Google will seine Nutzer besser vor Cyberattacken schützen

1. Oktober 2017 Kategorie: Backup & Security, Google, Mobile, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

Cyberattacken sind mittlerweile ein Thema, das jeden betreffen kann: Sei es das Durchsickern nackter Tatsache aus der Apple iCloud („The Fappening“), das Lahmlegen von Diensten wie Xbox Live, dem PlayStation Network oder auch politisch motivierte Angriffe. Google hat sich dazu offenbar Gedanken gemacht und will seine Dienste und Benutzerkonten besser absichern. Unter anderem soll Google an einer neuen Alternative zur aktuellen Zwei-Faktor-Authentifizierung basteln.

Googles neue Initiative soll auf den internen Namen „Advanced Protection Program“ hören. Dahinter soll sich ein ganzes Bundle neuer Sicherheitsfunktionen verbergen, unter anderem eine Sperre, die Third-Party-Apps den Zugriff auf Nutzerdaten verwehrt. Man visiert mit den Maßnahmen offenbar besonders Nutzer wie Manager, Politiker oder Prominente an, die Konten betreiben und besonders hohe Ansprüche an die Sicherheit haben. In diesem Fall würde Google wohl die Zwei-Faktor-Authentifizierung durch physisch vergebene Keys ersetzen.

Anlass der neuen Überlegungen war wohl auch die Tatsache, dass 2016 ja das Gmail-Konto von John Podesta, dem Betreuer von Hillary Clintons Präsidentschaftskampane, gehackt wurde. Auch auf die Datenbanken des Democratic National Committee verschafften sich Dritte Zugriff. Google bietet bereits seit 2014 die Option an, Konten auch mit einem USB-Sicherheitsschlüssel abzusichern. Über eine Software des Unternehmens kann man sich dergleichen zusammenbasteln und statt der Zwei-Faktor-Authentifizierung über etwa einen SMS-Code nutzen.

Die neue Methode soll ebenfalls mit dem USB-Schlüssel arbeiten, aber noch einen zweiten, physischen Schlüssel voraussetzen. Darüber werden dann offenbar auch anderweitige Programme am Zugriff auf E-Mails in Gmail oder Dateien in Google Drive gehindert. Google selbst enthält sich zu diesem Thema aber noch eines Kommentares, so dass sich Bloomberg, welche die Informationen zugespielt bekommen haben, hier auf anonyme Quellen berufen.

Klingt natürlich aktuell noch etwas vage. Also muss man abwarten, was Google da nun genau vorhat und wann es damit losgeht.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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