Google: Raubkopien sind ein Problem des Preises und der Verfügbarkeit

10. März 2014 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Google hat sich gegenüber der australischen Regierung zu Raubkopien geäußert. Anstatt drakonische Strafen per Gesetz festzulegen, sollte besser probiert werden, neue Geschäftsmodelle zu bewerben. Das Problem liegt nicht an der Verfügbarkeit der Raubkopien, sondern vielmehr an der Nichtverfügbarkeit legaler Angebote. Neu ist das Problem nicht. Man kennt das ja von sich selbst. Es ist oftmals einfacher eine Raubkopie zu ziehen, als irgendwelchen Content legal zu erwerben.

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Google schreibt: „We believe there is significant, credible evidence emerging that online piracy is primarily an availability and pricing problem. We would encourage the Government to promote new business models and a free marketplace for legal purchasing of content.“

Denkt man ein paar Jahre weiter, könnten Raubkopien eine ganz neue Qualität erreichen. Wenn die Welt einmal so weit ist, dass zum Beispiel Produkte aus dem heimischen 3D-Drucker kommen, anstatt in einem Geschäft gekauft zu werden, wird es auch einen illegalen Markt dafür geben, der weitaus schädlicher sein könnte als raubkopierte Filme, Musik, Software und Ebooks.

Den gesamten Brief von Google könnt Ihr hier einsehen. Dieser steht in einem starken Kontrast zu den Plänen der Australier. Diese sehen ein „Three Strikes“-Prinzip vor und machen auch vor der Sperrung von Seiten, die vermeintlich illegalen Content anbieten, keinen Halt.

Der leichtere legale Zugang zu Content ist etwas, das unbedingt einmal verwirklicht werden muss. Bei Musik ist das durch die zahlreichen Streaming-Dienste mittlerweile gegeben. Zumindest bei mir haben diese Dienste dafür gesorgt, dass ich diese nutze, anstatt mir die Sachen anderweitig zu besorgen. In Sachen Filme und Serien ist man hierzulande allerdings noch eher steinzeitlich. Egal ob Watchever, Maxdome oder Amazon Instant Video, meistens findet man nicht das, was man gerade sehen möchte. Aktualität ist ebenso meist nicht vorhanden.

Ohne, dass sich von Euch jetzt jemand als Raubkopierer outen soll, aber wäre eine verbesserte legale Verfügbarkeit ein Mittel, um bei Euch ein Umdenken zu bewirken? Auch wenn die Inhalte dann Geld kosten?



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Quelle: Torrentfreak |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

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