Google Play Services 6.5 bringt Google für Familien, Android Auto, Updates von SD-Karte und mehr

22. November 2014 Kategorie: Android, Google, geschrieben von:

Derzeit verteilt Google mal wieder eine neue Version der Google Play Services, doch neben Anpassungen für Android 5.0 und Material Design stecken dort weitaus größere und interessantere Änderungen drin. Diese betreffen natürlich den Support für Android Auto, welches erst diese Woche gestartet ist und bringt Neuigkeiten für Smartphones mit SD-Karten-Einschub. Aber auch Familien kommen diesmal auf ihre Kosten.

Play Store Logo Google

Android Auto:

Ab sofort beherrschen die Google Play Services den Umgang mit Googles neuer Plattform für Autos. Leider hat man vergangene Woche nur sehr wenig über Android Auto und dessen Zukunft gesagt und weiterhin gibt es nur zwei verschiedene Arten von Apps. So gibt es zum einen „Audio“-Apps und zum anderen „Messaging“-Apps. Bei Android Police haben sie die APK der Google Play Services auseinandergenommen und sind dabei auf einige interessante Strings gestoßen.

So gibt es zum eine Berechtigungen, welche es Apps erlauben auf eure Tankfüllung, euren Kilometerstand oder auf eure aktuelle Geschwindigkeit zugreifen zu können. Derzeit gibt es zu diesen Berechtigungen allerdings noch keine Dokumentation, sie zeigen uns allerdings auf, wohin die Reise mit Android Auto gehen könnte. Es handelt sich wie auch bei Android Wear und Android TV um eine sehr junge Plattform und ich bin mir sicher, in der Zukunft wird da noch einiges passieren.

Google für Familien:

Schreiten wir weiter zur nächsten großen Änderung, denn während Nutzer unter iOS oder auf Amazons Fire Geräten ihren Kindern ein Limit setzen können, fehlte solch eine Funktion unter Android bislang. Doch nun zieht Google nach und implementiert eine Funktion namens „Google for Families“ in die Google Play Services. Dieser Dienst wird, wie auch schon der Android Device Manager, zum Geräteadministrator ernannt und bekommt so Kontrolle über das Gerät. Dies ist insofern wichtig, als dass ihr mit „Google for Families“ ein Zeit- und Speicherlimit einstellen könnt, welches eure Kinder nicht überschreiten können.

Wird die Zeit überschritten, bekommt euer Junior eine Meldung darüber, wie lange er warten muss, bis er wieder an sein Gerät darf. Auch kann eine Schlafenszeit eingestellt werden, wird diese Zeit erreicht, erscheint die Meldung „Bedtime“. Diskussionen und ein ewiges Hin und Her um ein Gerät sollten somit ein Ende haben, eine richtige Erziehung ersetzt dies sicherlich noch nicht.

Google Help:

Schon länger vermutet man, dass Google seinen Support-Chat auf Google Hangouts verlagern möchte, dies bestätigt der jüngste APK-Teardown bei Android-Police erneut und so finden sich nun auch passende Icons in den Google Play Services.

Firmware Updates via SD-Karte

Jetzt wird es interessant für alle Nutzer mit SD-Karten Einschub, denn die SD-Karte scheint wieder eine Rolle zu spielen. Während man seit Android 4.0 gegen die SD-Karte in Android-Geräten gekämpft hat, scheint man mit Android 5.0 komplett in die andere Richtung zu steuern. So gibt es in den aktuellsten Play Services Hinweise auf eine Update-Funktion via SD-Karte.

Liegt ein kompatibles Update auf eurer SD-Karte, bietet euch euer Gerät ab sofort von selbst ein Update an. Der Verdacht geht natürlich dahin, dass man diese Funktion für Android One eingebaut hat. Denn die Nutzer in den Android One-Ländern haben unter Umständen (wenn überhaupt) eine schwache Internetverbindung zur Hand. Hier könnten sich Updates ganz klassisch via SD-Karte verbreiten oder eben per Bluetooth hin und her geschickt werden. Aber auch hierzulande könnte diese Funktion praktisch sein, denn sobald ein OTA-Update verfügbar ist, kann man dieses ganz einfach von SD-Karte installieren. Kein Ärger mehr im Recoverymodus oder mit der ADB-Sideload-Funktion.

Lockbox:

Es gibt noch nicht wirklich viele Informationen darüber, aber scheinbar plant Google einen weiteren Dienst, um euer Gerät vor Dieben zu schützen. Dieser Dienst scheint derzeit auf den Namen Lockbox zu hören. Lockbox greift auf eure Telefonie- und Ortungsdaten zu und überprüft zudem eure Konten auf Veränderungen. Was genau hinter Lockbox steckt, ist leider noch unbekannt.

Bis auf die Funktionen für Android Auto, liegen die meisten Funktionen leider noch brach. Sobald Google diese veröffentlicht, könnt ihr loslegen und euer Android-Gerät ist bereit für all die neuen Funktionen, welche ich euch hier vorgestellt habe. (via Android Police)


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Über den Autor:

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