Google watscht Facebook durch Änderung der Play Store Richtlinien ab

26. April 2013 Kategorie: Android, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Facebook begann Mitte März, die eigene Android App direkt über die App selber upzudaten. Dazu waren neue Berechtigungen der App erforderlich, die durchaus als kritisch angesehen werden konnten, wie Caschy berichtete. Das scheint nun wieder vorbei zu sein, vermutlich sah Google darin auch ein Problem. Eine Anpassung der Play Store Richtlinien verbietet diese Vorgehensweise ab sofort.

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Die neue Regel lautet: “An app downloaded from Google Play may not modify, replace or update its own APK binary code using any other method than Google Play’s update mechanism.” Grundsätzlich ist das für den Anwender natürlich gut, da so verhindert wird, dass beispielsweise Schadcode über ein App-Update eingeschleust werden kann. Auf der anderen Seite sind diese In-App-Updates eigentlich auch ein Stück Komfort, das nun flöten geht.


Ob diese Vorgehensweise von Google nun direkt auf Facebook bezogen ist, kann wohl nur Google selbst mit Gewissheit sagen. Andere Apps nutzen diese Art des Updates zum Beispiel um Beta Builds zu verteilen. Damit dürfte jetzt Schluss sein, zumindest wenn die Apps direkt bei Google Play verfügbar sind. Apps, die über andere Distributionswege auf dem Android Gerät landen, können diese Funktion natürlich weiter anbieten.

Mal sehen, wie Facebook darauf reagiert. Vielleicht spielen sie ja auch eingeschnappt und machen einfach ihren eigenen App Store auf. Genügend potentielle Nutzer hätten sie dafür und auch die Marktkraft für einen schnellen Erfolg. Zumindest wird durch die Regeländerung der Play Store wieder ein Stück sicherer. Wie steht Ihr dazu? Lieber Updates über Google Play oder bequem innerhalb der App, auch wenn dann das Risiko größer ist? (via)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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29 Kommentare

WarpigtheKiller (@WarpigtheKiller) 26. April 2013 um 15:00 Uhr

Das ist der einzige richtige Weg seitens Google! Wenn den Herstellern von Apps es nicht passt, das Updates nur über den GPlay Store kommen, sollen sie sich halt davon fernhalten!!

wolfigang 26. April 2013 um 15:05 Uhr

Absolut richtig so, lieber einen sauberen, sicheren Updatekanal als Wildwuchs, bei dem jede App macht was sie will.
Bei FB hätte ich da jetzt keine Sicherheitsbedenken, aber viele kleinere Anbieter kann man ja immer nur schwer einschätzen bei den Apps…

Blaine 26. April 2013 um 15:06 Uhr

Danke, Google!

Checkit53 26. April 2013 um 15:07 Uhr

Ich verstehe nicht ganz was an In-App-Updates komfortabler wäre. Statt jede App einzeln öffnen zu müssen um ein update einspielen zu können, ist es doch einfacher den Play-Store zu öffnen und alle apps zentral in einem rutsch upzudaten. Oder gleich automatisch durchführen zu lassen.

Florian Oellerich 26. April 2013 um 15:16 Uhr

Bei Windows nervt es ständig dass jedes Programm eigene Updates hat und jedes zweite Programm einen eigenen Update Hintergrunddienst dauerhaft laufen lässt.

namerp 26. April 2013 um 15:28 Uhr

Weil Facebook sein App so überhaupt nicht auf die Reihe bekommt soll Google sich beugen ? Der absolut richtige Schritt seitens Google.

Tristan 26. April 2013 um 15:30 Uhr

Ich stimme Checkit53 da vollkommen zu. Mir erschließt sich nicht ganz, was an vielen Einzelupdates komfortabler sein sollte, als am Update über den Play Store, bei dem ich alles auf einmal machen kann, wenn ich möchte.

Georg 26. April 2013 um 15:36 Uhr

Pfft. Wenn ich eine App aus dem Play Store installiere, sollen auch die Updates von dort kommen. Nach Wunsch kann man ja dennoch beliebige Quellen erlauben… was bringt es mir, dem Store zu vertrauen, wenn die Updates dann von sonst wo kommen?

Die einzige Erklärung, wozu FB diese Funktion bräuchte, ist für mich: Die Updates werden gegen irgendwelche Regeln des Play Store verstoßen.Will Otto Normalnutzer so etwas überhaupt installieren?

Sascha Ostermaier 26. April 2013 um 15:37 Uhr

Ok, das mit den Updates ist wohl Ansichtssache. Ich für meinen Teil sehe In-App-Updates durchaus als praktisch an, aber es hat ja jeder andere Vorlieben. Ist wohl auch eine Frage von wieviele Apps man in welcher Weise nutzt. Aber dafür frage ich ja nach Euren Meinungen. :-)

Micha 26. April 2013 um 15:40 Uhr

App-interne Updates bieten allerdings oft die Möglichkeit inkrementeller Updates, was der PlayStore meines Wissens nicht leisten kann.
Gerade bei sehr großen Apps sehe ich da einen Rückschritt in der Benutzbarkeit.

Digitreo 26. April 2013 um 15:42 Uhr

Absolut korrekt. Wir sind hier nicht bei Windows, wo jede App einen eigenen Updater mitbringt und Teile des Systems so immer veraltet sein werden. Davon abgesehen, dass diese hintenrumupdaterei ein massives Privacy- und Sicherheitsproblem werden kann.

Marcel Soika 26. April 2013 um 15:49 Uhr

@Micha Das bietet der PlayStore ebenfalls schon seit gefühlt 1 Jahr an.
Also kein Rückschritt

Sepp 26. April 2013 um 15:52 Uhr

Sehe auch absolut keinen Vorteil warum In-App-Updates besser sein sollten. Wenn ich ein Chaos wie bei Windows wollte, dann vielleicht. Aber Betakanäle sind aktuell schon durch extra Apps im Play Store abgedeckt und differentielle Updates per Play Store funktionieren auch schon lange.

Bernhard 26. April 2013 um 15:53 Uhr

Google doch einfach mal danach Micha. Dann kannst du dein Wissen ein wenig aufbessern.

Sebastian Schumacher 26. April 2013 um 15:56 Uhr

schön wär natürlich eine repository lösung, in der man mehrere updatequellen eintragen kann und eine zentrale update app die halt by default die repo vom play.store mit drin hat.
aber bis es soweit is geh ich den übrigen kommentaren recht und ein updatekanal ist imho die momentan beste lösung.

Georg S. 26. April 2013 um 16:01 Uhr

Beim Nova Launcher finde ich die Option so auf den Beta Kanal wechseln zu können sinnvoll aber bei Apps die so nur aktuelle Versionen laden finde ich die In-App-Updates Quatsch wenn man die App schon über den PlayStore bekommt will ich die Apps auch darüber updaten.

Angelo 26. April 2013 um 16:02 Uhr

Richtige Entscheidung seitens Google!

Bernhard 26. April 2013 um 16:02 Uhr

Naja sowas ist aber nichts für den Normalo. Und ich glaube dafür gibt es auch schon Drittanbieter-Apps. F-Droid heißt die App.

Stefan 26. April 2013 um 16:11 Uhr

Ich finde es viel bequemer mehrere Apps zugleich im Play-Store aktualisieren zu können – und zwar dann, wann ich will. Keine Ahnung, wie das bei FB war. Doch selbst wenn es minimal bequemer wäre: Mir ist die Sicherheit dann doch lieber. Die Regelung soll Google mal schön beibehalten.

Patrick G 26. April 2013 um 16:13 Uhr

Ich finde bislang auch noch keinen Vorteil in In-App-Updates. Wenn ich denke wie nervig der Messenger ist der nicht wie Google Notifications löscht sobald sie in einem anderen Gerät gesehen worden sind.

Tonymann 26. April 2013 um 16:23 Uhr

Finde ich auch gut. Was soll dann an in-app praktisch sein? Also einen Vorteil sehe ich nicht.

Bin aber mal gespannt, ob andere Apps auch umstellen, zum Beispiel die Simpsons App

Mike 26. April 2013 um 17:03 Uhr

Welcher Noob hat denn diesen Satz formuliert?

Ich darf die .apk also nicht verändern? Schön, das deckt aber nicht ab, dass ich zur Laufzeit Code von anderer Stelle nachlade. Das ist ein Linux-System, also sollten Sachen wie LD_PRELOAD=… funktionieren.

Ergo, minimalen Codeloader als APK ausliefern, richtigen Code nachladen und irgendwo speichern und diesen dann zur Laufzeit nutzen, schon ist man innerhalb der Regeln, wenn auch nicht innerhalb der Intention der Regel.

Muss irgendein Jurastudent ohne Ahnung von Code geschrieben haben.

Ralf 26. April 2013 um 18:37 Uhr

Habe die Updates auch lieber zentral über Google.

ich 26. April 2013 um 18:56 Uhr

So, und was ist mit Apps wie z.B. dem Apex Launcher, der “richtige” Updates via Play Store liefert und Beta-Updates in-App? Der darf dann nicht mehr über den Play Sore vertrieben werden?

Na denn…

Felix 26. April 2013 um 22:03 Uhr

richtiger Schritt von Google! Ich frage mich auch wirklich, warum man nicht die Updates des Play-Stores nutzt. Ich als Nutzer finde diesen annähernd perfekt. Er überprüft alle Apps auf Updates und aktualisiert auch automatisch oder nur über Wlan, je nach dem wie ich es will.

Stellt euch mal vor, was wäre, wenn noch mehr apps sich auf diese Art vom Play-Store distanzieren würden. Jede App aktualisiert sich so, wie sie es für richtig hält, zieht vielleicht mal ein 20mb Update über mein mobiles Internet, so wie es ihr gerade passt.

Mich stört Windows total, was das angeht. Jedes Programm hat seine eigene vorstellung davon, wie es sich updatet. die meisten begrüßen einen dann mich einem “bitte neustarten, um updates zu installieren”, wenn man sie gerade mal schnell braucht…

Felix 26. April 2013 um 22:06 Uhr

… alternativ haben diese programme dann eigene programme, die immer mitlaufen und einen dann bei updates informieren. (adobe reader/flash oder java sei mal als beispiel genannt) ist meiner meinung nach auch besch***en!

fazit: der play-store ist gut so, wie er ist.

xenfo 27. April 2013 um 13:42 Uhr

jep für was wär den sonst Google Play da, wenn jede App seinen eigenen Updater hat, sieht es ja bald aus wie bei Windows…

Tilo Klaus 27. April 2013 um 14:54 Uhr

naja vielleicht greifen die Hersteller auf InApp Updates, weil sie denken das so Updates schneller verteilt werden können. Ich weiß ja nicht wielange es dauert vom Hochladen der neuen APK in den Google Play Store bis zur Freigabe des Updates. Da vergeht bestimmt auch nochmal Zeit

André 27. April 2013 um 17:02 Uhr

“Auf der anderen Seite sind diese In-App-Updates eigentlich auch ein Stück Komfort, das nun flöten geht.” – Den Teil verstehe ich nicht so ganz. Eine zentrale Stelle für Updates stellt sicher, dass alle Updates für den Benutzer auf die gleiche Art und Weise eingespeist werden.
Wo ist das Plus an Komfort, wenn man Updates in jeder einzelnen App woanders findet und einspielen muss?


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