Google Street View und Datenschutz

13. August 2010 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von:

Mensch Leute – wir haben noch gar nicht über Google Street View und Datenschutz diskutiert – dabei ist es doch gerade ein Bombenthema in so ziemlich allen Medien. Da positionieren sich Opa und Oma schön vor dem kleinen Häuschen, lassen sich von Zeitung und TV inklusive Haus ablichten und filmen – regen sich aber über Google Street View auf. Ich komme aus dem Ruhrpott – da hängen alte Leute den ganzen Tag am Fenster und betreiben Street View 😉

Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal kommen Ende 2010 unter die Google’sche Lupe.

Die Jungs von Google haben einen Presseverteiler rumgeschickt, aus dem auch hervorgeht, wo und wann ihr euch beschweren könnt bzw. Widerspruch gegen Google Street View einlegen könnt. Dann wird euer Häuschen eben verpixelt in Google Maps dargestellt.

Dafür könnt ihr eine E-Mail schreiben, ab nächster Woche ein Onlineformular nutzen oder erst in Google Maps stöbern und auf MELDEN klicken. Denn dann kann im Nachhinein gepixelt werden. Falls wer nicht im Verteiler ist oder die News gelesen hat (danach gehts mir meinem Blabla weiter):

Option 1: Senden Sie einen Antrag mit genauen Angaben an Google. Das geht per E-Mail an streetview-deutschland@google.com oder per Brief an Google Germany GmbH, betr.: Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg.

Seit April 2009 können Eigentümer und Mieter in Deutschland auf den oben beschriebenen Wegen ihre Anträge an Google senden, um die Unkenntlichmachung ihres Hauses/ihrer Wohnung in Street View zu veranlassen.

Die Anträge, die per Brief eingereicht wurden, werden wie versprochen umgesetzt, bevor die entsprechenden Abbildungen in Street View verfügbar gemacht werden, und es sind seitens des Antragsstellers keine weiteren Maßnahmen erforderlich.
Antragsteller, die uns per E-Mail geschrieben haben, bekommen wie ihnen angekündigt eine Nachricht mit der Bitte, das in Option 2 beschriebene Online-Tool zu benutzen.

Eigentümer und Mieter können Google weiterhin Anträge per Brief senden. Eigentümer und Mieter aus den 20 Städten, die Google noch dieses Jahr in Street View verfügbar machen wird, beachten bitte Folgendes: Damit Ihr Antrag rechtzeitig vor der Einführung von Street View umgesetzt werden kann, muss der Brief mit Poststempel vom spätestens 21. September 2010 datiert sein. Alle rechtzeitig eingereichten Anträge werden vor Start umgesetzt.

Option 2: Verwenden Sie das ab nächster Woche (KW33) verfügbare Online-Tool
Das Online-Tool ist eine zusätzliche, ergänzende Möglichkeit für Mieter und Eigentümer in Deutschland, wie sie Google mit der Vorab-Unkenntlichmachung ihres Hauses beauftragen können, sofern sie dies nicht bereits zuvor per Brief getan haben.

Das Tool ist ein neues Instrument und wird für jene 20 Städte, die wie angekündigt als erste Städte via Street View in Deutschland online gestellt werden, für einen begrenzten Zeitraum bis Mitternacht (23.59 Uhr) am 15. September 2010 verfügbar sein.

Das Tool wird für alle anderen deutschen Städte und Gemeinden auch weiterhin bis ins nächste Jahr online zur Verfügung stehen, um auch in allen anderen deutschen Städten und Gemeinden die Vorab-Unkenntlichmachung von Bildern zu ermöglichen, bevor Street View für diese Städte und Gemeinden freigeschaltet wird.

Wer bereits per Brief die Vorab-Unkenntlichmachung seines Hauses beantragt hat, muss dies nicht nochmals mit Hilfe des Tools wiederholen. Diese Anträge werden bereits bearbeitet.
Sowohl die online- wie offline eingereichten Widersprüche für die 20 Städte müssen vor den oben genannten Terminen eingegangen sein, um ausreichend Zeit für die Bearbeitung vor Launch zu ermöglichen.

Option 3: Street View nach der Einführung in Deutschland ausprobieren und erst dann entscheiden, ob man per Street View-Reporting-Link innerhalb des Dienstes das Haus/die Wohnung unkenntlich machen möchte.
Den Start von Street View auch in Deutschland abzuwarten, bietet den Vorteil, dass Nutzer den Dienst selbst ausprobieren, die Abbildung ihres Hauses/ihrer Wohnung ansehen und die Vorteile von 360-Grad-Straßenansichten auch in Deutschland in der Praxis erfahren können, bevor sie die Unkenntlichmachung von Aufnahmen unwiederbringlich beantragen.

Wie für Street View in aller Welt gängig, können Nutzer auch nach der Bereitstellung des Dienstes in Deutschland ganz einfach auf den Link „Ein Problem melden“ links unten auf jedem einzelnen Street View-Bild klicken. Damit können Sie Google informieren, wenn Ihr Haus/Ihre Wohnung nachträglich unkenntlich gemacht werden soll.


Größere Kartenansicht
So, das war die Mail von Google zum Thema Street View in Deutschland. Ich habe sehr viel gelesen in den Tagen. Meinungen von klugen Köpfen und von Idioten. Mich interessiert aber eure Meinung zu Google Street View.

Ich selber werde nicht pixeln lassen (außer in 8Bit). Ich finde die Maps und auch Street View klasse. Klar, Autonummern und Personen müssen raus. Ich freue mich auf virtuelle Spaziergänge durch Städte und kann auch meinen Urlaub planen. Und wer keinen Urlaub hat, der kann durch die Maps streifen. Aber vielleicht übersehe ich ja etwas…

Also, wie sieht eure Sicht der Dinge aus? Freue mich auf eine rege Diskussion 🙂


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Über den Autor:

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