Google: Demo zeigt, wie KI bald schon für mehr Privatsphäre am Smartphone sorgen könnte

29. November 2017 Kategorie: Android, Google, Software & Co, geschrieben von:

Sicherlich habt ihr euch selbst auch schon einmal dabei erwischt und kennt garantiert mindestens genauso viele Situationen, bei denen euch jemand beim Bedienen eures Smartphones über die Schulter geschaut hat, um zu erkennen, was auf dem Display passiert. Das kann unbewusst vorkommen, allerdings gibt es auch genug Menschen, die einfach nur neugierig ohne Ende sind und euch dann anschließend noch etwas Wichtiges zu eurem Bildschirminhalt zu sagen haben – lästig. Wenn es nach Google geht, könnte damit bald schon Schluss sein.

In der kommenden Woche werden die beiden Forscher Hee Jung Ryu und Florian Schroff von Google einen Vortrag auf der Neural Information Processing Systems-Konferenz (kurz NIPS) 2017 halten, bei dem sie ein neues Projekt vorstellen wollen, das einen elektronischen Bildschirmschutz zeigt. Hierbei nutzt das Duo ein Google Pixel, dessen Frontkamera in Zusammenarbeit mit einer KI, die Augen erkennen kann, alarmiert, wenn mehr als eine Person gleichzeitig auf das Display schauen.

Bei YouTube gibt es ein ungelistetes (aber öffentliches) Video zu sehen, welches die Funktion genauer zeigt. Während einer Messenger-Sitzung alarmiert das Phone umgehend durch Anzeigen des Frontkamera-Bildes, dass eine weitere Person auf den Bildschirm starrt. Diese wird markiert, ein Regenbogen aus dem Mund des „Zuschauers“ veralbert diesen ein wenig:

Die beiden Google-Mitarbeiter behaupten, dass die Erkennung innerhalb von 2 Millisekunden erfolge und bei unterschiedlich schwierigen Lichtverhältnissen funktioniere. Google hat vor einer Weile sein Tool TensorFlow Lite veröffentlicht, dass es Entwickler von Drittanbieter-Apps ermöglicht, künstliche Intelligenz in ihre Apps zu implementieren. Eine jüngst veröffentlichte API soll die Integration noch einfacher machen.

Auch wenn sich Google bisher noch nicht weiter zu den in der Quelle veröffentlichten News äußern wollte, die Idee dahinter ist zwar nicht neu, würde aber dennoch garantiert einige interessante Möglichkeiten bieten. So wäre es ja durchaus denkbar, dass Messenger-Apps oder Galerien einen Schalter bekommen, mit dem man eine entsprechende Warnung optional aktivieren beziehungsweise deaktivieren kann.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

Benjamin hat bereits 1070 Artikel geschrieben.