Google Play: Mehr als 400 Malware-Apps sorgen für Trubel

1. Oktober 2016 Kategorie: Android, Backup & Security, Google, Mobile, geschrieben von: André Westphal

google play logo

Google Play und die Malware: Das ist ein ewiges Thema, dann immer wieder schleichen sich Schädlinge in den offiziellen Store. Dabei sind die Macher durchaus kreativ. Im Juni gab es etwa Informationen zu zahlreichen mit Malware versuchten Fußball-Apps. Zuletzt kam nun heraus, dass über 400 Apps im Play Store infizierte Smartphones zum Lauschen missbrauchen konnten. Eine der Apps, infiziert mit dem sogenannten „DressCode“, wurde sogar zwischen 100.000 bis 500.000 mal heruntergeladen. Mittlerweile wurde die Anwendung immerhin entfernt.

Bekannt war jene Anwendung als „Mod GTA5 for Minecraft PE“. Was so sinnfrei wie harmlos klingt, schaufelte einen Schädling aufs mobile Endgerät, welcher eine beständige Verbindung mit einem durch Angreifer kontrollierten Server aufbaute. So konnten die Hacker dann im Netzwerk diverse Sicherheitsmaßnahmen umgehen. Gefährlich war das vor allem für Firmennetzwerke, da so auch Angriffe auf interne Server und sensible Daten möglich wären. Tatsächlich kann die Malware einen SOCKS-Proxy auf dem infizierten Gerät einrichten. Auf diese Weise kann das Smartphone beispielsweise zu einem Bot in einem größeren Bot-Netzwerk werden. Auch der Missbrauch für DDoS-Attacken ist somit möglich.Über umgeleitete IP-Adressen können die Angreifer das infizierte Gerät natürlich auch für gefälschten Traffic und gefälschte Klicks nutzen, um so Einnahmen für sich zu generieren.

mod-gta5-for-minecraft-pe

Google hat die mit DressCode verseuchten Apps mittlerweile entfernt und sei sich laut eigenen Aussagen des Problems bewusst. Trotzdem ist für Android-Nutzer nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich, dass sich weiterhin regelmäßig Schädlinge in den offiziellen Play Store fressen. Ein Gefühl der Sicherheit und Verlässlichkeit mag so nicht recht aufkommen. Zumal die Hinweise auf die Malware immer wieder von externen Sicherheitsspezialisten kommen, z. B. Trend Micro oder Checkpoint.

Am Ende solltet ihr also selbst im offiziellen Play Store weiterhin darauf achten, welche Apps ihr herunterladet und im Zweifelsfall mal einen genaueren Blick auf den Entwickler schmeißen. Auf diese Weise lässt sich bereits viel Ärger vermeiden.

(via ArsTechnica)


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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