Hopscotch für iPhone vorgestellt – Kids lernen Programmieren ohne Kommandozeile

27. Mai 2016 Kategorie: Internet, iOS, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Hopscotch_LogoWer sich das erste Mal ins Reich der Programmierung wagt, der weiß meist noch nicht einmal, wo er anfangen soll nach Tutorials und DIY-Videos zu suchen. Zu zahlreich sind die Angebote im Netz und auch im realen Umfeld, als dass es Einem einfach gemacht würde. Gerade Kinder verstehen noch weniger, warum die Programmierung so derart umfangreich und unzugänglich sein muss. Für diese wurde Hopscotch 2013 für das iPad entwickelt und nun auch endlich für das iPhone umgesetzt.

Hopscotch ist im Sprachgebrauch nichts geringeres als das hierzulande bekannte Hüpfspiel „Hinkepinke“, „Hüpfekästchen“ oder auch „Himmel und Hölle“. Das simple Spielprinzip ist genau der Aspekt, den man für die gleichnamige Programmierumgebung als Grundkonzept erdacht hat: Der einfache Zugang zur Programmierung auf spielerische Weise.

Die Gründerinnen, Jocelyn Leavitt und Samantha John, haben es sich zum Ziel gemacht, Kindern, aber auch älteren Neueinsteigern im Thema, die Angst vor Codezeilen und Synthaxfehlern zu nehmen. Das größte Problem bei bisherigen Ansätzen war es, so Leavitt, dass man immer zwei Dinge erlernen musste. Zuerst die generellen Grundlagen und Zusammenhänge der Programmierung, damit man überhaupt in der Lage war, logische Konzepte zu erstellen. Als Zweites nennt sie die Komplexität der unterschiedlichen Sprachen. Man muss erst einmal begreifen, wie die einzelnen Bausteine einer Programmiersprache zusammengreifen, damit man diese auch bedienen kann. Funktioniert der Code mit einem Mal nicht, so steht die Frage im Raum, ob es an der generellen Logik der Idee hapert oder aber ob man lediglich ein Semikolon vergessen hat.

Die App lässt den Benutzer zuerst eine Form wählen und im Anschluss wird entschieden, was mit dieser Form im weiteren Verlauf passieren soll. Verändert sie die Form, ändert sich die Farbe von rot auf grün?  Wenn man ausreichend Zeit investiere, dann ließe sich so gut wie jede App im App Store damit erstellen, so Leavitt.

Scratch Blocks – Google und MIT haben Ähnliches wie Hopscotch in petto

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die aus der Kooperation von Google und des MIT (Massachusetts Institue of Technology) hervorgegangene Umgebung „Scratch Blocks“. Hier werden unterschiedlche Bausteine vertikal und horizontal kombiniert, um so Step-By-Step an die Programmierung herangeführt zu werden. Vom MIT kam die seit 2007 bestehende Programmiersprache „Scratch“, die vor allem für Kinder und Jugendliche ausgelegt wurde. Google steuerte seine eigene Programmiersprache „Blocky“ bei, die das Prinzip der Bauklötze lieferte. Auch hier liegt das Augenmerk der Entwickler eindeutig auf einem jüngeren angesprochenen Personenkreis. Eine Developer Preview von Scratch Blocks wurde auf der diesjährigen I/O vorgestellt.

scratchblocks

(Quellen: Hopscotch – Wired  /  Scratch Blocks- Google Developers Blog)


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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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