Google veröffentlicht Save to Chrome-Erweiterung

artikel google logoGoogle hat eine neue Save to Chrome-Erweiterung für den Browser Chrome veröffentlicht. Der Anbieter erlaubte es erst vor kurzem, dass Nutzer gefundene Bilder aus der Bildersuche in ihrem Account speichern können. Save to Chrome bohrt das Ganze etwas auf. Wir alle erinnern uns noch an den Versuch Googles, das Lesezeichensystem zu revolutionieren. Ist meiner Meinung nach fehlgeschlagen, glücklicherweise. Ein bisschen erinnert Save to Chrome an die damals genutzte Lesezeichensortierung gekreuzt mit Pinterest. Was man damit nun konkret machen kann?

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Man besucht eine Seite und klickt auf das Speichern-Icon. Hat man dies getan, so kann man in der kleinen Vorschau oben rechts ein Vorschaubild aus dem Artikel setzen und zudem Schlagworte vergeben. So kann sich der Nutzer in der Cloud eine kleine Lesezeichensammlung aufbauen, direkt aus Chrome heraus.

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Das Ganze wirkt auf mich etwas komisch, mal wieder typisch halbgar umgesetzt (kennt man ja mittlerweile von vielen Google-Lösungen). Bilder und Links verschlagwortet in der Cloud speichern, das hatte man irgendwie seit dem letzten Jahrtausend und die damaligen Player sind alle kaputtgegangen.

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Des Weiteren kann man (vielleicht will man auch gar nicht) nicht gegen andere Dienste anstinken. Das Speichern erfolgt lediglich aus Chrome heraus, man muss sich explizit im Artikel oder in der URL einer Mediendatei befinden, Rechtsklick auf einen Link, speichern unter / senden an… ist nicht vorhanden. In eurem Account mit den gespeicherten Inhalten könnt ihr später nach Schlagworten und Inhalten durchsuchen, Schlagworte ändern und den ganzen Quatsch auch löschen. Tja, wenn die Erweiterung wenigstens mehr könnte – oder ein mobiles Gegenstück vorhanden wäre. Aber so wird das nichts bei mir. Bei euch?

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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15 Kommentare

  1. Erinnert mich irgendwie ein bisschen an AirDrop bei Safari.

    Klingt in der Summe für mich aber wenig überzeugend. Wenn ich sowas abspeichern will, kann ich auch gleich zu Pocket greifen, der überall als Erweiterung verfügbar ist. Wäre es ein Ansatz wie bei AirDrop, würde ich sogar noch einen Sinn dahinter sehen, aber auch da muss man Apple zu gute halten, dass sie das deutlich besser gelöst haben.

    Das ist mal wieder so ein typisches Beispiel, wieso Google auf mich mittlerweile… ja, nicht planlos (das will ich ihnen auch nicht unterstellen), aber doch sehr frickelfreudig wirkt. Einzelne Dinger kriegen sie noch (ganz) gut hin, etwa Chrome, die Suche oder YouTube, bei anderen fässt du dich halt manchmal wirklich nur an den Kopf…

  2. Karl Kurzschluss says:

    Wieso nicht „Save-To-Google-Keep“? Macht doch sonst wenig Sinn.

  3. Siegmar Seitenhieb says:

    @Karl Kurzschluss genau das habe ich mich auch gefragt

  4. Was mich davon abhällt neue Google-Dienste zu nutzen ist die Befürchtung, dass sie bald wieder eingestellt werden.

  5. Liest sich wie ein Pocket-Abklatsch für mich

  6. Off Topic, aber was ist das mit der EKG-Linie für eine Extension?

  7. @elminjo
    War auch mein erster Gedanke. Dieser Diese Erweiterung wird in drei Jahren bestimmt schon wieder auf der Abschussliste stehen..

  8. @elminjo
    naja die Befürchtungen hab ich auch, wie bei google RSS – hatte guten workflow und musst dann umstellen.
    jedoch sind startups bzw. aber auch andere Player zwischenzeitlich auf gleichem Level, dh. Produkt-Einstellungen, teilweise ohne große Ankündigungen.

  9. Ich sehe das Ganze nicht so negativ.

    1) Es ist ein erster Wurf. Ein Experiment, wenn man so will. Das ist halt die Philosophie von Google: man experimentiert viel herum, verbessert, verfeinert, wirft im Zweifel das Ganze auch wieder weg wenn unterm Strich kein Nutzen bei rumkommt.
    2) Die Weboberfläche (https://www.google.com/save/me?hl=en) schaut für mich ganz schick aus. Minimalistisch und aufgeräumt, alles im Material Design. Natürlich ist das Ganze auch hier noch ausbaufähig.

  10. Ich nutze https://www.wallabag.org/ kostenlos, selber gehostet …

  11. Ich bin noch am probieren, aber eigentlich nutze ich Pocket nicht mehr. Bin über https://dragdis.com letztendlich bei https://raindrop.io gelandet. Mal sehen was bei Google so passiert.

  12. Hmm mal schauen was für einen Mehrwert es dem Nutzer wirklich bieten wird und ob der Nutzer diesen auch erkennt.

  13. Danke für den Tipp, finde diese Erweiterung sehr nützlich 🙂

  14. Bisher nutze ich Pocket, jetzt wünsche ich mir aber eine Handy-App für Google Saves und die Möglichkeit, Webseiten am Handy direkt in diese zu teilen, wie es auch bei Pocket möglich ist.

    Ich nutze Pocket hauptsächlich, um eine „Einkaufs-Wunschliste“ zu erstellen, z.B. wenn ich im Adidas Store neue Schuhe finde, speichere ich diese ab, damit ich irgendwann, wenn ich neue Schuhe brauche, gleich eine Auswahl favorisierter Modelle sehe. In dem konkreten Fall ist Pocket sehr umständlich, da es nicht in der Lage ist, ein Foto des Schuhs als Thumbnail an den Link zu hängen. Hier ist Google besser, wenn ich einen Link speichere, kann ich das Vorschaubild selbst auswählen – ähnlich wie bei Facebook, wo ich auch aus mehreren Bildern die auf der Seite gefunden werden wählen kann. Außerdem kann ich die gespeicherten Links bei Google bearbeiten, den Titel ändern oder Notizen hinzufügen.

    Ja ich weiß, die Möglichkeit ein Thumbnail selbst bestimmen zu können, werden die meisten nicht brauchen. Aber in dem konkreten Fall ist es wirklich sehr hilfreich, wenn man nicht – wie aktuell bei Pocket – erstmal 10 Links anklicken muss um zu sehen, wie die Schuhe überhaupt aussehen.

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