Mehr als heiße Luft: Dyson Pure Hot+Cool Link

19. Dezember 2016 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von: caschy

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dysonSeit einigen Wochen teste ich hier den Dyson Pure Hot+Cool Link. Hierbei handelt es sich um die baulich kleine, aber in Sachen Funktionen „große“ Lösung von Dyson, denn im Vergleich zu den aktuellen anderen Geräten ist hier alles mit drin. Heißt: Ventilatorfunktion, Heizfunktion mit Thermostat, Focus- und Verteilfunktion, Automatischer Reinigungsmodus, HEPA-Filter mit Glasfasern und Aktivkohleschicht, Gerätesteuerung mit Dyson Link App, Fernbedienung, Kippfunkunktion und Höhenverstellbarkeit.

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Funktionell also ähnlich dem Pure Cool Link Luftreiniger, aber dafür mit Focus- und Verteilfunktion und Heizfunktion mit Thermostat. Dyson hat für seine Smart Home-Geräte eine App, mit einem Konto kann man alles bedienen. Die App taugte damals schon, da können sich einige eine Scheibe von abschneiden. Das Einbinden neuer Geräte ist schnell geschehen bei Dyson, WLAN-Knopf am Gerät drücken, via Smartphone verbinden und einrichten. Fertig. Alternativ steht auch eine Fernbedienung zur Verfügung, sie lässt sich am Gerät magnetisch befestigen.

Wie ich bereits in meinem Test zum Luftreiniger geschrieben habe: Ich bin kein Allergiker und kann daher nichts zum Filter-Feeling erzählen. Solltet ihr euch für so ein Gerät interessieren (denn wer kauft sich eine Kombi zum Heizen und Kühlen (Ventilator, kühlt also nicht den Raum, lediglich den Menschen) für diesen Preis?), der sollte vielleicht Testberichte von Betroffenen lesen. Ich werde mir hier nichts aus den Fingern saugen und Dinge beschreiben, die ich nicht kann.

Dyson versucht mit dem Gerät mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und hat hier Luftreiniger, Ventilator und Heizfunktion mit Thermostatregelung. Das Ganze in einer edel wirkenden Verpackung, die Geräte von Dyson können sich meiner Meinung nach sehen lassen. Dennoch: Ist letzten Endes halt auch nur Kunststoff, wenn auch schick aussehend.

Macht schon einen Unterschied, ob man irgendeinen Heizlüfter oder einen Baumarkt-Ventilator in der Bude stehen hat. Das alles lässt Dyson sich aber auch fürstlich bezahlen, ich persönlich wäre wohl kein Kunde, da ich aufgrund baulicher Begebenheiten eigentlich keinen Heizlüfter und auch keinen Luftreiniger benutzen würde (das Thema Heizlüfter sieht die Frau anders, gerade im Winter ist der Wintergarten mal recht frisch). Des Weiteren hätte ich sicherlich Schmerzen mit der Investition, denn das Gerät kostet um 499 Euro.

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Nach der Einbindung ins Netz kann man direkt loslegen. Die große Stärke ist sicherlich das Vorhandensein einer App, so muss kein Nutzer mit x Knöpfen herumspielen und sich über umständliche Programmierung aufregen. Die App gibt direkt den Status aus und lässt on demand die Regelung des Dyson Pure Hot+Cool Link. Der Zeitplan erlaubt das tagesgenaue Einstellen von Funktionen, so kann man als Nutzer festlegen, dass beispielsweise Funktion XYZ am Montag von 09:00 Uhr bis 10:00 Uhr durchgeführt wird.

In Sachen Temperatur kann dies vielleicht für den einen oder anderen interessant sein, denn in der App kann man eben nicht nur sagen: Mach warm, man kann logischerweise auch die Temperatur in Celsius angeben. Wer also weiss, dass er morgens im Wintergarten, im Hobbyraum oder in der Garage werkelt, der kann im Vorfeld schon für das passende Klima sorgen. Ist eine gewünschte Temperatur erreicht, so geht das Gerät in den Standby.

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Aber auch das Heizen oder Kühlen (Ventilator) ist auf manuellen Zuruft möglich, hier kann sich der Dyson Pure Hot+Cool Link einmal nach links oder rechts drehen, alternativ ist ein Abstrahlen der heißen, beziehungsweise „kalten“ Luft nach oben oder unten möglich. Das funktioniert mit der Verteil- oder aber der Focus-Funktion auf einen bestimmten Punkt. Die Lüftergeschwindigkeit ist dabei zehnstufig, die Temperatur reicht bis zu 37 Grad hinauf, quasi Saunaverhältnisse, ich selber halte mich gerne bei 22 Grad in den eigenen vier Wänden auf.

Das alles sind aber noch nicht die Funktionalitäten, denn das Gerät überwacht auch die Luftqualität und kann dementsprechend eingreifen. Hierfür kann der Nutzer festlegen, ob er nur eine gute Raumluftqualität möchte, oder ob er empfindlich bis sehr empfindlich auf Partikel und Schadstoffe reagiert. Je höher die Empfindlichkeit, desto länger arbeitet der Luftreiniger. Die Lautstärke richtet sich je nach Anwendungsbereich und eingestellter Funktion und deren Stärke. Die Luftreinigung als solches ist wirklich leise, wer ordentlich heizt oder den Ventilator anhat, der vernimmt natürlich etwas. Aber es ist nicht so, dass es störend ist.

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Nun aber etwas, was man auf jeden Fall einplanen sollte: In Sachen Luftreinigung ist das Gerät ein echter Sparfuchs, allerdings liegt der Filter bei ungefähr 60 Euro. Anders sieht es beim Heizen aus. Hier ist zwar eine pauschale Aussage schwer getätigt, doch das Gerät leistet bis zu 2.000 Watt. Gehen wir einmal davon aus, dass wir 1.000 Watt verbrauchen und eine Kilowattstunde bei 28 Cent liegt. Dann sind wir in einer Stunde bei 28 Cent, bei einem Verbrauch von 2.000 Watt logischerweise bei Stromkosten in Höhe von 56 Cent.Das Heizen meines Arbeitszimmers und des Wintergartens zum Test ging zwar verhältnismäßig schnell, doch sollte man unbedingt den Stromverbrauch im Auge behalten, wenn man nicht unschön überrascht sein will.

+ ausreichend langes Kabel (1,70m)
+ hoher WAF
+ leicht verständliche App
+ Gutes Aussehen, platzsparend
+ Funktionell vielfältig
+ Ganzjährig nutzbar

– Kippfunkunktion und Höhenverstellbarkeit nur manuell
– hoher Anschaffungspreis
– Als dauerhafte Heizlösung ungeeignet



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Über den Autor: caschy

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