Google weist Kartell-Vorwürfe der EU offiziell zurück

4. November 2016 Kategorie: Google, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Google App Artikel LogoEs ist ein seit Jahren andauernder Streit zwischen den EU-Regulierungsbehörden und Google. Es geht um die Anzeige von Shopping-Ergebnissen in der Google-Suche. Google drohen empfindliche Strafen, eine Einigung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, Google hat nun sogar die Vorwürfe der EU offiziell zurückgewiesen. Den Grund hierfür nennt Google Justitiar Kent Walker, die Anschuldigungen seien schlichtweg nicht gerechtfertigt. Google hat niemals die Qualität oder Relevanz der erhaltenen Daten beeinträchtigt, im Gegenteil, sie seien sogar verbessert worden. Das sei keine Bevorzugung von Daten, sondern ein auf die Nutzer hören. Außerdem hat die Europäische Kommission nie die Konkurrenz durch Amazon, Facebook oder auch Social Media-Plattformen wir Pinterest mit in die Überlegungen einbezogen.

Google hat gleichzeitig den Vorschlag abgelehnt, Anzeigen der Konkurrenz zu einem geringen Preis anzeigen zu lassen, was einem Cent pro Anzeige entsprochen hätte. Nun ist die EU wieder am Zug, muss entschieden, wie man weiter vorgehen wird. Google drohen Strafen in Höhe von 7,4 Milliarden Dollar oder 10 Prozent des globalen Umsatzes, wie Reuters berichtet.

Die Europäische Kommission wird nun entscheiden wie vorzugehen sei, Pläne oder gar eine Einschätzung zum Ausgang des Ganzen gibt es laut Sprecher Ricardo Cardoso diesbezüglich noch nicht. Allerdings droht auch schon die nächste Reiberei, denn Google hat sich auch wegen Android mit der EU in den Haaren. In den kommenden Tagen wird sich Google zu diesem anderen Fall äußern, wie Walker wissen lässt. Nach diesem Fall kann man wohl davon ausgehen, dass Google auch in Sachen Android nicht einfach klein beigeben wird. Spannende Geschichte, bleibt nur zu hoffen, dass am Ende nicht irgendwann der europäische Nutzer der Leidtragende ist.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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