Google X Labs: Krebserkennung über das Handgelenk

29. Oktober 2014 Kategorie: Google, geschrieben von:

Wearables sind heutzutage noch in einem Stadium, in dem sie nur bestimmten Gruppen nützlich erscheinen, vor allem solchen, die Sport machen. Alles mögliche lässt sich mit den Handgelenk-Gadgets tracken, Smartwatches gehen einen Schritt weiter und können auch Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigen oder Apps ausführen. Noch einen Schritt weiter gehen die X Labs von Google. Hier forscht man daran, Krebserkrankungen früher zu erkennen, ermöglicht soll dies über Nano-Partikel und einem Sensor am Handgelenk werden.

Google Office

Diese Forschung ist noch in einer sehr frühen Phase, die Vorstellungen sind aber schon sehr konkret. Nano-Partikel würden darauf trainiert, dass sie sich beispielsweise an Krebszellen anhaften (geplant ist auch die Erkennung anderer Krankheiten). Da die Nano-Partikel magnetisch sind, könnte man sie dann auch direkt wieder an einer Stelle versammeln – dem Handgelenk. Das Handgelenk wird nämlich mit einem entsprechenden Sensor ausgestattet, der die Bewegung der Nano-Partikel analysiert und entsprechend auswertet.

Auf diese Weise soll es möglich sein, Krebs und andere Krankheiten viel frühzeitiger zu erkennen. Bei manchen Krebsarten ist dies noch viel wichtiger als bei anderen, da es bei einer herkömmlichen Erkennung oftmals schlicht zu spät ist. Das passt zu Googles Baseline-Study, über die wir im Juli berichtet haben. Schon damals sagte Google, dass man Krankheiten früher erkennen möchte, um eine bessere Behandlung zu ermöglichen.

Interessant sind auch die Aussagen zu dem Projekt an sich. Google gilt allgemein als Datensammler, hat es in solchen sensiblen Bereichen schwer, dort nicht auch als Sucheindringling angesehen zu werden. Hier soll das Projekt nicht kommerzialisiert werden. Man würde zwar die Technik erfinden, diese aber nicht zu Geld machen wollen. Auch wird es keine Consumer-Devices in diesem Bereich geben, sondern es handelt sich um medizinische Geräte. Google wird sich nicht in das Arzt-Patienten-Verhältnis einmischen.


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Quelle: BBC |

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