Google Chrome verringert Ladezeiten beim Aktualisieren einer Website

27. Januar 2017 Kategorie: Google, Internet, Mobile, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

Es gibt viele gute Gründe, im Browser eine Site neu zu laden: Sei es, dass es an irgendeinem Element hakt, man einen Countdown auffrischen will oder neuer Content veröffentlicht wurde, den man möglichst schnell auf der Startseite erblicken möchte. Das Neu-Laden von Websites zieht aber natürlich wieder Datenvolumen und dauert eine Weile. Oft kommen für diese Funktion noch alte Techniken zum Einsatz, so dass Website-Elemente neu geladen werden, bei denen es nicht unbedingt notwendig wäre. An diesem Punkt will Google nun laut eigenen Aussagen in Chrome angesetzt haben.

Beim Neu-Laden einer Site wird ein Validierungsprozess angestoßen, der z. B. überprüft, welche Elemente aus dem Cache noch verwendbar sind und welche nicht. Das kann zu Hunderten von Netzwerk-Anfragen pro Seite bzw. zu Dutzenden für die einzelnen Domains führen. Gerade an mobilen Endgeräten bei langsamen Verbindungen kann das spürbare Latenzen zur Folge haben. Und natürlich wartet kein Anwender heutzutage mehr gerne, bis sich eine Website aufbaut. Selbst wenn viele unserer Leser sich vielleicht noch an die Tage der guten alten 56K-Modems entsinnen.

In einem Vergleichsvideo zeigt Google nun, wie stark sich die Wartezeiten in der neuesten Chrome-Version verkürzen sollen. Durch Optimierungen will man eine Verkürzung der Wartezeiten um 28 % und eine Reduzierung der Validierungsanfragen um 60 % erreicht haben. Im Wesentlichen unterscheidet Chrome nun besser zwischen fehlerhaften Elementen, welche das Neu-Laden durch den Nutzer hervorrufen, und dem Aktualisieren, um die Inhalte aufzufrischen. Das Ergebnis ist, dass mehr Elemente aus dem Cache erneut verwendet und nicht nochmals validiert werden müssen.

Laut Google mag die Veränderung auf den ersten Blick marginal wirken, erzeuge aber eben nun die deutlich geringeren Latenzen bei der mobilen Nutzung. Zudem werde dadurch auch weniger Datenvolumen benötigt, da eben weniger neu geladen werde. Google gibt zu, dass auch Facbeook diese Veränderung angestoßen habe, da Chrome leider bisher deutlich mehr Validierungsanfragen gesendet habe als andere Browser. Für die Nutzer ist es so oder so eine willkommene Neuerung.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 2460 Artikel geschrieben.