Google Maps: detaillierte Karte von Nordkorea

29. Januar 2013 Kategorie: Google, geschrieben von: caschy

Auch von Nordkorea gibt es jetzt detaillierte Karten in den Google Maps. Diese Karteninformationen stammen aber keineswegs nur von Google, denn auch die Menschen, die den Map Maker benutzen, haben einiges dazu beigetragen, das abgeschottete Land etwas detaillierter auf die Karten zu bringen.

NK Before 03

Der Dienst Map Maker ist keineswegs neu, Google stellte das Projekt 2008 vor, damals noch, um Menschen zu animieren, Google Maps zu aktualisieren. Quasi ein Mitmach-Projekt, um Maps genauer zu machen und zu verbessern. Andere Nutzer können Einträge anderer Nutzer bestätigen und so kann es sein, dass eure Einträge in den Google Maps landen.

NK After 03

Interessant sind hier nicht nur die jetzigen Google Maps von Nordkorea, sondern auch die Gegenüberstellungen der Washington Post, die eindrucksvoll zeigen, was überhaupt den Weg auf die Karte geschafft hat. Per Slider lassen sich die Maps wunderbar betrachten. Neben den Straßen, Schulen und Parks sind auch grau eingefärbte Bereiche zu sehen, hierbei soll es sich um Internierungslager handeln. Die Gesamtzahl der Gefangenen wird auf um 200.000 geschätzt – eine Zahl, die im Jahr 2013 wütend und traurig macht. (via)


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Über den Autor: caschy

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7 Kommentare

TomSCH 29. Januar 2013 um 11:03 Uhr

Wütend und traurig, das trifft es ganz gut. Ich verstehe immer noch nicht, warum man nichts unternimmt. Müssen wohl erst ein paar Millionen Barrrel Öl in NK gefunden werden, bevor etwas passiert.

Was ich dagegen gut finde ist, dass die Kims es anscheinend nicht schaffen, ihr Land vorm Rest der Welt geheimzuhalten. Super Aktion, dass das Land nun auch auf Maps nahezu vollständig vertreten ist. :)

RonStar 29. Januar 2013 um 12:46 Uhr

Ich muss sagen, dass dieses sog. geiheimsvollste Land der Erde, in dem die Zeit stehen geblieben scheint, bei mir eine gewisse schaurig-schöne Faszination auslöst. Natürlich ist das Verhalten des Kim-Clans ggü. der eigenen Bevölkerung aus unserer Sicht inakzeptabel jedoch scheint es, als würde die eigene Bevölkerung -weichgespült durch jahrzehntelange Propaganda- dem “geliebten Führer” noch immer jeden Mist blind abkaufen.

Wer sich auch wie ich für “Insights” des geheimnisvollen Nordkorea interessiert, dem sei die Fotopedia iOS-App “Nordkorea” mit Fotos von Eric Lafforgue empfohlen. Des Weiteren hat Sophie Schmidt, die Tochter von Eric Schmidt, Ihren Vater als Teil der “Google-Delegation” auf der viel diskutierten Reise nach NK begleitet und viel ich finde einen sehr lesenswerten Reise-Bericht verfasst:

https://sites.google.com/site/sophieinnorthkorea/home

Als letztes noch einen Verweis auf den auch im Bericht angesprochenen berühmten Fotoblog von Kim-Jung-Il, der sich offentsichtlich ganz gern mal was angeschaut hat:

http://kimjongillookingatthings.tumblr.com/

So, nu reichts… :-)

MoLt 29. Januar 2013 um 14:54 Uhr

Den Blog kannte ich auch noch nicht!
Gott, ich sitz alleine im Büro und lach mich weg :D

Herrje fühlt man sich blöd :P

Jonny 29. Januar 2013 um 16:51 Uhr

Weitaus detailierter (!) ist im Übrigen diese KMZ-Datei, die man in GoogleEarth importieren kann. Dort hat man dann Überblick über so ziemlich jedes Hotel, jedes Monument – im Grunde alles, was westliche Augen bis dato gesehen haben dürften: http://www.nkeconwatch.com/nor.....gle-earth/ ;-).

PS.: Warum man nichts “unternimmt”? Nun, zumindest offiziell gilt noch immer dieses anitquierte Gebilde namens “Selbstbestimmungsrecht der Völker” – oder noch allgemeiner: Völkerrecht m( =D…

Flo 29. Januar 2013 um 21:13 Uhr

Warum man nichts unternimmt?

Das ist kein kleines Wüstenvölkchen mit ein paar AKs (die sorgen ja schon für Überforderung) – diese Land hat eine der größten Armeen der Welt, mehrere der mächtigsten Nationen als Unterstützer UND voraussichtlich Zugriff auf Massenvernichtungswaffen. Das ganze Gewürzt mit einem seit Jahren durch Propaganda konditionierten Volk sowie einer Führungsriege die prinzipiell nichts zu verlieren hat…

Das Rezept kann man dann noch mit den vielen anderen Details würzen – wohl bekommt’s

Skeptiker 29. Januar 2013 um 22:22 Uhr

Kein Streetview??

Prypjat Syndrome 30. Januar 2013 um 12:54 Uhr

Schon heftig, was jahrzehntelange Miss-BILD-ung für Schaden anrichten kann und für eine übertiebene eurozentristische Sichtweise mit sich bringt – wenn man sich so manche Kommentare durchliest. Überall Unfreiheit in der Welt – und das völlige Gegenteil in der Westlichen? Obwohl man weder etwas über die Welt außerhalb Europas kaum weiß, noch sich ernsthaft ohne Polemik damit beschäftigen will. Ruft doch ersthaft der erste Kommentator zur imperialistischen Einmischung auf… Stelle man sich vor, was passieren würde, wenn andere Länder tatsächlich hier einmarschieren würden. Stattdessen ist’s doch die deutsche BundesWehrmacht, die länger als der 2. Weltkrieg dauern und weiter als die deutsche Wehrmacht je gekommen ist, “Mädchenschulen” und “Brunnen baut” in Afghanistan.


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