Google Hangout mit Jens Lehmann, Hans Sarpei und anderen

17. April 2012 Kategorie: Internet, Privates, geschrieben von: caschy

So, mal ein halb technischer als auch ein halb privater Beitrag. Ich hatte gestern die Möglichkeit, an einem Google Hangout teilzunehmen. Eigentlich sollte ich in Lissabon an einem Event teilnehmen, dies musste ich aber krankheitsbedingt absagen – von daher konnte ich am Google Hangout mitwirken – geht ja easy von zuhause aus – oder überall, wo man ausreichend Bandbreite mit dem Rechner oder dem Smartphone hat. Wer es nicht kennt: die Hangouts bei Google+ sind Videochats. Bis zu 10 Menschen können teilnehmen. In den Staaten ist es weiterhin möglich, diese Hangouts öffentlich zu machen. Hangouts on Air.

In Deutschland ist dies nicht möglich, da es hier eine Sendelizenz bräuchte. Dabei wird der Hangout zwar weiterhin von bis zu 10 Personen bevölkert, die Zuschauerzahl wäre aber egal. Hier darf man gespannt sein, was unserer Landesmedienanstalten dazu sagen – ab 500 Zuschauern ist ein Stream eben kein Stream mehr, sondern eine Sendung, die unter Umständen eine Lizenz benötigt. Gestern durfte ich einem kleinen Experiment beiwohnen, welches mich als Fußball-Fan sehr freute.

Nach der Sportschau und dem HSV-Talk mit Marcell Jansen ging es gestern in den Sky Videotalk, der erst einmal als geschlossener Testballon gedacht war. Dabei waren Jens Lehmann, Hans SarpeiThomas KnüwerStefan KeuchelChristian HenneIna Steinbach, Joachim Schuth (Bild Sport), Daniel Rehn und Dirk Grosse von Sky und meine Wenigkeit. Worum sollte es gehen? Nicht nur um Fußball, sondern auch die Nutzung von Google Hangouts in der Zukunft.

Es war ein lauschiges Miteinander, auch wenn mit Jens Lehmann und dem nicht eskalierenden Hans Sarpei eher die blaue Fraktion vertreten war. Die Antwort auf die Frage, was so ein Hangout in Zukunft bieten kann, werde ich schuldig bleiben, ich bin weder Kommunikationsberater, noch Marketinggeld-Verbrenner, ich habe mir das Schauspiel aus der Sicht eines Fans angeschaut. Durch die relativ übersichtliche Runde war ein persönlicher Austausch sicherlich mehr möglich, als solche Gespräche, die man mit dem Profis nach dem Spiel führt.

Auch der Mix von Privatperson, Fussballer und Journalist gefiel mir ganz gut, wie normalen Fussballfans sehen die Sache ja subjektiver als die meisten Journalisten und so sind andere Fragen vorprogrammiert. So interessierte es mich zum Beispiel, welches Herz in der Brust von Jens Lehmann schlägt. So verliefen die Gespräche mit einem überaus sympathischen Hans Sarpei sehr gut und amüsant. Über Fußball wurde natürlich auch gesprochen, so stand das Derby zwischen meiner Borussia aus Dortmund und der Mannschaft aus Herne-West im Fokus. Ja, selbst ich versuchte objektiv zu sein und musste eingestehen, dass es in der Tat ein glücklicher Sieg für den BVB war.

Was die Zukunft bringt? Ich kann es nicht wissen, ich war ja gestern nur Teilnehmer. Was ich mir wünschen würde? Gerne mehr davon! Was kann es Schöneres geben als einen ausgewogenen Mix aus geballter Kompetenz und Fußball-Hampeln mit eigener Meinung zum Verein, so wie ich einer bin? So eine kleine moderierte Runde mit Aktiven, Ehemaligen und vor allem Fans würde ich mir in der Tat gerne einmal anschauen – zumal es durch Google Hangouts on Air die Möglichkeit gäbe, mit dem Publikum direkt zu interagieren.

Dass pünktlich zum Ende des Hangouts die Mail des BVB kam, in der mit mitgeteilt wurde, dass ich leider keine Kaufmöglichkeit für die Tickets des DFB-Pokalfinales gewonnen hätte, trübte abschließend die Stimmung für mich – aber da steckste halt nicht drin.


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7 Kommentare

Stefan 17. April 2012 um 12:59 Uhr

>ab 500 Zuschauern ist ein Stream eben kein Stream mehr, sondern eine Sendung, die unter Umständen eine Lizenz benötigt.

Das ist Blödsinn.
Die Verbrecher der LMA erzählen dieses Märchen,es ist aber genauso unwahr wie die Behauptung man dürfte Sex mit 3 Jährigen haben.

Sendelizenzen sind im Rundfunk einzig wegen der beschränkten Bandbreite nötig,und legitim,da eben technisch gar nciht jeder über DVB-T oder Sat senden kann,weil eben nur eine bestimmte anzahl an sendern dort möglich ist.
Das ist im Internet nicht der Fall,daher besteht auch keinerlei Grund für Lizenzen!
Solche Behauptungen sind schlicht mit dem Grundgesetz nicht vereinbar

Ingo 17. April 2012 um 14:36 Uhr

Heute gilt, wenn man im Internet an einer multimedialen Übertragung teilnimmt und diese ohne Beschränkung empfangen kann, dann ist dies Rundfunk der neuen Definition.
Habe ich der Computerclub 2 Seite entnommen.Macht sinn oder wie Manns nimmt Unsinn.Wann ist mann Beschränkt ?!?
Nachzulesen–>
http://www.cczwei.de/index.php?id=issuearchive&issueid=32#a105

mfg

Schreckgespenst 17. April 2012 um 17:20 Uhr

Hallo,

vielen Dank für den interessanten Beitrag. Ich hatte nur von dieser Stream-Veranstaltung gehört, deswegen finde ich es gut, wenn jemand der Teilnehmer auch in seinem Blog darüber berichtet.

Welche Entwicklung die Hangouts in der Zukunft wirklich nehmen, weiß keiner so genau. Doch alles was über 500 Zuschauern geht, keinen Stream sondern Sendung zu nennen, ist m.E. totaler Blödsinn. Außerdem kommt in mir der Verdacht auf, dass hier jemand noch “mitverdienen” will.

Stefan 18. April 2012 um 19:06 Uhr

@Ingo
>Heute gilt, wenn man im Internet an einer multimedialen Übertragung teilnimmt und diese ohne Beschränkung empfangen kann, dann ist dies Rundfunk der neuen Definition.

Heute gilt vor allem das Grundgesetz.
Der Staat und auch die Länder dürfen nciht Grundlos Artikle5 Einschränken.

Zitat:http://www.artikel5.de/
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

Man darf auch diese Grundrecht einschränken,aber eben nciht willkürlich.
Im Rundfunk ist es legitim durch die Notwendigkeit einer Sendelizenz eingeschränkt,weil eben nicht genug Bandbreite über Sat,Kabel oder Terrestrik zur Verfügung steht.

Auf das Internet trifft das aber nicht zu,sonst bräuchte auch jeder der Video oder audio Dateien zum abruf bereitstellt eine Sendlizens.
dem Internet ist es schließlich egal ob die Übertragung gerade Live ist,oder aufgezeichnet.


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