Google Play Store: Bewertungen schreiben nur noch mit Google+ Account

27. November 2012 Kategorie: Google, geschrieben von: Casi

Vor exakt einer Woche konnten wir euch von den Plänen Google berichten, die eine engere Verzahnung zwischen Google+ und dem Google Play Store vorweisen. Es gab einen Hinweis in der jüngsten Google Play APK, die darauf schließen ließ, dass es zukünftig nur noch dann möglich sein soll, Bewertungen bei Google Play zu verfassen, wenn man über seinen Google+ Account eingeloggt ist. Knappe Ansage jetzt: Seit heute ist diese Bedingung live, Caschy hat es direkt mal getestet und ihr findet ihn dort nun mit seinem Klarnamen vor:

Wenn ich jetzt ein Typ bin, der was gibt auf das Urteil des lieben Kollegen (und ja, ich bin so einer ^^), dann hebt das für mich die Qualität der dort abgegebenen Bewertungen. Wo jemand wie Caschy, Gilly oder Palle signalisiert, dass man für eine App bedenkenlos grünes Licht geben kann, da schlage ich natürlich viel eher zu, als wenn ich auf einen unbekannten Namen bzw einen mehr oder weniger anonymen Nickname treffe.

Wie ihr seht, habt ihr nun stattdessen statt Kuschelmaus69 den echten Namen eines Rezensenten und dazu sein Profilbild (+ Link zum Google+ Profil), was uns eine größere Qualität und Sicherheit bei den Empfehlungen bringt und Google natürlich eine bessere Verzahnung zwischen Google Play und Google+. Für mich persönlich kommt noch dazu, dass die Anzahl der Trolle rapide abnehmen wird in diesen Bewertungen, weil man sich sowas unter dem echten Namen vermutlich eher zwei Mal überlegen wird, ob man diese Zeilen ins Netz rotzt, oder stattdessen lieber schweigt bzw direkt ein vernünftiges Statement abgibt. Andererseits schätzen vermutlich auch viele Nutzer diese Anonymität und werden zukünftig auf Bewertungen ihrerseits verzichten – diese Nutzer jedoch werden mir herzlich wenig fehlen. Wie sieht es bei euch aus?

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26 Kommentare

Michael W. 27. November 2012 um 11:17 Uhr

Ich finde, damit befindet sich Google auf dem richtigen Weg. Wie du schon geschrieben hast, werden damit hoffentlich die Sinnfreien Rezessionen der Trolle rapide abnehmen und dafür die Qualität der Rezessionen zunehmen…hoffentlich.

Oliver B (@funnyoliver221) 27. November 2012 um 11:23 Uhr

Me Gusta!

Aber wie sieht es damit aus, wenn man jetzt dein G+ anguckt und wissen will, was du wie bewertet hast? Ich finde da keinen Link …

Alex 27. November 2012 um 11:35 Uhr

Da ich heutzutage den Überblick verloren habe, was mit meinen Posts alles passiert, die in irgendeiner Art über die Infrastruktur von sozialen Netzwerken abgewickelt werden, verkneife ich mir generell so ziemlich jeden Kommentar in der Richtung – unabhängig davon ob es positiv oder negativ ist. Manchmal schreibe ich zu einer App nur wenige Schlagworte rein – gerade wenn es eine positive Bewertung ist.
Ich möchte aber nicht, dass mir die Faulheit generell anhaftet, wenn in der Zukunft mal ein Personaler nach meinem Namen googelt und das debil anmutende Geschreibsel zu den Bewertungen findet – was in dem Kontext sicher ausreichend ist, außerhalb des Kontext aber sicher schlecht aussieht.
Kurzum… ich möchte auch künftig schnell und einfach meine Bewertungen abgeben ohne dass ich jedesmal um mein Bild in der Öffentlichkeit fürchten muss. Wir kennen das doch: schreib ich nur mal schnell was anonym, ist das schnell gemacht. Schreibe ich Mails oder im Namen meiner Firma, schreibt man was, überarbeitet es, liest es insgesamt 5mal und am Ende löscht man es vielleicht sogar. Da hab ich keinen Bock drauf!!!
Zum anderen möchte ich nicht bei jeder App, die ich bewerte, dass jeder Bekannte sieht, dass ich die App benutze. Nicht weil ich mich meiner Apps schäme, sondern weil es einfach keinen angeht. Mein Smartphone ist heutzutage ähnlich vertraulich und privat, wie meine Brieftasche und obwohl in meiner Brieftasche keine PINs oder Nacktbilder drin sind, möchte ich nicht, dass meine Kollegen drin rumschnüffeln. Genausowenig möchte ich, dass über meine Bewertungen mit Klarnamen ein Appprofil von mir erstellt werden kann. Um das zu vermeiden müsste ich ja auch bei jeder App die ich bewerte nicht nur überlegen, was ich schreibe, sondern ob ich das überhaupt möchte, dass mein Name mit der App und dem damit verbundenen Interessenfeld verknüpft wird.

Bei aller Freude darüber, dass Trolle so aus den Bewertungen ausgegrenzt werden sollen, ich bin mir sicher, dass auch sehr viele nicht mehr bewerten, die nicht in die Kategorie fallen. Das macht die Qualität solcher Bewertungen sicher nicht besser.

Wäre ich hier auf der Seite gezwungen über Facebook oder Google+ zu kommentieren, würde ich es auch nicht tun. Auch wenn mir hier keiner nachsagen kann, dass ich mich ständig im Ton vergreife oder sonst gröbsten Unsinn schreibe.

Fazit: keine Bewertungen mehr von mir.

P.S. ja ich bin scheinbar paranoid.

DerHansemann 27. November 2012 um 11:41 Uhr

nein du bist nicht paranoid…

Matthias 27. November 2012 um 11:44 Uhr

Das schaut doch mal supi aus!

Und so wie ich das gerade sehe, kann ich nun als Möchtegern Appentwickler auch endlich auf Fragen der Nutzer antworten :)

Vila 27. November 2012 um 11:53 Uhr

@Alex
Sehe ich genauso..hat nichts mit paranoid zu tun.Sowas nannte man früher Privatsphäre!
Google Play lässt sich doch sowieso nur mit GoogleAccount nutzen.Warum wird man denn jetzt gezwungen G+ zu benutzen?
Google will hier nur sein G+ -Dienst pushen.Das hat nichts mit der Qualität der Rezensionen zu tun.

ichbins 27. November 2012 um 11:59 Uhr

Müsste mich dazu extra bei Google+ anmelden. Das ist mir die Sache echt nicht wert.

Sepp 27. November 2012 um 12:00 Uhr

Und was ist nun die App, die caschy da mit 5 Sternen bewertet hat?

Adrian 27. November 2012 um 12:02 Uhr

@Alex
Du hast in vielen Punkten recht, bist nicht paranoid.
Trolle nerven. Nur gehts niemanden an, welche Apps ich habe und bewerte. Möchte ich zurecht eine App verreissen, dann überlege ich es unter meinem Klarnamen tue, mit welchen Folgen. Nächstens “revanchiert” sich dann der App-Hersteller, er kennt ja die Leute dann.. Unter Pseudonym tut man sich da leichter.

Alex 27. November 2012 um 12:03 Uhr

Gefunden habe ich die auch nicht über die Suche, aber bei Google ist das ja nicht unüblich, dass ein Dienst oder Feature erst gestartet wird und später erst in die Suche eingeflochten wird. Gesucht habe ich nach “Carsten Knobloch -bremerhaven site:play.google.com”. Ohne die ” natürlich. Das bremerhaven muss man abziehen, da sonst haufenweise Einträge kommen, in denen die App in der “Nutzer haben auch”-Rubrik aufgeführt wird.

Matthias 27. November 2012 um 12:27 Uhr

Die Liste unserer genutzten Apps bleibt doch (hoffentlich) auch anonym. Die Bewertung, nur in Sternchenform, ist doch auch anonym. Es geht nur um die abgegebenen Kommentare.

Und was da momentan oft für Schwachfug zu Lesen ist, ist selten hilfreich bei der Entscheidung für oder gegen die Nutzung einer App. Selbst “Klasse!”, “Kacke, läuft nicht.”, “Abzocke!!!!” sind Müll und gehören einfach nicht in die Bewertungen. Ersteres hätte in Sternchenform gereicht und die beiden anderen geben nicht einmal den Hauch einer Vorstellung was gemeint ist bzw. wo es da ein Problem mit der App gibt.

Die Anonymitätskeule ist hier doch wohl vollkommen fehl am Platze. Wenn man nicht will das irgendwer weiß das man heimlich kocht und seine Rezepte von einer App bezieht, der verzichtet eben auf eine Bewertung in Textform. In der dann vielleicht auch noch fett ausgemalt wird, wie besagte App ihm das letzte Date (Frau ist mit Kindern gerrade im Urlaub) gerettet hat.

icancompute 27. November 2012 um 12:39 Uhr

Die Argumente, dass dadurch Trolle verschwinden, wie auch qualitativ hochwertige Bewertungen ist brechtigt.

Allerdings behaupte ich, wer bewusster Texte/Meinungen/Antworten/Beiträge im Netz hinterlässt, braucht sich weniger Gedanken dazu zu machen, wenn er dazu steht und seine Aussagen argumentativ stützen kann. Ich bin zum Beispiel wegen meines Blogs dazu übergegangen, sämtliche Kontakte in sozialen Netzwerken auf Klarnamen umzustellen. Warum? Weil ich besagte Netzwerke zur Verbreitung meiner Blogbeiträge nutzen will. Da ich mein Blog gerne einigermaßen seriös betreiben will, sollte ich konsequenter Weise die dazugehörigen Informationskanäle ebenso betreiben. Das hat für mich einen positiven Aspekt gebracht: Ich verfasse Beiträge/Texte/Antworten etc. wesentlich bewusster. Nicht aus Angst, es könnte bei einem zukünftigen Arbeitgeber einen negativen Eindruck hinterlassen. Sondern deshalb, weil ich es dann argumentativ untermauern kann, meine Meinung vertreten zu haben. Und die lasse ich mir nicht absprechen.

Einzig, dass dann Kriminelle gezielter Smartphones von bestimmten Zielpersonen angreifen können, ist für mich ein Argument contra der G+ Verknüpfung.

3lektrolurch 27. November 2012 um 12:40 Uhr

@Matthias
“Die Anonymitätskeule ist hier doch wohl vollkommen fehl am Platze.”
Also zu 100% fehl am Platze? Dieser Satz macht dich zu 100% inkompetent.

Matthias 27. November 2012 um 13:15 Uhr

@3lektrolurch
Inkompetent in welchem Bereich? Und warum?

Ich für meinen Teil weiß das das Internet kein rechtsfreier und anonymer Raum ist. In dem ich ungeachtet der Konsequenzen meinen ganzen Müll abladen kann. Das man vorher überlegt was man wo und wie postet, weil es ja doch irgendwer liest und mit ein wenig Mühe auch zu mir als Person zurück verfolgen kann. Und wenn ich meine Meinung im Netz preisgebe, dann muss ich nun einmal (leider) auch dazu stehen.

Das ganze Verstecken hinter irgendwelchen Nicknamen täuscht doch nur Sicherheit vor. Google deinen Nick doch mal. Zufällig dein Twitter Profil? Wohnort, Bilder, Netzbekanntenkreis (vielleicht sogar ein paar RL Kontakte), Informationen aus den Tweets. Sehr sehr anonym.

Alex 27. November 2012 um 13:47 Uhr

@Matthias und genau das Verstecken hinter irgendwelchen Nicknamen bildet doch das wirkliche Leben zu 100% ab.
Meine Kollegen, Familie, Freunde, Bekannte von verschiedenen Events oder Veranstaltungen haben von mir das Bild von mir, was ich ihnen bewusst oder unbewusst vermittle. Die Kollegen kennen mich als ITler, hilfsbereiten Kollegen und Dienstreisenmuffel. Die aus dem Fitnesstudio kennen mich als ehemaligen Kampfsportler, der immer einen gute Tip zu Übungen hat (gern auch ungefragt) und meine Frau weiss, dass ich im Auto gerne popele. Ich belästige meine Kollegen nicht damit, wie Liegestütze abzuwandeln sind, dass man den Trizeps bedient, im Fitnesstudio rede ich nicht darüber bis zu welchem One Piece Buch ich die Serie gekauft und gelesen habe und meiner Frau erzähle ich nicht warum ich den MS Sharepoint Server schei*** finde.
Ich trenne die Kreise nicht weil ich mich in manchen Kreisen so benehme, dass ich mich anderen Kreisen gegenüber schämen muss, sondern ich schaffe mir so meine Räume, in die ich mich zurückziehen kann, wenn ich auf ein Thema Bock oder kein Bock habe. Keiner weiss alles von mir, es hat auch sicher keiner das Interesse und es braucht auch keiner alle Infos von mir außer mir selber.
Und genau so mag ich das online eigentlich auch. Ich möchte bestimmen, wo ich unter welchem Nick bekannt bin und welche Communities mich wie kennen.

Sicher überschneiden sich die Kreise immer etwas, wie ich Kollegen im Fitnesstudio habe und Kollegen mit mir Online Shooter spielen und meine Frau auch privat kennen oder Freunde die auch RPGs mit mir spielen, wo mal die eine oder andere Info rübersickert, aber im großen und ganzen funktioniert die Trennung wunderbar und hält unliebsame Bekannte aus dem einen oder anderen Kreis davon ab, in einen anderen Kreis einzusickern, wo sich das Interesse überschneidet – das Einsickern aber dadurch verhindert wird, dass eben die Person von der Existenz dieser Gemeinsamkeit nichts weiss.

Dieser Klarnamenzwang hat seine Vorteile, aber eben auch seine Nachteile und das ständige Argument, im RL könne man sich auch nicht verstecken, ist ein Ausrede um die Daten der Personen verknüpfen zu können. Mehr nicht.

Richard 27. November 2012 um 13:55 Uhr

Zum einen geht niemanden etwas an, welche Apps ich verwende. Deswegen spreche ich auch in der Öffentlichkeit nicht darüber. Zum anderen darf man sich bestimmt schon auf Kontaktaufnahmen in der Art,’Hey du benutzt die App doch auch. Wie geht denn XY?’ freuen. Daher werde ich ab jetzt keine Apps mehr bewerten. My2c.

doctor 27. November 2012 um 14:03 Uhr

Alex, du hast auch meine Meinung zu 100% wiedergegeben. Anonymität mit schlechten Kommentaren gleichzusetzen, würde (fast) die gesamte Kommentarhistorie dieses Blogs für Müll erklären.

Matthias 27. November 2012 um 14:16 Uhr

@Alex

Das verstehe ich doch und – Hand aufs Herz – mache es weder RL noch im Netz anders. Es wird soweit ich es für nötig erachte getrennt. Notfalls wird eben auch mit getrennten Accounts / Namen / Bildern gearbeitet, damit nichts mal eben so per Google durchsickern kann. Es sei denn es kommt tatsächlich mal wer mit dem nötigen Knowhow nebst Möglichkeiten an. Aber das kann mir im RL ja auch passieren.

Steht doch aber auch nicht im Widerspruch zu meiner Klarnamenexistenz bei Google+ / Facebook. Dort wird verwertet was jeder wissen kann / darf. Es liegt ja soweit unter meiner Kontrolle, bestimmte Kreise auf dieses Wissen aufmerksam zu machen.

Und bei den App Bewertungen ist es doch nicht anders. Ich habe doch die Wahl eine App zu nutzen und kein Kreis erfährt etwas davon. Diese App dann auch, nur mit Sternchen, zu bewerten und wieder erfährt kein Kreis etwas davon. Und bei Bewertungen in Textform muss ich eben abwägen, ob ich will das jeder einsehen (und mich notfalls auch kontaktieren) kann das ich diese App nutze. Und darum geht es hier doch auch eigentlich, oder? Und eben auch den positiven Effekt (für Nutzer und Entwickler) das hoffentlich das Niveau der Bewertungen steigt. Einfach weil man gezwungen wird abzuwägen und sich bei Preisgabe auch genötigt fühlen sollte, mehr als nur ein, zwei Worte abzugeben. Eben eine richtige Bewertung.

Alex 27. November 2012 um 14:23 Uhr

Es gibt aus Privatssphäregründen auch noch mehr Argumente gegen Klarnamenzwang. Ein Mensch entwickelt sich ja auch über die Zeit und legt Interessen und schlechte Eigenschaften ab udn sicher auch zu. Im RL ist das kein Problem. Die Personen die mich als Raucher kannten haben auch mitbekommen wie ich aufgehört habe zu rauchen. Zu wem ich keinen Kontakt mehr hatte als ich mit Rauchen aufgehört habe, bei dem ist das auch egal, was derjenige nun denkt. Ein künftiger Arbeitgeber würde eine solche Person niemals finden um das Statement zu erhalten “Stell den nicht an, der raucht ne Packung am Tag”. Die Verbindung zu diesem Kreis meiner Vergangenheit ist tot und es gibt kein RL-Google wo jemand das kollektive Gedächtnis der Menschheit danach abfragen kann. Online sieht das anders aus. Da sind schlechte Angewohnheiten dann archiviert und ein potentieller Arbeitgeber findet meine Posts in der Facebookgruppe Waffennarren (ausgedacht) und bloß weil ich dort seit zwei Jahren nicht mehr gepostet habe, kann keiner sicher sein, ob ich nicht doch jeden Abend irre grinsend meine Knarre poliere. Also wird die Cheffin des Kindergartens bei dem ich mich als Hausmeister bewerbe wohl eher eine Absage schreiben, als den potentiellen Waffennarren anzustellen.

Realistischer aber weniger lustig wäre wohl eher ein Beispiel aus der Jugend-Disko-jeden-Freitag-voll-Zeit mit Kotzfotos aufm Parkplatz. Bloß weil solche Bilder schon etwas zurück liegen, kann trotzdem keiner sicher sein, dass ich nicht doch bei jeder Firmenfeier unterm Tisch liege. Es gibt nur halt keine aktuellen Infos darüber und was immer am ehesten hängen bleibt ist der negative längst verjährte Eindruck meiner Person.

Muss ich nicht haben.

Alex 27. November 2012 um 14:26 Uhr

Oder ein zukünftiger Arbeitgeber findet meine langen Posts hier um diese Uhrzeit ohne zu wissen, dass ich Urlaub habe und denkt sich: man der suft ja nur statt zu arbeiten.

:D

kOOk 27. November 2012 um 16:46 Uhr

Wann wohl der erste App-Hersteller aus irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Gründen per Rechtsanwalt gegen ihm unliebsame App-Bewertungen vorgehen wird? Keine Ahnung, bin mir aber sicher, dass das kommen wird. Ich bewerte keine Apps mit meinem Klarnamen, basta.

Nick 27. November 2012 um 17:01 Uhr

Als Entwickler freue ich mich, da ich auch denke, dass unqualifizierte Kommentare weniger werden könnten.
Als Kunde sollte man die Bewertungsfunktion nun auch ernster nehmen (falls noch nicht geschehen)…

podshot (@ifuckyourmind) 29. November 2012 um 20:44 Uhr

Was ist mit Apps aus denen sexuelle Neigungen , politische Interessen , religiöse Ausrichtung etc hervorgehen ? . Von mir aus kann in meinem Fall jeder alles von mir wissen, aber ich mache jede Wette das ich damit eine Ausnahme darstelle. Wäre Google ein in sich geschlossenes Nutzersystem, also das nur G+ Mitglieder Zugriff auf all die Infos oder die Google-Suche hätten, könnte man ja noch sagen “es bleibt ja in der Famillie”. Aber “gegooglet” wird nunmal weltweit auf jedem Computer. Es ist unberechenbar, in welchem Zusammenhang und Suchbegriffen künftig mein Name,mein Foto und meine App-Präferenzen in den Suchergebnissen von Max Mustermann auftauchen.

Weiterhin sollte sich jeder im Klaren sein, dass auch Behörden selbstredend Ihre Schlüsse aus den “Zufallstreffern” ziehen werden, die sie so nett beim alltagsgooglen und surfen künftig frei Haus geliefert bekommen. Alleine schon so Läden wie die GEZ werden sicher interessiert aufzeichnen welcher Bürger wieviele Geräte besitzt. Auch Gerichtsvollzieher, Jobcenter und andere Stellen, die sich für Vermögenswerte interessieren, werden voll auf Ihre Kosten kommen.

Dazu natürlich die Gefahr, sich mit einem bestimmten Persönlichkeitsprofil karriereseitige Chancen ein für allemal zu versauen, analog zu unerwünschten Postings im www, die einem dann später mal in einem Bewerbungsgespräch vorgehalten werden.

Zudem müsst Ihr einfach mal die allgemeine Entwicklung sehen : Heute sind es Bewertungen, und morgen ? Morgen gibt es keine Apps mehr ohne Profil, oder das Gerät lässt sich gleich gar nicht aktivieren. Wenn die Masse jetzt nicht aufmuckt, wird man bei Google schneller an sowas denken, als einem lieb sein könnte.

Wenn Google diese Linie durchziehen will, müssen sie Pseudonyme in G+ zulassen, aber sie verlangen Klarnamen. Ich habe es mit meinem allseits bekannten Twitter Nick versucht und bekam die Meldung, ich würde gegen irgendwelche “Namensrichtlininen” verstossen. Dann nahm ich “Max Mustermann” worauf angedroht wurde, ich müsse beweisen das ich so heissen würde, also nix da mit frei wählbar. Woher im WWW die Meldungen stammen, dass G+ keinen Klarnamenzwang hat, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel .

Microsoft verzahnt sein Windows8 auch mit der LiveID und Foto nebst Namen tauchen in den Store-Bewertungen auf – allerdings kann man sich bei MS eben auch MickyMaus nennen.

Apple lässt einem ebenfalls freie Wahl bei der Namensgebung zur AppleID.

Letztlich geht es einfach um die fehlende Freiwilligkeit, die mich hier bei Google ankotzt. Zwang hat immer was diktatorisches. Wie kann man das auch nur ansatzweise wollen ?

Merke : Zwang zu irgendwas ist immer scheisse. Firmen oder Produkte, die mich zu irgendwas zwingen wollen, nutze ich nicht. “Don’t be Evil” kann man inzwischen getrost als Sarkasmus in die Tonne werfen, genau das Gegenteil ist der Fall geworden .

Abwarten wohin die Reise da geht. Meine einzige Gewissheit ist ja dass Hochmut vor dem Fall kommt. Bitte schön tief !

nicki nixda 4. Juli 2013 um 19:54 Uhr

Google scheint jezt auch die Android-User immer mehr ver”apple”n zu wollen.
“Damit die Bewertungen besser werden” – so ein Schwachsinnsargument vorzuschieben, damit das üble privatsphärenignorierende Google+ gepusht wird, ist krank. Leute, wann merkt Ihr endlich, wie gläsern ihr für Profitmaschinen, wie Google werdet. Wir wäre es mit einem Boykott von den Datenkraken ?


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