Google und Facebook: Ab heute in Deutschland gegen Fake-News

7. April 2017 Kategorie: Google, Internet, Social Network, geschrieben von: caschy

Fake-News sind ja immer so ein Ding. Das betrifft ja nicht nur politische Themen, sondern das komplette Themenumfeld. Für Fake-News kann es diverse Gründe geben. Auf der einen Seite geht es um Kohle. Habe ich mir ein ganzes Netzwerk an kruden Seiten aufgebaut und platziere neben den zielgruppengerechten Nachrichten noch Werbung, dann kann ich natürlich verdienen.

Je abenteuerlicher die Behauptungen werden, desto häufiger wird der Quatsch von Recherchefaulen geteilt und dementsprechend verdient der Seitenbetreiber. Auf der anderen Seite gibt es natürlich Nachrichten, die Fake sind, aber in die Richtung Propaganda jeglicher politischer Einstellung abdriften. Fake-News sind ein Problem und das haben auch die großen Anbieter wie Google oder aber auch Facebook erkannt.

Schon lange gibt es Bemühungen, unabhängige Institutionen mit der Überprüfung der Nachrichten zu betrauen und dementsprechend Fake-News zu demaskieren. Ab heute gibt es den Faktencheck auch in der Google Suche und in den Google News, wie der Konzern Google mitteilte. Nicht jede Nachricht wird als überprüft gewertet, es gibt einige Bedingungen, die auch die Publisher der Seite erfüllen müssen. Auch stellt Google heraus, dass die Gewichtung nicht durch Google stattfinde:

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Die betreffenden Informationen werden nicht ad hoc für jedes Suchergebnis verfügbar sein. Außerdem wird es auch Seiten mit Suchergebnissen geben, in denen mehrere Medien die gleiche Behauptung überprüft haben und dabei zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen gelangt sind. Diese Faktenchecks sind nicht unsere eigenen, und wir werden nicht immer mit ihnen einverstanden sein ‒ so wie die Faktenchecks auch untereinander nicht immer einer Meinung sein werden. Dennoch denken wir, dass dies ein hilfreiches Instrument für die Nutzer ist, um zu sehen, wie viel Übereinstimmung es gibt und klar zu erkennen, welche Quellen einer bestimmten These zustimmen. Indem wir Faktenchecks in den Suchergebnissen hervorheben, sollte es Nutzern leichter fallen, Fakten zu überprüfen, diese zu beurteilen und sich so eine eigene, fundierte Meinung zu bilden.

Kurzform:  Wenn auf einer Website ein Faktencheck in Zusammenhang mit deiner Suchanfrage durchgeführt wurde, wird neben dem Suchergebnis ein Kästchen mit folgenden Angaben angezeigt:

  • Überprüfte Behauptung
  • Quelle der Behauptung
  • Name des Publishers, der den Faktencheck durchführt
  • Zusammenfassung des Faktencheck des Publishers

Wenn der Faktencheck eines Publishers bestimmte Anforderungen erfüllt, nimmt Google automatisch eine Zusammenfassung des Faktenchecks in die Suchergebnisse mit auf. Die Voraussetzungen lauten wie folgt:

  • Der Publisher des Faktenchecks muss eine vertrauenswürdige Informationsquelle sein. Das wird von einem Algorithmus ermittelt.
  • Folgende Angaben müssen klar ersichtlich sein:
    • Überprüfte Behauptungen
    • Ergebnis des Faktenchecks
    • Methode zur Ermittlung des Ergebnisses
    • Zitate und Verweise auf Primärquellen
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Und auch bei Facebook wird man damit beginnen, in Deutschland auf etwaige Fake-News hinzuweisen. Nicht nur das, Facebook versucht den Nutzern auch zu vermitteln, wie man Fake-News erkennen kann. Hier in Deutschland arbeitet man zusammen mit First Draft, Klicksafe, Correctiv, Deutschland sicher im Netz und der Stiftung Digitale Chancen. Folgende Tipps gibt Facebook:

In diesem Sinne – haltet die Augen auf 🙂


Über den Autor: caschy

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