Google präsentiert Smartwatch, die dank Project Soli auf Gesten in der Nähe reagiert

21. Mai 2016 Kategorie: Android, Google, Hardware, Wearables, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Soli_WatchUnd noch mehr Neuigkeiten zu zukünftigen Wearables auf Androidbasis. Google präsentierte nun eine Smartwatch, die auf gezielte Bewegungen in der Nähe durch die Verwendung von Radartechnik reagiert. Bereits im letzten Jahr versprach man, dass sich in Zukunft spezielle Devices durch radar-getriebene Fingerbewegungen kontrollieren lassen werden. Nun konnte dies endlich auf einer modifizierten LG Urbane Smartwatch demonstriert werden.

Die Entwicklung befindet sich zwar immer noch in den Kinderschuhen, kann allerdings jetzt schon gut beeindrucken. Was uns dann in näherer Zukunft alles damit erwarten könnte, das lässt mich jetzt schon grinsen.

ProjectSoli

 

Kamen die Devs von Google der Uhr mit den Fingern näher, so tauchten im Display zusätzliche, neue Menüoptionen auf. Zog man die Hand wieder zurück, so erschien wieder die ursprüngliche Anzeige. Denkbar wären später Steuerungsoptionen wie:

  • Daumen und Zeigefinger drehen, als drehe man einen Lautstärkeregler an der HiFi-Anlage, um die Volume am Device zu ändern
  • Handwedeln, um die Nachrichten durchzublättern, etc.

Das Konzept ist stark, zweifelsfrei. Und auch wenn es sich hier nur um eine simple Vorstellung gehandelt hat, so könnte Soli doch durchaus in der Lage sein, die teils fummelige Bedienung solch‘ kleiner Displays deutlich zu vereinfachen, oder aber auch Geräte ohne Display mit smarten Gesten zu bedienen.

Im letzten Jahr habe Google aus 180 Bewerbern 60 auserkoren, mit dem Project Soli Alpha Developer-Kit zu experimentieren. Unter anderem kamen dabei auch Ideen zustande, wie die Implementierung der Technik in Autos. So kann das Autoradio intuitiv bedient oder aber auch das Lenkrad selbst durch Bewegungen davor gesteuert werden. Letzteres klingt derzeit allerdings noch etwas beunruhigend 😉

So gut auch alles funktioniert, so schnell durfte Google sich dann auch von Anwälten die Vorgabe aufbrummen lassen, auf ihre Kits eine Warnung vor dem enormen Stromverbrauch drucken zu müssen. Zusammen mit Infineon machte man sich dann daran, den Verbrauch um ein 22-faches zu reduzieren. Von 1,2 auf 0,054 Watt um genau zu sein. Zum Laufen bringen konnte man das Ganze dann auf einem QUALCOMM Snapdragon 400 und einem Intel Atom-Chip. Trotz all‘ dieser Anpassungen seien laut Engadget Abfrage-Raten von 18.000 (!!!) FPS möglich gewesen. Das sorgt für ausgesprochen detaillierte Eingabemöglichkeiten.


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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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