Google muss Street View-Daten in Brasilien abgeben, bekommt Zusammenarbeit mit der NSA vorgeworfen

11. November 2013 Kategorie: Google, geschrieben von:

Das hatte sich Google sicher alles ganz anders vorgestellt mit Street View. In einigen Ländern führte der Mitschnitt von privaten WLAN-Daten zu Gerichtsprozessen, die durch Zahlung verhältnismäßig kleiner Summen aus der Welt geschafft wurden. In Brasilien urteilte ein Gericht nun auf die Herausgabe der privaten Street View-Daten, weigert sich Google, werden pro Tag 50.000 Dollar fällig. Peanuts für Google, der Grund für die Anordnung durch das Gericht ist aber schon fast spektakulär.

Google-Streetview-1

Das Brazilian Institute of Computer Policy and Rights (IBDI) beschwert sich, dass Google mit dem Street View Programm persönliche Kommunikationsdaten sammelt und eben die WLAN-Daten abgreift. So weit, so gut, das sind die gleichen Beschwerden, wie sie seit Jahren kommen. Wäre da nicht der in Brasilien aufblühende NSA-Späh-Skandal.

Das IBDI wirft Google nämlich vor, ein Teil der NSA-Verschwörung zu sein, um die Daten der Brasilianer, inklusive der der Präsidentin Dilma Rousseff, auszuspionieren. Google stellte sich in der Öffentlichkeit immer gegen die NSA und auch Eric Schmidt findet klare Worte, was das Abhörverhalten der NSA angeht. Wie man beim IBDI auf diese Idee kommt, wird leider nicht verraten. Google erklärte dem Gericht, dass das Sammeln von Daten Jahre her ist und die Fälle in anderen Ländern abgeschlossen seien.


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Quelle: TechEye |

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