Google bietet „Revenge Porn“-Betroffenen die Entfernung der Inhalte aus den Suchergebnissen an

19. Juni 2015 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von:

Waren wir vorhin noch in den schönen Ecken des Netzes unterwegs, wird es nun schmutzig. Es geht um sogenannte Rachepornos, also Aufnahmen, meistens freizügig und von Ex-Partnern, die ohne Einverständnis der fotografierten Person im Internet veröffentlicht werden. Es geht sogar so weit, dass Betroffene auf einschlägigen Seiten dafür bezahlen sollen, damit die Bilder und Videos wieder verschwinden. Für Betroffene ist dies eine äußerst unangenehme Situation, vor allem wenn die Bilder auch noch unter dem echten Namen über Google auffindbar sind.

Google Office

Google sieht dies genauso als Problem an und kündigt nun an, solche Inhalte aus den Suchergebnissen entfernen zu lassen. Google ist sich bewusst, dass dies nicht das Problem der immer populärer werdenden Rachepornos eindämmen wird, den Opfern soll so wenigstens die Last genommen werden, dass sich die Bilder einfach suchen lassen. Zu diesem Zweck wird Google in den nächsten Wochen ein Formular zur Verfügung stellen, über das man eine Löschung dann beantragen kann.

Das Ganze erinnert ein bisschen an das Recht auf Vergessenwerden, welches Google in Europa zwingt, Artikel unter bestimmten Voraussetzungen aus den Suchergebnissen zu entfernen. Nur dass Google im Fall der Rachepornos erfreulicherweise von sich aus Hilfe anbietet. Das hat auch in keiner Weise etwas mit Zensur zu tun, die „Revenge Porn“-Bilder landen ja bereits unrechtmäßig im Netz. Feiner Zug von Google, wie ich finde.


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Über den Autor:

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