Grooveshark wird Anfang 2015 neue Online Radio-App Broadcast veröffentlichen

8. Dezember 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Grooveshark ist der Musik-Industrie ein Dorn im Auge und wurde auch schon verklagt. Der Grund: Grooveshark hat seinen Nutzern Musik ohne Lizenz kostenlos zum Anhören angeboten. Das Premium-Modell des Anbieters kostet zwar auch 9 Dollar pro Monat, die kostenlose Variante aber eben nichts. Jetzt will man es bei Grooveshark noch einmal auf korrektem Weg versuchen und wird im Januar eine neue App namens Broadcast ins Rennen schicken. Die Nutzung wird kostenpflichtig, mit 99 Cent pro Monat aber nicht teuer.

Grooveshark

Bei Broadcast handelt es sich ebenfalls um ein Online-Radio, allerdings werden die Radiostationen nicht durch Algorithmen gestaltet, sondern durch die Nutzer von Grooveshark. Außerdem werden Nutzer sich über die App unterhalten können, während sie Musik hören. In den USA ist Pandora mit seinem Online Radio-Angebot und 80 Millionen Nutzern klar Marktführer, Grooveshark kann hingegen „nur“ 30 Millionen Nutzer vorweisen. Interessant ist, dass Grooveshark nicht über Lizenzzahlungen verhandeln muss. Da es als Online-Radio geführt wird, wird eine bestimmte Gebühr fällig und fertig. On-Demand-Dienste wie Spotify müssen hingegen die Lizenzgebühren selber mit den Publishern aushandeln, hier hätte Grooveshark mit seiner Vergangenheit wohl nicht die besten Karten.

Sowohl Apple, als auch Google entfernten die Grooveshark-Apps aus den App Stores, da es Beschwerden von Rechteinhabern gab. Ob Grooveshark dies mit einer legalen App wieder rausreißen kann? Eine Bezahlung von 99 Cent pro Monat klingt auf jeden Fall machbar und sollte wesentlich mehr zahlende Kunden hervorbringen als ein Angebot für 9 Dollar. Auf der anderen Seite haben US-Bürger aber eben auch die Möglichkeit, Pandora kostenlos zu nutzen, wenn sie sich nicht an der Werbung stören. Der ganze Musikstreaming-Markt steckt sowieso noch in den Kinderschuhen, da wird sich in den nächsten Jahren noch viel tun, warum also nicht auch legalen Neulingen eine Chance geben?

(Quelle: WSJ)


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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