Googles Knowledge Graph nimmt in Deutschland langsam Fahrt auf

24. November 2012 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: caschy

Habt ihr den Knowledge Graph noch auf dem Zettel? Nicht? Dann hole ich euch mal wacker ins Boot. Google verknüpft Suchanfragen gezielt miteinander und bringt nicht nur mehr nackte Suchergebnisse ans Licht, sondern Wissen.

Statt einfach Links zu kredenzen, wird ein Wissen vermittelt. Ihr sucht nach Taj Mahal? Das alte Google würde wahrscheinlich erst einmal unzählige Restaurants vorschlagen, heute gibt es Zusatzwissen über das Taj Mahal in Indien.

Doch damit nicht genug, man zeigt nicht nur Infos zum Suchbegriff, sondern auch dazugehörige Suchbegriffe. Google greift auf alle öffentliche Wissensdatenbanken wie zum Beispiel Freebase, Wikipedia und das CIA World Factbook zu und verknüpft Inhalte logisch.

Bislang kennt dieses elektronische Gehirn ungefähr 500 Millionen Objekte mit mehr als 3.5 Milliarden Beziehungen zwischen diesen Objekten. Googles Knowledge Graph arbeitet drei Schritte ab: Den Benutzer das richtige finden lassen, Zusammenhänge aufzeigen und dann Mehrwert mit logischen Verknüpfungen anbieten.

Bislang war der Spaß in Deutschland nicht für alle Benutzer freigeschaltet, doch mit dem Umstellen der Google-Suche auf das neue Design dürfte da nun Drive reinkommen. Ich habe das neue Google-Design seit ein paar Tagen und habe mich noch über den Whitespace geärgert. Seit gestern wird dieser aber bei meinem Account für die Anzeige des Knowledge Graphen genutzt. Dieser bietet verschiedene Ansichten, wie meine Screenshots zeigen. Zwar ist Googles Knowledge Graph nicht so schlau, wie in den USA, aber vielleicht kommt dies noch einmal.

Kurze Erläuterung zu den Screenshots. Die erste Suche nach einer meiner favorisierten Bands, Depeche Mode, zeigt in der rechten Seite zusätzliche Infos an. So findet man Songs, Alben, die Jahreszahlen und weiter unten auch Tourdaten (zweiter Screenshot) Klickt man einzelne Alben an, bekommt man Suchbegriffe und Einzeltitel vorgesetzt (Screenshot Nummer 3).

Anhand der Pet Shop Boys zeige ich euch mal das zweite Beispiel. Im vierten Screenshot seht ihr nicht nur Suchergebnisse, sondern auch “wird oft gesucht”. Depeche Mode hat eine hohe Affinität zu den Pet Shop Boys-Suchen, sodass diese auch angezeigt werden. Man kommt per Klick schnell von A nach B. und sieht weitere verwandte Künstler. Sollten falsche Bilder angezeigt werden, so kann man dies melden, siehe Screenshot 5.

Funktioniert nicht nur bei Musikern und Bands, sondern auch bei Sportlern, Vereinen, Städten und noch viel mehr. Dass der Spaß neu ist, sieht man daran: für Hamburg werden interessante Orte angezeigt, für meine Geburtsstadt Dortmund aber nicht. Unfassbar! ;)

Und bei euch – auch schon alles verfügbar, oder noch nicht?


Vielen Dank für das Lesen dieses Blogs! Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann schaut euch auch dieses Advertorial an, welches auf einer separate Unterseite geschaltet wurde: Sony startet mit 4K Ultra HD durch

Gefällt dir der Artikel?
Dann teile ihn mit deinen Freunden.
Nutze dafür einfach unsere Links:
Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Dortmunder im Norden, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin und YouTube.

Carsten hat bereits 17687 Artikel geschrieben.