Google möchte versehentliche Klicks auf mobile Werbeanzeigen verhindern

27. Juni 2015 Kategorie: Google, Internet, Mobile, geschrieben von:

Beim Klick auf eine Werbeanzeige auf Webseiten oder in Apps sind drei Parteien involviert. Der Nutzer, der eine Anzeige anklickt, der Werber, der für diesen Klick bezahlt und der Webseitenbetreiber oder App Publisher, der für diesen Klick bezahlt wird. Von einem versehentlichen Klick profitiert nur Letzterer, für den Nutzer ist es meist ärgerlich, weil er eigentlich nicht klicken wollte und nun der Arbeitsfluss unterbrochen ist. Der Werber hat vom unbeabsichtigtem Klick ebenfalls keinen Vorteil, ihm entstehen dadurch nur Kosten – ohne Aussicht auf Profit.

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Um solche Klicks einzudämmen, hat Google an den Erkennungsmechanismen für Klicks auf Anzeigen, die über AdWords ausgeliefert werden, gefeilt. Drei verschiedene Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass es zu weniger versehentlichen Klicks kommt, positiv für Werber und Nutzer.

1. Klicks an Rändern von Anzeigen werden geblockt: Die Ränder von Werbeanzeigen mit Bild sind nicht mehr klickbar. Google macht zwar keine genauen Angaben, wie weit vom Rand entfernt geklickt werden muss, lässt aber wissen, dass ein Klick zentraler erfolgen muss. Nur dann wird auch der Klick ausgeführt.

2. Klicks auf App-Icons werden geblockt: Fullscreen-Werbung in Apps, die wiederum andere Apps bewirbt hat meist in der Nähe des App-Icons (der beworbenen App) das magische x zum Schließen der Anzeige. Ein versehentlicher Klick auf das in der Nähe befindliche App-Icon führte dann in den entsprechenden App Store. Dies kann nun nicht mehr passieren, Klicks auf das App-Icon zählen nicht, man muss den Call-to-Action Button (meist „Free“, „Install“ oder „Download“) klicken, um in den App Store geleitet zu werden.

3. Verzögerung bis zur Klickmöglichkeit: Anzeigen müssen erst eine Weile (auch hier nennt Google keine genauen Parameter) auf dem Bildschirm angezeigt werden, bevor sie überhaupt geklickt werden können. Gerade mobil kann dies einen enormen Unterschied machen. Lädt eine Seite recht langsam und man klickt schon einen Link, während plötzlich eine Anzeige erscheint, hat man meist Pech gehabt. Dies sollte mit der neuen Verzögerung nicht mehr passieren.

Ich bin der Meinung, dass dies durchaus willkommene Änderungen sind. Gerade In-App-Werbung ist für den Nutzer häufig eine reine Pest und führt eher häufiger als selten zu Fehlklicks. Dies ist sicher durch die Entwickler der Apps nicht ganz unbeabsichtigt, immerhin kassieren sie pro Klick, für den Nutzer ist es einfach nur nervig und für den Werber, gerade wenn es um App-Installs geht, sehr teuer. Feiner Zug von Google, oder?

(Quelle: AdWords)

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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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