Google Inbox: Bundles sind der heimliche Star

10. April 2017 Kategorie: Google, geschrieben von: caschy

Nach einem meiner letzten Gespräche nahm ich mir vor: Ich schreibe noch einmal über Google Inbox, beziehungsweise die Funktion der Bundles. Grund war die Diskussion über die Mehrwerte von Google Inbox gegenüber dem klassischen Gmail. Wohlgemerkt die Vorteile, die ich habe. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich Mails schnell auf Wiedervorlage legen kann, Hauptgrund sind tatsächlich Bundles, die mich daran hindern, einen anderen Mail-Client gut finden zu können.

Bundles – oder Gruppierungen – sind eigentlich kein Hexenwerk, sind in anderen Clients vielleicht auch in anderer Form zu finden, doch da ich unterschiedliche Geräte und Systeme nutze, setze ich nur auf Schnittstellen und Software, die ich überall nutzen kann. Ein tolles Spark als Mail-Client unter macOS und iOS würde also rausfallen, da deren System für mich nicht auf Android funktionieren würde.

Google Inbox-Gruppierungen fassen Mails zusammen. Man kann wie früher noch E-Mails in Ordner schieben, man kann Inhalten dieser Ordner aber auch sagen, wie sie zusammengefasst und angezeigt werden. Gmail-Nutzer kennen diese Funktion übrigens als Automatismus, denn hier gibt es ja die smarten Ordner Soziale Netzwerke, Werbung, Benachrichtigungen und Foren. Bundles und Kategorien bei Inbox sind entweder automatische oder manuelle Sortierungen, wie Filter quasi. Ob diese Kategorien als ungelesen erscheinen oder nicht, obliegt dem Nutzer.

Ein paar Beispiele, warum Google Inbox-Gruppierungen für mich „funktionieren“. Ich bekomme durch Kommentare, Pressemitteilungen und Soziale Netzwerke monatlich sehr viele E-Mails. Und in den meisten Fällen lese ich die sogar. Nun würden beim beschriebenen Eingang theoretisch drei Ordner reichen. Kommentare, Netzwerke und Presse.

Per Filter könnte ich alle Mails in Ordner verschieben, sogar mit mehreren Labeln versehen und und und. Für jeden Krempel würde ich Benachrichtigungen bekommen. Als gelesen markieren wäre keine Option, da könnte ich was übersehen – und keine Benachrichtigungen sind auch keine Option. Und gerade wenn es schnell gehen muss – mobil unterwegs beispielsweise – will ich nicht nur die ganzen Ordner bei Gmail oder Inbox stöbern um zu schauen, ob etwas wichtig ist.

Fallbeispiel: Ich bekomme über das Blog Kommentare. Diese landen in dem Ordner „Kommentare“ – was bei Google ein Label ist. Ich will aber KEINE Benachrichtigung haben, die Mails aber als ungelesen SCHNELL im Zugriff haben – OHNE in den Ordner Kommentare zu müssen. Ausgefallene Wünsche, aber genau das, was Bundles erledigen.

Voraussetzung für eine Bundle-Funktion ist eine Mail, die man in einen Ordner filtert. In meinem Fall landen alle Mails mit dem Absender des Blogsystems im Ordner Kommentare. Wie man Filter mit Google Inbox einstellt, habe ich ja bereits ausführlich beschrieben.

In der Seitenleiste von Google Inbox findet man beim Hovern über einen Ordner ein Zahnrad vor, welches die Einstellungen öffnet.

Hier sieht man dann die Filteroptionen, aber auch die Möglichkeiten, Mails in der Inbox zu gruppieren.

Aktiviere ich den Punkt, „E-Mails in der Inbox gruppieren“, so greifen selbstverständlich noch alte Filter, nämlich der, dass die Nachrichten in den Ordner Kommentare sollen. Aber: Sie tauchen in der Inbox auf. Das Label wird also bei Vorhandensein von Nachrichten in der Inbox dargestellt, sodass ich zum Lesen meiner Mails nicht in den Ordner Kommentare hüpfen muss.

Die Inbox, also der Eingang, wird Schaltzentrale. Und bei keinem Bock zu lesen? Könnte man alle Mails auf Schlag archivieren. Man kann auch sammeln – so kann ich der Gruppierung sagen, dass sie sofort bei Maileingang aktiviert werden soll – oder einmal am Tag oder einmal in der Woche die Mails anzeigt. Allerdings sind mir meine Mails zu wichtig als dass ich diese verschieben würde. Aber natürlich kann es Gründe geben, eine bestimmte Gruppierung nur einmal am Tag zu sehen.

Das war aber für mich nur Clou Nummer 1 an der Gruppierung von Mails, denn wer Unmengen von Mails bekommt, will nicht jedes Mal eine Benachrichtigung bekommen. Aus diesem Grunde lasse ich zwar vieles in die Inbox spülen, bekomme aber keine Benachrichtigung über den Inbox-Client.

Nun muss man Google wieder rügen. Denn es gibt Dinge, die das Unternehmen offenbar nicht in den Griff bekommt. Standardmäßig landen Mails also in Gruppierungen im Eingang, hinterlassen dabei aber eine Benachrichtigung. Dies ist nicht in Google Inbox im Web abstellbar.

Stattdessen muss man zum mobilen Client greifen und dort die Gruppierung bearbeiten. Einfach auf das Label gehen, oben rechts das Zahnrad anklicken und in den Einstellungen des Labels festlegen, dass man keine Benachrichtigung haben möchte.

Lange Rede – kurzer Sinn: Für Ordnung sorgen bei mir Gruppierungen in Google Inbox. Mails bestimmter Absender werden mit einem Label versehen, tauchen ungelesen unter diesem in der Inbox auf, stören mich aber nicht durch eine Benachrichtigung. Ein wahrer Segen.


Über den Autor: caschy

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