Honor 9 im Test: Shine on you crazy diamond

2. Juli 2017 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

Honor hat am Dienstag in Berlin das brandneue Honor 9 vorgestellt. Gut, ganz brandneu ist es nicht, denn vor ca. zwei Wochen feierte es bereits in China seine Premiere. Außerdem ist noch etwas anderes beachtlich: Das Honor 9 weist „kleine“ Ähnlichkeiten zum Huawei P10 auf, kostet aber mit 399 Euro, wenn ihr den aktuellen Cashback mitnehmt, doch eine Ecke weniger. In Berlin konnte ich ein Testmuster ergattern und habe mich die letzten Tage mehr als eifrig mit dem neuen Smartphone beschäftigt.

Bereits als ich das Gerät im Zug von Berlin nach Kiel erstmals aus dem Karton entnommen habe, wurde mir klar: Den Look der Rückseite hob Honor auf dem Launch-Event durchaus zurecht hervor. Ich kenne auch das Honor 8 in Sapphire Blue und empfand schon jenes als schick. Das Honor 9 macht jedoch in Glacier Grey, das in der Praxis für mich persönlich eher silbern wirkt, einen noch edleren Eindruck. Die Verlagerung des Fingerabdruckscanners an die Vorderseite wertet die Rückseite des Smartphones jedenfalls optisch deftig auf.

Für die Usability sehe ich das übrigens anders: Ich bevorzuge Fingerabdruckscanner an der Rückseite: Zeigefinger auf den Button, entsperrt und gut ist. Ich muss nicht umgreifen und finde das einfach „natürlicher“. Aber da wird jeder seine eigene Auffassung vertreten. Bevor ich euch hier weiter mit Einzelheiten aus meinem bisherigen Alltag mit dem Honor 9 zutexte, sind hier erst einmal die technischen Eckdaten in der Übersicht.

Honor 9 - Technische Daten
Display: 5,15 Zoll, 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 3D Curved Glass
Abmessungen und Gewicht: 147,3 x 70,9 x 7,45 mm, Gewicht: 155 Gramm
Speicher: 64 GByte Speicher, erweiterbar via microSD
Prozessor: Kirin 960, Octa-Core, viermal 2,4 und viermal 1,8 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GByte
Kamera: Dual-Kamera mit 12 (RGB) + 20 (monochrom) Megapixeln (f/2.2)
Videoaufnahme: 4K
Front-Kamera: 8 MP Frontkamera (f/2.0)
Akku: 3.200 mAh Akku (fest verbaut)
Betriebssystem: Android 7.0 Nougat mit EMUI 5.1
Schnittstellen: USB Typ-C, 3,5-mm-Audio, Wi-Fi 802.11 ac, Dual-SIM, 4G LTE, Bluetooth 4.2, Infrarot-Blaster, NFC
Weiteres: Fingerabdruckscanner, Metallrahmen, Schnellaufladung, erhältlich in den Farben Glacier Grey, Sapphire Blue und Midnight Black

Im direkten Vergleich mit dem Honor 8 hat sich vor allem in den Details etwas getan: Schnellerer Prozessor, der Kirin 960 befeuert auch das Huawei P10 und das Honor 8 Pro, verbesserte Kamera und besagte Verlagerung des Fingerabdruckscanners an die Vorderseite. Das erinnert, genau wie die Dual-Kamera, bei der in erster Linie das Leica-Branding fehlt, beides frappierend an das P10. Das ist aber nicht unbedingt etwas Schlechtes, sondern spricht eher für das Honor 9.

Im Rahmen des Tests werde ich mir nun zunächst mit euch den Bildschirm und die allgemeine Verarbeitung genauer anschauen, anschließend einen Benchmark-Parcours mit 3DMark, AnTuTu, Geekbench 3, GFXBench und PCMark starten, dann auf die Qualitäten von Haupt- und Frontkamera eingehen, noch die Akkulaufzeit unter die Lupe nehmen um anschließend auf ein paar Besonderheiten einzugehen, die mir aufgefallen sind.

Display und Verarbeitung

Der Bildschirm des Honor 9 wurde auf dem Launch-Event in Berlin kaum angesprochen. Kein Wunder, denn im direkten Vergleich mit dem Honor 8 scheint alles beim Alten geblieben zu sein: Erneut sprechen wir hier über ein Smartphone mit IPS-Display mit 5,15 Zoll Diagonale und 1.920 x 1.080 Bildpunkten als nativer Auflösung. Wie sieht es denn in der Praxis aus? Sascha erklärte ja damals, dass die automatische Helligkeitsregelung bei ihm immer recht hoch wanderte, was ihm zusagte. Ich hingegen bin ein sehr lichtempfindlicher Zeitgenosse, der die Helligkeit bei Fernsehern, Monitoren, Notebooks und eben Smartphones meistens manuell nahe ans Minimum bugsiert.

Entweder Honor hat hier beim Honor 9 im Vergleich mit dem Honor 8 an den Einstellungen gedreht oder ich bin generell mehr in düsteren Umgebungen unterwegs als Sascha: Bei mir verblieb die automatische Helligkeit in Innenräumen fast immer unter 50 % – und es reichte aus. Manuell nachregeln musste ich nicht unbedingt, mir war der Bildschirm nie zu dunkel, aber auch selten zu hell. Die Lesbarkeit bleibt bei direkter Sonneneinstrahlung erhalten und ich empfand das Display als sehr leuchtstart – wie gesagt, bedenkt aber, dass ich zu den lichtempfindlichen Zeitgenossen gehöre, wenn es um Bildschirme jeglicher Couleur geht.

Sascha nannte beim Honor 8 die Spiegelungen als Problem. Gut, auch das Honor 9 spiegelt – allerdings auch nicht stärker als mein eigenes LG G6. Was die allgemeine Verarbeitung betrifft, komme ich nicht umhin nochmals das edle Design der Rückseite zu erwähnen: Da die Kameralinsen nicht herausstechen und unter dem Glas sitzen sowie der Fingerabdruckscanner nun vorne platziert wurde, hat man eine ebene Oberfläche. Das macht optisch und haptisch enorm was her. Seien wir einfach ehrlich: Die Rückseite des Honor 9 ist todschick. Doch nun kommt das große „Aber“, das auch schon für das Honor 8 galt: Ihr seht einfach jeden Fingerabdruck. Der edle Look hält also immer nur solange, bis ihr das Mikrofasertuch beiseite legt und das Smartphone ins Patschehändchen nehmt.

Da sind mir persönlich unempfindlichere Geräte, wie etwa das von mir lange genutzte Huawei nova Plus, in diesem Bezug lieber. Durch das stark reflektierende Glas wird das Honor 9 nicht nur zum Light Catcher, sondern auch zum Fingerprint Catcher. Letzten Endes wird es also im Alltag für die meisten von euch darauf hinauslaufen, dass das schöne Design meistens von einer Schutzhülle verdeckt wird. Dazu würde ich auch raten, da das Honor 9 Stürze kaum überstehen dürfte: Glas an Vorder- und Rückseite ist nicht das widerstandsfähigste Material, wenn es zu Boden plumpst. Da hatte das aus der Mode gekommene Polycarbonat mit seiner dämpfenden Wirkung eben doch Vorteile – selbst gegenüber Metallgehäusen. Metall bzw. Aluminium kommt hier übrigens für den Rahmen zum Einsatz.

Leistung

Ich habe das Honor 9 durch mehrere Benchmarks bugsiert – allerdings erwarten euch keine großen Überraschungen, denn wir alle kennen den SoC Kirin 960, auch in Kombination mit 4 GByte RAM, ja bereits aus dem Huawei P10. Trotzdem sind die Ergebnisse, wir beginnen bei A wie AnTuTu, beim Honor 9 größtenteils etwas höher. Das wurde wohl auch an der Software etwas geschraubt.

Vergleich gefällig? Bitte schön.

Das Honor 9 steht also in der Leistung, zumindest in AnTuTu, zwischen einem ZTE Axon 7 und einem Xiaomi Mi 5s. Da kann man es sich durchaus gemütlich machen.

Spannend wurde es in Geekbench 4.1.0: Denn das Compute-Benchmark stürze interessanterweise jedes Mal ab. Auch mehrere Neustarts halfen nicht aus. Deswegen kann ich aktuell leider kein Ergebnis liefern. Die Punktzahlen aus dem Single- und Multi-Core-Test erseht ihr oben. Speziell in der Multi-Core-Leistung ist der Kirin 960 nach wie vor ein hervorragender Chip.

In 3DMark kommt es zu obigem Ergebnis, das dann etwas schlechter ausfällt, als bei Konkurrenzmodellen. Da kommt die GPU offenbar an die Grenzen. Speziell in 3DMark bzw. „Sling Shot Extreme“ wurde das Honor 9 übrigens ziemlich warm. Im Winter sicher eine feine Sache, aber beim Dauergaming etwas Besorgnis erregend. Probleme traten während meiner Testphase aber glücklicherweise trotz der Abwärme nicht auf.

GFXBench versorgt uns mit obigen Ergebnissen. Betrachtet man den Test „Car Chase“ so entspricht die Leistung des Honor 9 laut GFXBench-Vergleich in etwa der eines Motorola Moto Z oder, was zu erwarten gewesen ist, der Power des Huawei P10.

Sind das Ergebnisse, die euch zufriedenstellen? Synthetische Benchmarks sind ohnehin nur ein Aspekt, wichtiger ist, wie sich das Smartphone im Alltag schlägt: Und da dürfte es so gut wie jedem Nutzer, selbst Gamern, derzeit schwer fallen das Honor 9 an seine Grenzen zu treiben. EMUI 5.1 läuft dabei butterweich, Apps starten blitzschnell und auch der Wechsel zwischen den Anwendungen ließ mich sogar eher staunen, denn mir kam mein LG G6 subjektiv langsamer vor.

Das Honor 9 dürfte also selbst den anspruchsvolleren Nutzern unter euch im Alltag viel Spaß bereiten, wenn es um Leistung geht. Lediglich wer lieber 6 GByte RAM verwenden möchte, muss leider auf einen Import schielen – oder zum Honor 8 Pro greifen.

Die Kameras

Das Honor 9 arbeitet mit ähnlichen Kameras wie das Huawei P10: Für die Rückseite kommt eine Dual-Hauptkamera mit 12 + 20 Megapixeln zum Einsatz. Der optische Bildstabilisator des P10 fehlt zwar, dafür kann man einen verlustfreien, zweifachen Zoom verwenden. Auf der Rückseite prangt dann auch direkt ein Hinweis auf jenen „Dual Lens Hybrid Zoom“. Außerdem bringt das Honor 9 einen Portraitmodus mit, der softwarebasiert Bokeh simuliert. Das können sowohl die Haupt- als auch die Frontkamera. Die Ergebnisse seht ihr vor allem in meiner zweiten Galerie.

Doch bevor ich lange herumschwafele, lasse ich die Bilder, welche ich mit dem Honor 9 geknipst habe, für sich sprechen. Ich habe dabei stets mit den automatischen Einstellungen gearbeitet und nicht manuell herumgefummelt. Das dürfte wohl auch am alltagsnächsten sein, denn die meisten Smartphone-Knipser wollen nach meiner Erfahrung rasch in die Kamera-App, draufhalten und möglichst unkompliziert ein vorzeigbares Ergebnis erhalten. Und das kann das Honor 9.

Wie ihr seht, kommen wirklich schöne Bilder heraus. Probleme sehe ich darin, dass die Kamera leicht dazu neigt Kontraste zu sehr aufzublasen, wodurch Details in sehr hellen oder dunklen Bildbereichen absaufen. Da muss man etwas vorsichtig sein beim Knipsen. Auch neigt die Software relativ schnell zu aggressiver Nachschärfung, wie ihr auf den Bildern mit vielen Blättern besonders gut erkennen könnt.

Sonst gibt es aber wenig zu meckern: Die Fotos sind sehr kontrast- und detailreich und speziell bei viel Sonnenlicht ohne große Fotografiekenntnisse super vorzeigbar. Ich war jedenfalls von der Dual-Kamera beim Herumlaufen und Knipsen in meiner Heimatstadt Kiel sehr angetan.

Die Frontkamera gefiel mir ebenfalls sehr, hier macht auch der Portraitmodus durchaus Spaß. Manchmal wird das Ergebnis aber auch nicht so natürlich, wie man das gerne hätte. Etwa hatte die Software mit meinen strubbeligen Haaren teilweise Probleme: Manchmal wurde ein Teil der Haare mit weichgezeichnet, manchmal umgekehrt ein Teil des Hintergrund nahe meinen Haaren versehentlich mit scharf gehalten. Ihr seht zudem auf dem letzten Bild einmal was geschieht, wenn man den Verschönerungsmodus der Kamera-App auf Maximum ballert. Kommt im Wachsfigurenkabinett oder im nächsten CGI-Animationsfilm super an.

Die Kamera-App hat auch noch viele weite Features, etwa für Panorama, Weite Blende, RAW-Aufnahmen und auch einen Profi-Modus, in dem ihr dann bei den ISO-Werten, Weißabgleich und Co. selbst herumwerkeln dürft. Auch etliche Filter könnt ihr auf Wunsch direkt hinzuschalten und seht die Ergebnisse  in einer Live-Vorschau. Diese Vielseitigkeit beeindruckt für ein Smartphone dieser Preisklasse und dürfte der jugendlichen Zielgruppe definitiv zusagen.

Akkulaufzeit

Beginnen wir mit einem synthetischen Test. Ich habe das Honor 9 mit angeschaltetem Wi-Fi und auf 50 % festgelegter Helligkeit stundenlang durch PC Mark bzw. den Work 2.0 Akkutest rödeln lassen. Bei diesem Benchmark wird die Laufzeit ermittelt, indem allerlei Anwendungsszenarien durchgespielt werden, während der Bildschirm die ganze Zeit aktiv bleibt. Zu Anfang beträgt die Ladung 100 % und sobald nur noch 20 % verbleiben, endet das Spielchen.

Nun kann man natürlich ein bisschen herumrechnen und wird zu dem Ergebnis kommen, dass bis zur kompletten Entladung am Stück eine Laufzeit von etwa acht Stunden und 45 Minuten das Ergebnis ist. Beim Honor 8 kamen noch längere Laufzeiten heraus, hier muss man also zur Abwechslung Abstriche in Kauf nehmen. Allerdings sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen: Wie ich schon im Abschnitt zum Display schrieb, scheint die Helligkeit des Bildschirms beim Honor 9 grundlegend anders eingestellt zu sein, als noch beim Honor 8. Was also beim Honor 9 50 % Helligkeit sind, scheint nicht den 50 % Helligkeit des Honor 8 zu entsprechen.

Ohnehin ist das Ergebnis natürlich synthetisch: Auch hier ist zu beachten, dass die Ergebnisse aus dem Akkutest in PC Mark Work 2.0 sich nicht zwangsweise 1:1. auf euren Alltag übertragen lassen. Wie gesagt, stelle ich z. B. die Helligkeit grundsätzlich relativ niedrig ein – das spart Akku. Dafür höre ich mit dem Phone meistens über Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Musik. Viele Faktoren beeinflussen die Akkulaufzeit – wie oft ihr GPS aktiviert, Games zockt, Videos schaut, etc. Ich kam mit dem Honor 9 gut über den Tag und musste es auch nicht zwangsweise jeden Abend aufladen.

Sonstige Anmerkungen

Das Honor 9 ist für heutige Verhältnisse ein eher kompaktes Smartphone: 5,15 Zoll wären vor einigen Jahren noch exorbitant gewesen, sind in Zeiten der Flaggschiffe mit Diagonalen von 5,7 Zoll und mehr aber eher moderat. Das Honor 9 ist also eher etwas für diejenigen unter euch, die ein relativ kompaktes Smartphone mit hochwertiger Technik suchen.

Außerdem ist das Honor 9 ab Werk mit ziemlich viel Bloatware vollgepackt: Booking.com, eBay, Instagram, Facebook, TripAdvisor, Runtastic Results, Asphalt Nitro, Dragon Mania, Disney Kingdoms, Spider-Man: Ultimate Power, Assassin’s Creed Unity und Little Big City 2 sind allesamt bereits auf dem Honor 9 vorinstalliert. Klar, Facebook und auch andere der Apps nutzen vermutlich ohnehin viele Käufer, aber ob man das Smartphone direkt ab Werk damit zugeknallt haben will, ist eben so eine Sache. Natürlich muss Honor aber irgendwie auch zu dem attraktiven Preis des Honor 9 gelangen – und da helfen solche Partner eben aus. Die Apps lassen sich zudem natürlich auf Wunsch deinstallieren.

Zu EMUI 5.1 muss ich wohl nicht mehr viel sagen, denn wir haben den Überzug von Huawei und Honor schon in einigen Tests besprochen. Ich persönlich mag die Oberfläche – zumal mittlerweile auch ein App-Drawer zuschaltbar ist. Ihr habt es euch vermutlich bereits gedacht, dennoch sei es der Vollständigkeit halber erwähnt: Der Fingerabdruckscanner des Honor 9 arbeitet absolut zuverlässig und auch sehr schnell. Kennt man von aktuellen Geräten aber im Grunde auch gar nicht mehr anders.

Außerdem bindet das Honor 9 einen Infrarot-Blaster ein, wenn ihr das Smartphone also gerne wie eine Universalfernbedienung nutzen wollt – funktioniert! Wollt ihr hingegen auf die Dual-SIM-Funktion zugreifen, müsst ihr euch wie so oft entscheiden: Entweder ihr nutzt zwei SIM oder eine SIM plus Speicherkarte. Tja und man sollte es kaum glauben: Auch Telefonieren ist mit dem Honor 9 möglich – klappt gar fabulös und beide Gesprächspartner verstehen sich akustisch.

Fazit

Mein Eindruck? Das Design des Honor 9 finde ich edel – die schnörkellose Rückseite ohne herausstehende Kamera oder Fingerabdruckscanner wirkt extrem elegant und modern – zieht aber leider Fingerabdrücke magisch an. Was das Design aufwertet, schadet zudem aus meiner Sicht der Ergonomie: Fingerabdruckscanner an der Rückseite, wie noch beim Honor 8, sind meiner Meinung nach im Alltag leichter bzw. ohne Umgreifen bedienbar. Dafür fungiert der Scanner immerhin auch als Homebutton und es gesellen sich links und recht kapazitive Tasten für den App-Switcher sowie Zurück hinzu, die ihr sogar miteinander vertauschen könnt. Das ist super, denn ohne Software-Buttons bleibt mehr vom Bildschirm erhalten.

Letzterer wurde zwar gegenüber dem Honor 8 nicht wirklich optimiert, dafür zieht die Kamera fast mit dem P10 gleich. Wer gerne Fotos knipst, aber nicht das Geld für ein Smartphone-Flaggschiff auf den Tisch legen will, wird in der oberen Mittelklasse schwerer besser fündig als beim Honor 9. Speziell bei Portraits mit Bokeh lässt sich hier einiges herausholen. Auch die Leistung weiß zu überzeugen: Im System läuft alles rund, Apps starten pfeilschnell und Gaming ist dank Kirin 960 und 4 GByte RAM kein Problem – genügend Bloatware Games sind ja auch zum Testen vorinstalliert.

Der Akku dürfte zwar etwas länger durchhalten, aber sonst fällt es mir schwer echte Minuspunkte beim Honor 9 aufzustöbern. Ich finde das Design und auch die neue Farbe Glacier Grey wirklich toll, eine Schutzhülle ist aber wohl aufgrund des Glases an Vor- und Rückseite Pflicht. Was Sascha letztes Jahr über das Honor 8 sagte, muss ich also im Grunde wiederholen: Wer ein Smartphone für 400 Euro sucht und auf eine gute Kamera Wert legt, der sollte das Honor 9 meiner Meinung nach ganz scharf im Blick behalten.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei
Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich
eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das
erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto
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André hat bereits 2538 Artikel geschrieben.