Google stellt den Support für WebView auf Pre-KitKat Geräten ein

13. Januar 2015 Kategorie: Android, geschrieben von:

Schlechte Nachrichten für alle Nutzer von Android Jelly Bean oder älteren Versionen. Wie nun bekannt wurde, stellt Google die Updates für WebView auf Pre-KitKat Geräten nun ein. Mit Android 4.4 KitKat räumte Google nicht nur in den APIs des mobilen Betriebssystems mächtig auf, sondern tauschte auch die WebView-Komponente aus. Diese ist dafür zuständig, dass Webseiten auf dem Android-Gerät überhaupt angezeigt werden können.

Android

Hatte man bis Android 4.3 dafür einen extra WebView-Client im Einsatz, so setzt man ab Android 4.4 auf die Chromium-basierte Version des hauseigenen Browsers. Durch diesen Schritt ist es nur verständlich, das man seitens Google den Support für die alte WebView-Version nun einstellt.

Wie Googles Sicherheitsteam mitteilt, gibt man jetzt nur noch Support für die aktuellen Versionen von Android. Alle Versionen unterhalb von Android 4.4 sind damit ab sofort ohne Sicherheitsupdates für diese Komponente, jedenfalls von Seiten des Konzerns aus Mountain View.

Hier kommt allerdings ein großer Vorteil von Android zum tragen, nämlich die Open Source-Grundlage. Denn jeder, der einen Fehler in WebView findet, kann diesen melden und findet ihn im besten Fall danach im AOSP vor, wo er gefixt werden kann.

Googles Argumentation zu diesem Kurswechsel zeigt sich wie folgt, man möchte natürlich dem Nutzer immer eine aktuelle oder natürlich am besten die aktuellste Version von Android bereitstellen. Dazu ist es nun mal erforderlich den Support für ältere Versionen einzustellen.

So vernünftig diese Argumentation auf den ersten Blick auch wirkt, so hat sie natürlich einen bitteren Beigeschmack. Zwar ist es nicht unüblich eine Software, welche schon zwei Generationen alt ist, sterben zu lassen – doch lässt man gleichzeitig auch offen, inwieweit dies ein Sicherheitsrisiko für den Nutzer darstellt. Es bleibt also zu hoffen, dass sich ein paar findige Entwickler weiterhin um die Sicherheit kümmern werden.

Google selber kann man nicht den größten Vorwurf machen, schließlich ist besagte Lücke mit Android 4.4 KitKat gefixt – Geräte, die mit Android 4.3 laufen, sollten also auch mit Android 4.4 KitKat laufen. Und wer ist für das Update zuständig? Richtig, nicht Google.

Was kann man Nutzern raten? Zumindest auf einen aktuellen Browser setzen – das Problem mit Apps, die WebView einsetzen, bleibt aber leider bestehen.


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