Googles autonome Fahrzeuge: keine Unfälle im Januar, aber Probleme mit Ampeln

2. Februar 2016 Kategorie: Google, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_googlecarGoogles selbst fahrende Autos spulen Monat für Monat zigtausende Kilometer auf öffentlichen Straßen ab, Zwischenfälle hält Google in einem monatlichen Bericht fest. Seit Start des Google Car Projects fuhren die Fahrzeuge rund 2,25 Millionen Kilometer im autonomen Modus, gut 1,5 Millionen Kilometer im manuellen Modus. Insgesamt befinden sich aktuell 55 Testfahrzeuge auf den Straßen, davon 22 Lexus RX450h SUVs und 33 Prototypen. Unfälle gab es im Januar nicht zu verzeichnen, dafür stieß Google auf ein anderes Problem, als neue Straßen erobert werden wollten. Denn nicht alle Ampeln sind so angebracht, wie man es den Google-Fahrzeugen beigebracht hat.

In dem monatlichen Bericht gibt Google auch immer detailliertere Einblicke in die Arbeit mit autonomen Fahrzeugen. Für die Fahrzeuge hat Google einen Simulator entwickelt, der neue Funktionen testen kann, ohne dass ein Fahrzeug dafür auf die Straße muss. In diesem Simulator lassen sich alle gefahrenen Kilometer der Fahrzeuge erneut abspielen. nur dass sich so auch andere Software dafür einsetzen lässt. Google arbeitete zum Beispiel an einem besseren Linksabbiegeverhalten der Fahrzeuge und fuhr mit den neuen Einstellungen einfach noch einmal die alten Teststrecken ab.

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In Austin stand Google aber vor einem ganz anderen Problem. In der Regel sind Verkehrsampeln vertikal angebracht, rot ist oben, grün unten. Nicht so in Austin, Texas, wo Google nun ebenfalls testet. Dort hängen die Ampeln horizontal, die Straßen müssen also neu erfasst werden, damit die Ampeln von den Fahrzeugen auch richtig erkannt und verarbeitet werden können.

Deshalb wurden die Straßen in Austin zuerst manuell abgefahren, um eine neue Karte mit allen Gegebenheiten zu erstellen. Dabei wird natürlich nicht nur die Orientierung der Ampeln berücksichtigt, sondern auch alle anderen Umgebungsumstände, wie die Höhe der Bordsteine, Brücken und die Anbringung von Verkehrszeichen.

Den kompletten Bericht gibt es an dieser Stelle, immer wieder faszinierend, einer neuen Technologie bei der Entstehung zuzusehen.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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