Google Inbox: Das sind die Zukunftspläne

4. Dezember 2014 Kategorie: Google, geschrieben von:

Vielen unserer Leser ist Google Inbox sicherlich ein Begriff. Google will E-Mail besser machen und hat aus diesem Grunde das Inbox-Projekt gestartet. Vieles ist klassisches Mailing, wie man es auch von Gmail kennt, allerdings mit einigen Verbesserungen. Wer von echten Lösungen wie dedizierten Mail-Programmen kommt, der wird über den Funktionsumfang von Gmail und Google Inbox wahrscheinlich nur lachen können.

Google Inbox

So bietet Inbox im Gegensatz zu Gmail zwar die Möglichkeit E-Mails auf Wiedervorlage zu legen, dafür aber nicht einmal die Option, automatisiert eine Signatur einzufügen. Knapp über einen Monat ist Google Inbox nun alt und es ist bislang noch keine Verbesserung in Form von fehlenden Funktionen nachgelegt worden.

Drei Mitglieder des Google Inbox-Teams haben sich gestern der Reddit-Community in der beliebten „Ask me anything“-Runde gestellt und einige Fragen zum Mail-Dienst beantwortet. Einige der Fragen und deren Antworten waren recht interessant, sodass ich auch hier mal wiedergebe, was ich gestern so lesen konnte.

Die erste Frage drehte sich darum, wann Google Apps-Nutzer denn auf Google Inbox zugreifen werden können. Hier gab es die Antwort, dass es noch dauern könnte, da die Einbindung von Apps-Konten in das Inbox-System mit anderen Anforderungen verknüpft wäre. Man arbeite aber hart daran, das System auch diesen Nutzern zugänglich zu machen. Man sei überrascht von dem Willen der Menschen, alte Workflows in Sachen Mail über den Haufen zu werfen.

> Google Inbox Einsteiger-Leitfaden <

Auch Kleinigkeiten waren gefragt, so störte sich einer der Fragenden daran, dass er keinen Benachrichtigungssound mobil ändern könne. Auch dieses steht nach Aussagen des Inbox-Teams auf der Agenda, sodass man diese Funktion in den kommenden Monaten erwarten dürfe.

Ebenfalls möchte man die „Verschieben-Funktion“ verbessern. Mittels dieser lassen sich Mails zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Inbox katapultieren. Nutzer kritisieren die automatischen Vorgaben der Funktion, die so erst einmal wieder manuell geändert werden müssten. Anhand von erhobenen Daten möchte Google auch hier zukünftig das Nutzererlebnis verbessern.

Dass man jeden Anhang separat herunterladen muss, dies stört die Ingenieure der App selber, so teilt man mit, dass man diese Funktion leider nicht zum Start von Google Inbox fertigstellen konnte. Zu den Wünschen, die bislang nicht fertiggestellt werden konnten, gehört auch eine Rückgängig-Funktion oder eine Crossbrowser-Funktionalität.

Kurze Anmerkung: wer seinen User Agent auf Chrome stellt, der sollte Google Inbox auch mit anderen Browsern nutzen können. Tablet-Support? Soll auch kommen. Die weiteren Ideen, die man verwirklichen will, drehen sich um eine verbesserte Integration des Google Kalenders und auch Google Drive wird so eingebunden, wie man es von Gmail kennt. Ferner spielt man mit den Gedanken, Dritt-Anbieter von Maildiensten direkt einbindbar zu machen, wie man es auch von Gmail kennt, auch Home Screen-Widgets sind in Planung.

Auf die Frage, warum man nicht einfach neue Funktionen in Gmail eingebaut hat, antwortete man, dass man erst einen Schritt zurück machen wollte und eine Menge Forschung betrieben hätte. Man habe herausgefunden, dass viele Menschen Mails als ToDo-Liste nutzen, zudem sich der Fokus auf Mobile verschoben habe.

Menschen haben oftmals auch die negative Erfahrung, dass Mails mit Arbeit gleichzusetzen ist. Man hätte bestehende Probleme nicht damit lösen können, neue Funktionen in Gmail einzubauen. Kurzfristig wird eine Lösung wie Inbox auch nicht Gmail ersetzen – auf lange Sicht erhoffen sich die Inbox-Ingenieure allerdings dies. Letzten Endes entscheiden aber die Nutzer.

Und, nutzt ihr schon Google Inbox?


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