Google schließt auch CalDAV-API

16. März 2013 Kategorie: Google, geschrieben von: caschy

Das CalDAV-API (application programming interface, zu deutsch Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung) ist ein wenig in den letzten Tagen untergegangen. Wie auch der beliebte Google Reader sitzt das CalDAV-API derzeit in der Green Mile ein und wartet auf den digitalen Tod.

Google Kalender

Der normale Benutzer, der mit solchen Begrifflichkeiten vielleicht nichts anfangen kann, denkt sich vielleicht nichts dabei, doch das Abschalten ist definitiv eine Nachricht wert. CalDAV ist ein offenes Protokoll, das es ermöglicht, auf Kalenderdateien über WebDAV zuzugreifen.

Entwickler konnten in der Vergangenheit durch das API Anwendungen bauen, die Googles – also eure – Kalenderdaten nutzten. Ab dem 16. September ist dies aber nicht mehr möglich. Ab diesem Tage bekommen nur spezielle Entwickler, die auf einer Whitelist stehen, Zugriff auf das API. Das dürfte zum Beispiel Microsoft sein, die gerade CalDAV-Support in ihr Windows Phone-Betriebssystem einbauen.

So kann es sein, dass ihr in Zukunft einfach keine tollen Kalender-Apps bekommt, die auf das offene Protokoll CalDAV setzen, weil Google diesen Weg versperrt hat. Was Google aber ermöglicht? Die Nutzung des eigenen Google Calendar API.

Warum? Kann man nur raten. Das Google Calendar API ist weder offen, noch unbegrenzt: mehr als 10.000 Abfragen täglich kosten Geld. Und nun dürft ihr euch weiter ein eigenes Bild von Googles angeblicher Offenheit und Liebe zu offenen Protokollen machen. Sieht jedenfalls für mich etwas anders aus.

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Über den Autor: caschy

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