Greenpeace nutzt Twitter für Online-Demo

14. September 2012 Kategorie: Social Network, geschrieben von:

Ich ziehe bekanntlich vor jedem meinen Hut, der für seine Rechte und Meinung friedlich auf die Straße geht, für den typischen Facebook- oder Twitter-Empörungsdeutschen habe ich nur ein müdes Lächeln übrig. Greenpeace hievt die Strategie der Online-Demo allerdings auf ein anderes Level, welches ein wenig zu gefallen weiß. Um gegen die Ölbohrungen in der Arktis seitens Shell zu demonstrieren hat man vor der Shell-Tankstelle am Dammtor-Bahnhof in Hamburg eine Großbildleinwand und mehrere Monitore platziert. Auf diesen Gerätschaften werden „Online-Aktivisten“ angezeigt, die via Twitter demonstrieren oder einfach etwas zur Thematik beitragen wollen.

Der Grund für die Aktion: Shell hat in dieser Woche mit Ölbohrungen vor der Küste Alaskas begonnen. „Die Bohrungen von Shell gefährden das einzigartige Ökosystem in der Region“, sagt Kai Britt, Ölexperte von Greenpeace. Seit Mitte Juni haben sich weltweit bereits eineinhalb Millionen Menschen auf http://www.savethearctic.org als Arktisschützer registriert. Zusammen mit den Teilnehmern der Web-Demo und Greenpeace fordern sie, dass sich die Ölindustrie aus der Arktis zurückzieht.

Ehrenamtliche von Greenpeace protestieren in diesen Tagen bundesweit vor Shell-Tankstellen für den Schutz der Arktis. Das Ökosystem der Arktis ist einzigartig, ein Ölunfall hätte katastrophale Folgen für Flora und Fauna. Experten warnen, dass ein großer Ölunfall in den arktischen Regionen nicht beherrschbar sei. Niedrige Temperaturen, Eis und lange Dunkelperioden verlangsamen dort den natürlichen Abbauprozess des Öls deutlich, das Öl verbleibt damit lange Zeit im Ökosystem. So sind die Folgen des Tankerunglücks der „Exxon Valdez“ vor der Küste von Alaska im Jahr 1989 auch heute noch nachweisbar.

Gelungene Aktion um auf Missstände aufmerksam zu machen oder schießt man seitens Greenpeace über das Ziel hinaus? Ich persönliche finde diese Form der Meinungsäußerung nicht schlecht, obwohl ich der Meinung bin, dass Greenpeace in der näheren Vergangenheit mit einigen aktionen einfach über das Ziel hinaus geschossen ist.

Bild / Copyright: Jörg Modrow/Greenpeace


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