Google und MIT entwickeln Foto-Algorithmus zur nahezu perfekten Entfernung von Reflexion

5. August 2015 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von:

Jeder von uns kennt sicherlich die Situation, in der man beispielsweise in einem Zoo vor einem Gehege steht und versucht den Tiger dahinter zu fotografieren, ohne den blöden Zaun im Bild zu haben. Hand reinstecken ist da eher die blödeste Wahl. Anderes Beispiel: Man steht abends im 20. Stock eines Hotels mit Blick über den wunderschönen Hafen Hamburgs und möchte ein Foto davon machen. Blöd nur, dass es regnet und die Reflexion der Zimmerlampe in der Fensterscheibe das ganze Bild ruiniert.

Es gibt sicherlich zig anderer Situationen wie diese und bislang musste man leider mit den Umständen leben und seinen Instagram-Followern ein semi-optimales Bild präsentieren. Oder auch nicht, denn Google und Forscher des Massachusetts Institute of Technology – kurz MIT – haben kürzlich einen Algorithmus präsentiert, der solche Elemente beinahe komplett wegretuschieren kann.

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Auf der SIGGRAPH-Konferenz in Los Angeles hat das Forscher-Team ein entsprechendes Papier vorgelegt und den Algorithmus präsentiert. Um den Algorithmus sein Wunderwerk machen zu lassen, muss man eine kurze Videosequenz aufnehmen und die Kamera dabei ein wenig nach links und rechts bewegen. Hierin erkennt der Algorithmus dann die verschiedenen Elemente, die das eigentliche Bild blockieren und spielt den Photoshop-Philipp.

Beeindruckend ist, wie gut der Algorithmus bereits funktioniert – zwar noch nicht hunderprozentig exakt, aber sehr nahe dran. Doch so faszinierend der Algorithmus auch arbeitet, er ist auch ganz schön beängstigend. Er kann nämlich nicht nur Zäune, Reflexion oder sogar Regentropfen aus dem Bild retuschieren, sondern sogar die Hintergrundreflektion als einzelnes Bild in sehr guter Qualität darstellen. Eigentlich ein gefundenes Fressen für CSI-Fans. Wer sich das Papier zum Algorithmus des MIT und Google genauer anschauen möchte, kann dies auf einer speziell eingerichteten Seite einlesen.

(Quelle: TechCrunch)

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