Google Fotos: Dank Standortverlauf werden Bilder auch ohne GPS mit einem ungefähren Ort versehen

7. Juni 2016 Kategorie: Android, Google, Internet, iOS, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Google Fotos Logo ArtikelGoogle Fotos bietet dem Nutzer nicht nur unbegrenzten Speicher für Aufnahmen, sondern möchte die Aufnahmen auch so einfach wie möglich zugänglich machen. Zum Beispiel durch eine Zusammenfassung von Bildern, die am gleichen Ort aufgenommen wurden. Da aber nicht jeder Nutzer jedes Bild mit einem Standort bei der Aufnahme versieht, muss Google hier in die Trickkiste greifen. Ungefährer Standort heißt das Zauberwort, die Information zieht Google Fotos aus dem Standortverlauf und verwendet sie für die Aufnahmen. Ungefährer Standort deshalb, weil kein konkreter Punkt gesetzt wird, sondern das Bild in ein „Gebiet“ eingeordnet wird.

Wer mit dieser automatischen Zuordnung des Standortes via Standortverlauf nicht einverstanden ist, kann sie auch aktivieren, allerdings nicht über Google Fotos, sondern nur indem der Standortverlauf komplett deaktiviert wird. Das wiederum hat auch Einfluss auf die Funktionalität von Google Now und anderen Diensten. ALternativ kann man den Standort eines einzelnen Bildes entfernen. Dazu wählt man das Bild aus, klickt auf „Info“, klickt neben dem Standort auf „Mehr“ und dann auf „Standort entfernen“. Die Anleitung gibt es auch in diesem Google-Supportdokument.

Interessant ist auch ein kleines Detail, nämlich wenn es um das Teilen von Bildern geht. Bilder, die von vornherein mit einem Standort versehen waren, werden auch mit dem Standort geteilt. Bilder, die nur mit einem ungefähren Standort ausgestattet sind, werden ohne diese Information weitergegeben, wenn man sie mit anderen teilt. Das macht die automatische Zuordnung gleich ein Stück weniger creepy, da man nicht befürchten muss, aus Versehen einen Standort zu teilen. Auch sind die ungefähren Standorte nicht in den EXIF-Daten eines Bildes hinterlegt, es scheint also eine rein Google-seitige Lösung zu sein.

(via Android Police)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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