Heute ist „Safer Internet Day“ – BSI klärt über Ransomware auf

9. Februar 2016 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von: André Westphal

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Heute ist der „Safer Internet Day“, was das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Anlass nimmt abermals vor Ransomware zu warnen. Die Verbreitung derartiger Software erhöht sich und mittlerweile sind einige Maschen ziemlich geschickt. Erst im November war beispielsweise eine neue Version von Cryptowall aufgetaucht. Ransomware macht die Daten eines PCs beispielsweise durch Verschlüsselung unbrauchbar – der Besitzer soll zur Freigabe seiner Daten an anonyme Erpresser folglich ein schönes Sümmchen rausrücken.

Auf PCs aber auch mittlerweile mobile Endgeräte kann Ransomware durch das Öffnen unbekannter Dateianhänge oder auch infizierte Websites gelangen. Betroffen sind nicht nur Privatanwender, sondern auch Firmen. Letztere erhalten z. B. mittlerweile zum Teil bei Stellenausschreibungen Fake-Bewerbungen, denen dann schädliche Dateien anhängen. Da man bei Bewerbungen üblicherweise Lebenslauf, Zeugnisse und Co. anhängt und Absender und Empfänger sich nicht kennen, ist hier für die Erpresser die Chance größer, dass ein nichtsahnender Personaler schädliche Dateien öffnet. Da hilft nur eine vernünftige IT-Sicherheit.

cryptowall willkommen

Das BSI rät davon ab auf die Forderungen nach Lösegeld einzugehen. Oft würden die Dateien und Programme nämlich auch nach der Zahlung nicht wieder freigegeben. Sinnvoller sei es, Bilder von der Erpressungsnachricht zu erstellen und möglichst alle Informationen an die Polizei weiterzugeben bzw. Anzeige zu erstatten. Die Chance, dass man seine Daten ohne Weiteres zurückerhält, sind jedoch gering. In der Regel sollte man also lieber präventiv agieren und möglichst regelmäßig Sicherungen erstellen und Daten auf externen Datenträgern oder in der Cloud als Kopien speichern. Eine weitere Möglichkeit das Schlimmste zu verhindern, ist regelmäßig Sicherheits-Updates aufzuspielen und seine Programme auf dem neuesten Stand zu halten.

Klar sollte auch sein, dass man E-Mails von unbekannten Absendern mit auffälligen Anhängen sofort löscht und bei Hinweisen über angebliche Kontoprobleme bei Amazon oder PayPal nicht unbesehen irgendwelchen Links folgt. Techies passiert das vermutlich eh nicht so schnell wie Laien, gerade letztere sollen aber auch durch den Safer Internet Day auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht werden.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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