Google Maps: So funktioniert die Standortfreigabe

29. März 2017 Kategorie: Android, Google, iOS, geschrieben von: caschy

Das Teilen unseres Standortes ist nicht neu. Den momentanen Standort können sehr viele Messenger seit langer Zeit teilen. Um aber den genauen Standort, inklusive des Standortverlaufes im Auge zu haben, musste man zu anderen Mitteln greifen. In der iOS-Blase hat man da eine Freunde-App zur Verfügung, auf Android und iOS gibt es dann auch noch Glympse, ein paar andere Nischen-Apps und selbst „Vertrauenswürdige Kontakte“ von Google könnte man unter Android nutzen.

Zusätzliche Apps und Fummeleien sind aber für normale Nutzer nichts. Die Funktion muss irgendwie einfach da und leicht zu nutzen sein. Bei der App Google Maps ist die Chance groß, dass man sie installiert hat. Google Maps kann jetzt den Aufenthaltsort inklusive Standortverlauf teilen – und das geht recht einfach. Wer noch nie davon hörte, darf gerne weiter lesen.

Google Maps erlaubt das Teilen des Standortes aus der App heraus. Das funktioniert unter Android und iOS. Um das Ganze einmal zu machen, startet man Google Maps und ruft aus der Seitenleiste den Punkt „Standortfreigabe“ auf. Das ist unter iOS und Android identisch.

Nun kann man den eigenen Standort (und die Bewegungen, also den Standortverlauf“ mit anderen teilen. Hierfür einfach rechts oben auf das Symbol mit der Person mit dem Pluszeichen oder unten auf „Jetzt starten“ klicken.

Nun kann der Nutzer auswählen, wie lange er den Echtzeitstandort teilen möchte. Man kann 15 Minuten-Schritte bis zu einer Stunde wählen, danach geht es im Stundentakt bis zu 12 Stunden hoch – danach folgt: 1 Tag, 2 Tage und 3 Tage. Ist der Zeitraum abgelaufen, so beendet sich das Teilen des Standortes in Google Maps automatisch.

Alternativ kann man „Bis zur Deaktivierung“ wählen. Dann ist das Teilen des Standortes immer aktiv, bis ihr es in der App beendet. Auch wenn ihr eine Zeit eingestellt habt: Das Teilen des Standortes in Google Maps kann immer manuell beendet werden.

Denkt bitte daran: Das Erlauben des Zugriffes auf den aktuellen Standort kann unter Umständen mehr Akku kosten, da sicherlich mit höherer Frequenz als beim Standortverlauf von Google selbst abgefragt wird.

Nachdem ihr eingestellt habt, wie lange ihr euren Standort teilen wollt, müsst ihr diesen natürlich teilen. Google Maps bietet dazu mehrere Optionen unten an, letzten Endes handelt es sich um einen „geheimen“ Link. Wer diesen hat, der kann sehen, wo ihr euch befindet.

Ihr verschickt also auf irgendeine Art und Weise (Messenger, SMS…) einen personalisierten Link. Wer den Link hat, der kann auf euren Standort zugreifen, so lange ihr diesen freigebt. Das funktioniert für die Betrachter mobil auf dem Smartphone oder an irgendeinem Rechner. Wie gesagt: Das funktioniert immer, wenn die Person einen Link hat. Sieht dann so aus, wie das Bild über diesem Absatz.

Besonderheit „Personen auswählen“, Google-Nutzer

Ich beschrieb das klassische Teilen über einen Link. Nutzt ihr den Menüpunkt „Personen auswählen“, dann könnt ihr ebenfalls eure Kontakte einladen, die dann eine Mail oder SMS bekommen. Handelt es sich dabei um Google-Nutzer, dann seht ihr auch deren Avatar, sofern hinterlegt. Der Vorteil des Teilens an einen Google-Nutzer: Die Einladung ist personalisiert und kann von keinem anderen Nutzer aufgerufen werden.

Die Google-Nutzer werden anders visualisiert – und es kann dort nicht nur die Freigabe beendet werden, man kann Nutzer auch grundsätzlich blockieren. Dafür einfach auf dem Teilen-Bildschirm mit dem Nutzer unten das Menü mit den drei Punkten auswählen und „Blockieren“ wählen. Gut für häufiges Sharing: Während ein Link verfällt, bleibt der Google-Nutzer aus der Vergangenheit weiter oben in der Leiste zu sehen sodass schnell mit ihm geteilt werden kann.

Zurück zum Sharing über Link. Wichtig zu wissen: Zwar können die Links weitergegeben werden, sie enthalten aber eine Info über die Freigabe in Sachen Zeit. Habt ihr eine Stunde eingestellt und der Link wird nach 30 Minuten geöffnet, dann kann der Betrachter euch auch nur eine halbe Stunde sehen.

Das ist auch der Grund, warum immer neue Link-Freigaben entstehen können, wenn ihr über das Teilen-Icon oben rechts euren Standort teilt. Ihr könntet theoretisch Freund 1 einen Link schicken, der eine Stunde gültig ist, während eure Freundin den ganzen Tag wissen darf, wo ihr euch aufhaltet.

Teilt ihr euren Standort, so seht ihr in Google Maps oben Links einmal euren Avatar mit eurem Standort und daneben die Links. Jeder Link ist anklickbar. Man sieht in der Ansicht dann noch einmal den Link, den man in die Zwischenablage schieben kann, des Weiteren ist ersichtlich, wie lange die Standortfreigabe noch aktiv ist.

Ihr habt zu viel geklickt, freigegeben – oder wollt wissen, was noch so alles aktiv ist? Oben rechts im Menü mit den drei Punkten ruft ihr die Einstellungen auf. Dort sehr ihr Personen oder Links die freigegeben sind. Die könnt ihr per x schnell wegklicken, um eine Freigabe zu beenden.

Wie weiter oben erwähnt: Das Verwalten des Standortes funktioniert auch auf einem PC oder Notebook. Wer aus irgendeinem Grunde seine Standortfreigabe nicht am Smartphone beenden will, sondern am PC, der kann auf diese Freigaben über diese Adresse zugreifen. Wichtig: Auf einem Computer kann man Standorte sehen, die Personen für dich freigegeben haben, euren eigenen Standort jedoch nicht freigeben. Zum Freigeben deines Standorts benötigst du ein Mobilgerät.

Das war einmal das grundsätzliche Sharing. Damit sehr ihr, wer wo ist. Auf Basis Zeitfreigabe. Geht aber auch für eine spezifische Route.

Werfe ich mich also in das Auto und fahre zu euch, dann würde ich euch gerne mitteilen, wo ich gerade bin. Mehr und länger aber auch nicht. Das geht auch über die Google Maps Navigation. Google Maps starten. Ein Reiseziel festlegen. Navigationsmodus starten. Unten im Menü auf den Pfeil nach oben klicken, um die Einstellungen aufzurufen.

Persönlich finde ich das Sharing ganz gut, weil man nicht die xte App braucht, weil man den Spaß halt auch über einen Link teilen kann, sodass es an jedem Endgerät ersichtlich ist. Muss man halt dran denken, dass Google den Standortverlauf hat. Ist bei Android-Nutzern wahrscheinlich standardmäßig abgenickt worden bei der Einrichtung, sollte man aber immer noch bedenken. Bei weiterführendem Interesse lest euch auch diesen Beitrag zum Standortverlauf bei Google durch.


Über den Autor: caschy

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