanner bringt nebst der Home-Button-Funktionalität auch eine Double-tap-to-wake-Funktion mit.

Der Infrarot-Sensor aus der HTC One-Serie ist verschwunden und das gesamte OS wirkt aufgeräumter und dichter dran an einem Stock-OS, als zuvor. Und wer den Standard-Stil der UI nicht mag, kann immer noch auf den HTC Store zugreifen, der nebst Themes auch Klingeltöne, Schriftarten und Wallpapers bereithält.

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Doch all der Kladderradatsch nützt nix, wenn die Software nicht mit der Hardware und dem Android OS abgestimmt ist. Und was soll ich noch sagen? Es ruckelt und zuckelt nichts beim HTC 10. Sense 8 + Android Marshmallow + potente Hardware machen einen Superjob und beweisen ein ums andere Mal, dass es nicht immer der Octa-Core-Prozessor sein muss, um eine gute Nutzererfahrung zu bieten. Good Job HTC.

Ein Wort noch zum BoomSound. HTC hat sich ja, wie ich einleitend erwähnte, für eine Umpositionierung der Lautsprecher entschieden. Als HTC damals die beiden nach vorne gerichteten Stereolautsprecher mit Dolby-Audio präsentierte, waren alle begeistert. HTC selbst rührte die Marketingtrommel damit, dass der Sound „richtig herum“ abgespielt wird und somit einfach besser klingt. Zur Erinnerung das Marketing-Video aus 2013:

Nun hat man sich beim HTC 10 plötzlich zugunsten des Fingerabdruckscanners entschieden, die Lautsprecher abzuändern. Stereosound gibt es immer noch, aber der untere Lautsprecher ist auf die Unterseite des Smartphones gewandert, wo er nur zu leicht verdeckt wird. Er soll für die tiefen Töne zuständig sein, während sich der Lautsprecher oben um die hohen Töne kümmert. Ich muss sagen, es klingt einfach nach Grütze. Die Hochtöne klirren und klingen wie durch eine Blechbüchse gezogen. Der Dolby Sound kommt überhaupt nicht mehr zur Geltung und der Sound wirkt einfach nicht mehr so voll, wie noch beim Vorgänger. Schade. Meiner Meinung nach hätte HTC das an sich schicke Gerätedesign eventuell vorab doch noch mal überdenken und den Fingerabdruckscanner beispielsweise auf die Rückseite verlagern und auf die physischen Buttons auf der Front verzichten sollen. So macht BoomSound keinen Spaß mehr.


FAZIT

Trotz des zu Grabe tragens der ikonischen BoomSound Lautsprecher muss ich sagen, dass mich das HTC 10 positiv überrascht hat. Man hat die Stellschrauben an den richtigen Positionen angesetzt und die Fehler des Vorgängers ausgemerzt. Die Akkulaufzeit war beim HTC One M9 mit 6 Stunden und 37 Minuten katastrophal. Das HTC 10 bietet gut 3 Stunden mehr auf der Uhr. Daumen hoch. Die Wärmeentwicklung ist beim HTC 10 nach wie vor da, aber bei weitem nicht so schlimm wie beim Vorgänger. Die Kamera hat kleine Problemchen, ist aber tatsächlich um Längen besser, als vorher. Und wohlgemerkt: In der Zwischenzeit gab es bereits ein Software-Update, welches Verbesserungen für die Kamera mit sich bringen sollte. Dieses konnte ich für den Test jedoch nicht mehr berücksichtigen. Ich bin mir aber sicher, dass HTC die angesprochenen Kinken ausbügeln wird.

Unterm Strich bleibt ein sehr gutes Android Smartphone, welches meinen Glauben an HTC wiederhergestellt hat. Es läuft rund, zuverlässig und macht tatsächlich Spaß. In meinen Augen also ein sehr starkes Flaggschiff, mit kleinen Schwächen, die mich von einer Kaufempfehlung nicht abschrecken würden. Ich bin gespannt, ob sich HTC berappelt, auch wenn ich der Meinung bin, dass das HTC 10 als Lebensretter um mehr als ein Jahr zu spät kommt.


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Über den Autor: Pascal Wuttke

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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