Google Contributor: Nutzer können Werbung gegen Zahlung ausblenden lassen

2. Juni 2017 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Interessante Neuigkeiten von Google. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Großteil seiner Umsätze durch Werbeanzeigen. Diese nerven den Nutzer oftmals, der Nutzung von Adblockern tat dies sehr gut. Mit dem Google „Pass zum Entfernen von Anzeigen im Web“ kann man sich als Nutzer von diesen Werbeanzeigen freikaufen. Die Seite muss das unterstützen, kann auch einen eigenen Betrag festlegen, der vom Guthaben einbehalten wird, wenn man eine solche Seite dann ansurft.

Während die Übersichtsseite zum neuen Google Contributor-Programm bereits auf Deutsch verfügbar ist, führt der Link für „Pass anfordern“ noch nicht weiter. Der Nutzer lädt Geld auf seinen Pass, der Webseitenbetreiber legt fest, wie viel die Werbefreiheit kosten soll (aktuell sind das 0,01 Dollar bei unterstützten Seiten), der Nutzer bestätigt dies in der Verwaltung und sieht fortan keine Werbung (von Google) mehr auf der Seite, der Seitenbetreiber erhält aber Geld.

Klingt ein wenig nach Flattr, falls Ihr den Dienst noch kennt. Allerdings automatischer, quasi so wie Flattr Plus, das aktuell von AdBlock Plus auf den Weg gebracht wird. Ob Google davon auch einen Anteil einbehält, wird nicht so richtig erklärt, Webseiten können sich bisher auch nur für eine Beta anmelden. Aber selbst wenn, bleibt es bei Google und es muss nicht ein weiteres Unternehmen mitfinanziert werden.

Die Verwaltung der Seiten, die keine Werbung anzeigen, wird zentral gesteuert, der Nutzer kann zu jedem Zeitpunkt festlegen, wo er Werbung nicht angezeigt bekommen möchte. Auch bei Preisänderungen wird er informiert. Gezahlt wird nur für Seiten, für die man auch zahlen möchte. Eine Übersicht zu Google Contributor gibt es auf dieser Seite und eine (noch sehr übersichtliche) Liste mit bereits teilnehmenden Seiten findet Ihr hier.

Neu ist das Google Contributor Programm allerdings nicht. Es wurde schon einmal vorgestellt, verschwand dann aber wieder von der Bildfläche und wollte neu durchstarten. Danach sieht es jetzt wohl aus.

Wie sieht es bei Euch aus, ein Programm, das Ihr nutzen würdet, wenn von Euren Lieblingsseiten unterstützt? Was sagt Ihr zum Preis, ein Cent pro Klick scheint wohl das Minimum zu sein, finde ich persönlich etwas hoch, da kann man beim Surfen schon ordentlich was ausgeben. Aber kommt wohl auch darauf an, wie man seine Werbefreiheit verteilt.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9164 Artikel geschrieben.