Google soll 1500 Raubkopie-Verlinkungen pro Minute rauskicken

23. November 2015 Kategorie: Google, geschrieben von: André Westphal

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Google ist die populärste Suchmaschine der Welt – das bringt enorme Möglichkeiten aber auch große Verantwortung mit sich. In letztere soll Google dann auch besonders durch Vertriebe urheberrechtlich geschützter Werke genommen werden. Aktuellen Informationen zufolge soll Google pro Minute 1500 Links zu Raubkopien entfernen. Das entspricht gegenüber 2014 einer Steigerung um satte 100 %. 2011 erhielt Google gar „nur“ ein paar Hundert Anfragen zur Entfernung derartiger Links.

Mittlerweile beschäftigt sich Google täglich mit über zwei Mio. Links zu urheberrechtlich geschützten Inhalten. Allein im Oktober erhielt Google von 5609 Inhabern von Urheberrechten Anfragen, um insgesamt 65 Mio. Links aus seinen Suchergebnissen zu streichen. Für Google bedeutet das trotz Automatisierung einen hohen Arbeitsaufwand, da viele Anfragen auch doppelt und dreifach eingehen bzw. teilweise falsche Meldungen dabei sind.

google takedown surge

Google bemüht sich Rechteinhabern entgegen zu kommen, welche dem Suchmaschinen-Giganten in der Vergangenheit vorgeworfen haben, Nutzer teilweise zu mehr illegalen als legalen Inhalten zu führen. 2014 passte Google seine Algorithmen aber bereits so an, dass beispielsweise Sites schlechter gelistet werden, zu denen besonders viele Copyright-Beschwerden eingehen. Dadurch sind z. B. einige, berüchtigte Torrent-Websites heute weitaus weniger sichtbar.

Trotzdem verlangen Industrieverbände wie die Motion Picture Association of America (MPAA) und die Recording Industriy Association of America (RIAA) vehement, dass Google noch aggressiver vorgehen sollte: Beispielsweise indem notorische Urheberrechtsverletzer komplett aus den Suchergebnissen herausfielen. Google will sich zu derart rigiden Maßnahmen (bisher) jedoch nicht überreden lassen.

Entsprechend kann man davon ausgehen, dass die Anfragen an Google vermutlich noch neue Höhen erreichen werden: Ein Ende der Beschwerden zu Raubkopien ist für den Suchmaschinen-Riesen jedenfalls nicht abzusehen.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 1952 Artikel geschrieben.